COVID-19

Israels Schulen öffnen für einige Klassen

Israelische Schulkinder Foto: Flash90

Israel hat in der Corona-Krise mit der schrittweisen Öffnung der Schulen begonnen. An den Grundschulen wurden am Sonntag die ersten bis dritten Klassen geöffnet, wie das Erziehungsministerium mitteilte. Außerdem werden die Schüler der beiden höchsten Klassen in Israel - 11. und 12. - vor anstehenden Abiturprüfungen wieder in der Schule unterrichtet.

Den offiziellen Vorgaben zufolge dürfen sich nur bis zu 17 Schüler in einer Klasse aufhalten. Eltern und Lehrer müssen vor dem Unterricht eine Gesundheitserklärung unterzeichnen, am Schuleingang wird außerdem Fieber gemessen. Masken müssen die Schüler nur auf dem Schulweg und in den Pausen tragen. An jedem Tisch im Klassenraum soll nur ein Kind sitzen und es soll ein Sicherheitsabstand eingehalten werden.

Die anderen Schüler sollen vorerst weiterhin an Fernunterricht teilnehmen. Auch die Öffnung von Kindergärten und Krippen wird erst in einer Woche erwartet. In Israel beginnt die Arbeitswoche sonntags.

Erziehungsminister Rafi Perez beschrieb die schrittweise Öffnung der Schulen am Sonntag als »dramatische Nachricht, auch global gesehen«. Es sei gelungen, »ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen dem Willen, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen und den Anweisungen des Gesundheitsministeriums«.

Israel hatte im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zeitweise strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, aber auch Gebetshäuser, wurden geschlossen. Die Menschen durften sich ohne besonderen Grund nicht mehr als 100 Meter von zuhause entfernen.

Im vergangenen Monat hatte die Regierung allerdings damit begonnen, die Vorgaben schrittweise zu lockern. Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte, dies sei möglich, weil Israel unter den OECD-Ländern vergleichsweise gut dastehe im Umgang mit der Corona-Krise.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 16 193 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 9634 sind wieder genesen. 230 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.  dpa

Westjordanland

Smotrich will Hebron-Abkommen kündigen – Außenministerium widerspricht

Seit 1997 regelt die Vereinbarung die Teilung der Stadt. Jetzt will der Finanzminister daran rütteln.

von Sara Lemel  16.06.2026

Nahostkonflikt

Donald Trump lobt sich selbst - und tadelt Israel

Beim G7-Gipfel im französischen Evian holte der US-Präsident erneut zu einem rhetorischen Rundumschlag aus. Anstelle von Benjamin Netanjahu lobte er Syriens Präsident Ahmed Al-Scharaa

 16.06.2026

Diplomatie

Somaliland eröffnet Botschaft in Jerusalem

Es handelt sich bereits um die achte diplomatische Vertretung, die in der israelischen Hauptstadt eröffnet wurde

 16.06.2026

Interview

»Mir wurde immer wieder vorgeworfen, ich sei zu proisraelisch«

Der Schweizer Politiker und Ständerat Daniel Jositsch über die wahren Gründe für seinen Austritt aus der SP, postkoloniale Irrwege und den Antisemitismus innerhalb der Linken

von Nicole Dreyfus  16.06.2026

Nahost

Trotz des Iran-Abkommens: Hisbollah greift israelische Soldaten an

Nach Angaben der israelischen Streitkräfte feuerte die von Iran unterstützte Terrororganisation im Laufe des gestrigen Tages mehrere Geschosse auf IDF-Soldaten im Südlibanon

 16.06.2026

Jerusalem

Netanjahu: »Wir haben den Staat Israel vor der Bedrohung einer atomaren Auslöschung gerettet«

»Wir wissen nicht, was in dem Abkommen steht«, sagt der israelische Ministerpräsident. Entscheidend sei, dass es von einer glaubwürdigen militärischen Drohkulisse begleitet werde

 16.06.2026

Karlsruhe

Bekennervideo aufgetaucht: Hamas plante konkreten Anschlag in Europa

Seit Herbst letzten Jahres hatte die Bundesanwaltschaft insgesamt neun Anhänger der Hamas festnehmen lassen

 16.06.2026

In eigener Sache

Jüdische Allgemeine depubliziert Texte von Stephan-Andreas Casdorff

Die Prüfung mit spezialisierter Software legt Nahe, dass zwei Kommentare des »Tagesspiegel«-Editor-at-Large in dieser Zeitung von einer KI geschrieben wurden

 15.06.2026

Nahost

Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon

Die geplante 60-tägige Waffenruhe zwischen den USA und Iran gelte auch für den Libanon, behauptet die Terror-Miliz. Doch eine Bestätigung gibt es dafür nicht

 15.06.2026