Halacha

Ketuba-Dilemma nach Waldbränden

Zerstörtes Haus in Zichron Jaakov: Die Stadt war mit am schlimmsten von den Bränden betroffen. Foto: Flash 90

Ein israelisches Paar, dessen Ketuba (rabbinischer Ehevertrag) in der vergangenen Woche während der großen Brände in den Flammen aufging, darf nach Ansicht des Oberrabbiners von Zichron Jaakov vorerst nicht mehr unter einem gemeinsamen Dach leben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA). Zichron Jaakov im Norden Israels gehört zu den Städten, die am schlimmsten von den Bränden betroffen waren.

Der Oberrabbiner der Stadt, Mordechai Abramovski, sagte der ultraorthodoxen Website »Kikar Haschabat« in einem Interview, ein jüdisches Paar, das nicht entsprechend den Regeln der Halacha verheiratet sei, dürfe nicht zusammen wohnen. Dies gelte auch für den Fall, dass die Ketuba verlorengeht oder zerstört wird.

Interpretation Die obersten Rabbiner Israels, Yitzhak Yosef und David Lau, interpretieren die Halacha, das jüdische Religionsgesetz, angesichts der verheerenden Brände allerdings weniger streng. Sie entschieden, dass Paare, deren Ketuba verbrannt ist, weiterhin unter einem Dach leben dürfen, sich aber so bald wie möglich um die Ausstellung eines neuen Ehevertrags bemühen müssen.

Jerusalem

Netanjahu: Israel hat iranische Bombe verhindert

Israels Premier bezeichnete den Angriff auf den Iran als »größte Luftoperation« in der Geschichte des Landes

 22.06.2026

Bildung

Israel setzt auf Künstliche Intelligenz im Englischunterricht

Der Start des Programms fällt in eine Phase, in der die Schulen des jüdischen Staates mit erheblichen Problemen beim Sprachenunterricht kämpfen

 22.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026

Süd-Libanon

Israelische Armee entdeckt Hisbollah-Tunnel mit Raketenstellungen

Die Raketenschächte sind durch Luftangriffe nur schwer oder gar nicht vollständig zerstörbar, so die IDF. Die Terroristen hätten den Tunnel für unterschiedliche operative Zwecke genutzt

 22.06.2026

Absichtserklärung

Trumps Frieden – Irans Sieg

Während der US-Präsident das Memorandum mit Teheran als Durchbruch feiert, warnen Experten in Israel vor Zugeständnissen bei der Atomfrage und im Libanon

von Sabine Brandes  21.06.2026

Jerusalem

Umfrage: 92 Prozent der Israelis sehen Iran als Kriegssieger

Nur wenige Israelis halten die Kriegsführung ihrer Regierung für erfolgreich. Die Mehrheit sieht eine geschwächte Sicherheit und unerreichte Ziele.

 21.06.2026

Jerusalem

Israel lehnt Einschränkungen im Kampf gegen Hisbollah ab

Verteidigungsminister Israel Katz kündigt an, dass die israelische Armee auch weiterhin »Maßnahmen zur Beseitigung von Bedrohungen« im Südlibanon ergreifen könne

 21.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Safed

Festgenommene Hisbollah-Terroristen in zivilem Krankenhaus in Nordisrael behandelt

Im Ziv Medical Center in Safed waren die libanesischen Patienten einem Zeitungsbericht zufolge gefesselt und wurden rund um die Uhr von Soldaten bewacht

 19.06.2026