Israel

Knesset verabschiedet Haushalt für 2025

Sitzung der Knesset in Jerusalem (Ende März 2026) Foto: copyright (c) Flash90 2025

Israels Parlament hat den Staatshaushalt für 2025 verabschiedet und damit den Fortbestand der rechtsreligiösen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesichert. Das Budget erhielt 66 Ja-Stimmen bei 52 Gegenstimmen, wie es auf der Internetseite der Knesset hieß. 

Die »Jerusalem Post« sprach von einem »bedeutenden Erfolg für die Regierungskoalition«. Sie hatte nur noch bis Ende des Monats Zeit dafür, andernfalls hätte sich das Parlament automatisch aufgelöst und es wären Neuwahlen nötig gewesen. 

Der Gesamtetat wird nach Angaben der Knesset knapp 756 Milliarden Schekel (rund 190 Milliarden Euro) betragen. Priorität bekommt die Sicherheit: Dafür sind knapp 110 Milliarden Schekel (knapp 28 Milliarden Euro) vorgesehen.

Oppositionsführer Jair Lapid übte vor der finalen Lesung im Parlament Kritik. Er sprach vom »größten Raub in der Geschichte des Landes« auf Kosten der israelischen Mittelschicht.

Hunderte demonstrieren gegen die Regierung

Medien zufolge begann die Abstimmung nach einer 15-stündigen Debatte. Währenddessen demonstrierten Medien zufolge Hunderte Israelis vor dem Parlamentsgebäude in Jerusalem gegen die Regierung. Die Nachrichtenseite »ynet« meldete gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Die israelische Polizei nahm eigenen Angaben zufolge sechs Demonstranten fest. 

Ein Netzwerk von Anwälten, das die Festgenommen vertritt, sowie Demonstranten warfen der Polizei laut einem Bericht der »Times of Israel« hingegen »exzessive Gewalt« bei den Festnahmen vor. Im Laufe des Tages sind weitere regierungskritische Proteste geplant. dpa

Jerusalem

Benjamin Netanjahu bei Wahl vorn - aber ohne Mehrheit

Bleibt der heutige Ministerpräsident an der Macht? Oder kommt es zum Regierungswechsel? Der Politikveteran gibt sich in der Wahlnacht trotz unklarem Ausgang siegesgewiss

 28.10.2026

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Israel

Wahltag in Blau-Weiß

Bis zuletzt warben die Parteien vor den Wahllokalen um Stimmen - und von denen gab es viele zu holen: Die Wahlbeteiligung war so hoch wie seit 1988 nicht mehr. Ein 94-Jähriger gab seine Stimme mit letzter Kraft ab und starb kurz darauf

von Sabine Brandes  27.10.2026

Knesset-Wahl

Eisenkot will Netanjahu ablösen

Netanjahus Likud liegt zwar laut ersten Prognosen vorn, doch seinem Lager fehlen viele Sitze zur Mehrheit. Ex-Militärchef Eisenkot will die Regierung ablösen – doch gelingt ihm das?

 27.10.2026

Knesset-Wahl

Lapid: Öffentlichkeit hat Netanjahu-Lager »nach Hause geschickt«

Netanjahus Likud-Partei wurde zwar laut Prognosen stärkste Kraft im Parlament, kommt aber mit ihren Partnern nicht auf eine Mehrheit. Die Opposition sagt, seine Regierung sei damit »gefeuert«.

 27.10.2026

Israel

Eisenkot-Lager liegt vor Netanjahu-Lager

Die Likud-Partei des Premiers wurde allerdings ersten Prognosen zufolge stärkste Kraft. Der Wahlausgang ist alles andere als eindeutig

 27.10.2026 Aktualisiert

Entscheidung

Keine längeren Öffnungszeiten trotz hoher Wahlbeteiligung

15 Stunden haben die Israelis Zeit, ihre Stimme abzugeben. Ein Antrag, die Abstimmung zu verlängern, scheiterte

von Sabine Brandes  27.10.2026

Knesset-Wahl

Überschwemmungen behindern Wahl im Süden Israels

Überflutete Zufahrtsstraßen, abgeschnittene Orte: Im Süden Israels kamen manche Einwohner nicht zu ihrem Wahllokal. Reicht die Zeit noch, bevor die kleinen Wahllokale schließen?

 27.10.2026

Israel

Wer wählt wen und warum?

Von unerschütterlicher Bibi-Treue bis zur Sehnsucht nach einem Neuanfang: Wir haben Israelis gefragt, wem sie ihre Stimme gegeben haben

von Sabine Brandes  27.10.2026