Israel

Knesset beschließt Milliarden-Paket für Wiederaufbau

Blick in den Plenarsaal der Knesset Foto: Flash 90

Die israelische Grenzregion zum Gazastreifen soll schnell und umfassend wiederaufgebaut werden. Das israelische Parlament verabschiedete dafür am Montag einstimmig ein Gesetz, das das Gebiet als »nationales Schwerpunktgebiet« definiert, teilte das Parlament mit. Medienberichten zufolge sollen lokale Behörden umgerechnet 1,25 Milliarden Euro erhalten.

Unterstützt werden damit israelische Gemeinden, die maximal sieben Kilometer vom Gazastreifen entfernt liegen. Sie waren am 7. Oktober 2023 besonders hart vom Angriff der Hamas getroffen worden. Das Gesetz verpflichtet die Regierung und ihre Minister außerdem, sich sieben Jahre lang besonders für das Gebiet einzusetzen. Ziel sei es, den Alltag »so schnell und optimal wie möglich wiederherzustellen« und demografisches Wachstum zu fördern. Neben den Gemeinden im Sieben-Kilometer-Radius sollen laut Medien auch mehrere betroffene Städte außerhalb des unmittelbaren Grenzgebiets wie Aschkelon finanzielle Unterstützung erhalten.

Für das Gesetz stimmten 37 Abgeordnete. Eine Gegenstimme gab es nicht. Insgesamt hat die Knesset 120 Sitze. kna/ja

New York/Gaza

Frühere Lehrerin aus Gaza warnt vor Judenhass an UNRWA-Schulen

Die Pädagogin sagt, die ideologische Indoktrinierung palästinensischer Kinder könne den Nährboden für ein weiteres Massaker wie das vom 7. Oktober 2023 schaffen

von Imanuel Marcus  21.10.2026

Jerusalem

Netanjahu hält an Sturz des Teheraner Regimes fest

»Ich bin entschlossen, die Aufgabe zu Ende zu bringen«, sagt der israelische Regierungschef

von Imanuel Marcus  21.10.2026

Gaza

Israel tötet Hamas-Terroristen, der Shani Louk verschleppte

Tamer Mohammad Ibrahim al-Sabbagh war das letzte lebende Mitglied der Hamas-Zelle, die am 7. Oktober 2023 die deutsch-israelische Geisel entführte

 21.10.2026

Sicherheit

Nach Ausschreitungen: Israel rechnet mit vermehrter Einwanderung von Juden aus Frankreich

Die Hintergründe

 21.10.2026

Boykott?

Weitere Firma verweigert Jerusalemer Seilbahn-Projekt

Die israelische Regierung will per Seilbahn einen direkten Zugang zur hochsymbolischen Klagemauer in Jerusalem schaffen. Aber immer mehr ausländische Partner ziehen sich zurück

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Wahlkampf

Netanjahu stellt sich hinter religiöse Wehrdienstverweigerer

Um an der Macht zu bleiben, braucht Israels Ministerpräsident die Unterstützung der ultraorthodoxen Juden. Wenige Tage vor der Wahl übt er den Schulterschluss mit Religiösen, die sich der Wehrpflicht entziehen

von Andrea Krogmann  20.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

Linken-Fraktion vorerst ohne Einigung im Streit um Emde

Eine Abgeordnete, die in ihrer Israel-Kritik immer wieder nachlegt, und eine Fraktionsspitze, die ein Problem mit ihr hat: Im Berliner Koalitionspoker bleibt der Streit um Vanessa Emde ungelöst

 20.10.2026

Hamas

Emiratische Blase in Gaza

Israel erlaubt den VAE Infrastrukturarbeiten nahe Rafah. Den Wiederaufbau der Enklave knüpft Israels Premier Netanjahu an die Entwaffnung der Terrororganisation

von Sabine Brandes  20.10.2026

Tel Aviv

Wehrdienst oder Gefängnis: Armee stellt Chabad-Studenten vor die Wahl

Am Ben-Gurion-Flughafen wurden Dutzende Männer aus der Chabad-Lubawitsch-Bewegung festgenommen, als sie aus New York zurückkehrten

 20.10.2026