Nahost

Israel stimmt für Abkommen mit Emiraten

Die Fahnen Israels, der Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrains auf der Stadtmauer Jerusalems Foto: Flash 90/Yonatan Sindel

Die israelische Regierung hat am Montag für das historische Annäherungsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gestimmt. Die Minister nahmen einstimmig einen Vorschlag von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an, die Vereinbarung am Donnerstag dem Parlament zur Billigung vorzulegen. Anschließend solle es noch einmal abschließend von der Regierung ratifiziert werden, hieß es in einer offiziellen Mitteilung.

VORTEILE Die Außenminister der VAE und Bahrains sowie Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatten im vergangenen Monat in Washington die Aufnahme diplomatischer Beziehungen besiegelt. Die Zeremonie fand im Beisein von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus statt. Damit unterhalten nun vier arabische Staaten, darunter auch Ägypten und Jordanien, diplomatische Beziehungen mit Israel. Die formelle Zustimmung zum Abkommen mit Bahrain steht noch aus.

Vier arabische Staaten unterhalten nun diplomatische Beziehungen mit Israel.

Netanjahu betonte am Montag die Bedeutung der Vereinbarung mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Anders als in der Vergangenheit habe Israel dafür keine Gebiete abtreten müssen, sagte er. Die Vereinbarung habe große wirtschaftliche Vorteile für beide Seiten. Außerdem habe Saudi-Arabien seinen Luftraum für Flüge aus und nach Israel geöffnet. »Dies bedeutet, dass Israel keine Sackgasse mehr ist, sondern eine zentrale Kreuzung.«

FRACHTSCHIFF Die Vereinbarung zeige die »dramatische Veränderung von Israels Stellung in der Region«. Weitere arabische Staaten seien an Abkommen mit Israel interessiert, so Netanjahu.

In der israelischen Hafenstadt Haifa sei bereits ein erstes Frachtschiff aus den Emiraten eingetroffen, berichtete die »Jerusalem Post« am Montag. Im Gegenzug für die Vereinbarung mit den Emiraten will die israelische Regierung die Ausweitung der Souveränität von Gebieten im Westjordanland aussetzen.

Nahost

Trump verkündet zehntätige Waffenruhe im Libanon

Zuvor habe es Gespräche mit Israels Premier Netanjahu und Libanons Präsidenten Aoun gegeben

 16.04.2026 Aktualisiert

Hintergrund

Hickhack um Friedensgespräche - und eine zehntägige Feuerpause

Nachdem Präsident Trump direkte Verhandlungen erzwingen wollte, setzte er sich schließlich mit einem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah durch

von Sabine Brandes  16.04.2026

Kriminalität

Großrazzien gegen Unterweltclans

Die israelische Polizei geht landesweit gegen vorwiegend arabische organisierte Verbrecherstrukturen vor

von Sabine Brandes  16.04.2026

Wetter

Hochsommer im April

Hitzewelle lässt Temperaturen in Israel auf bis zu 40 Grad steigen – Meteorologen sprechen von ungewöhnlich frühen Extremwerten

von Sabine Brandes  16.04.2026

Diplomatie

Libanons Präsident Aoun will nicht mit Netanjahu telefonieren

Eigentlich befinden sich Israel und der Libanon im Kriegszustand. Einige Zeichen deuten auf einen möglichen Durchbruch hin im Konflikt mit der Hisbollah. Aber Hürden bleiben

 16.04.2026

Studie

Israelische Forscher sehen Zusammenhang zwischen Corona-Infektion und Lungenkrebs

Das Spike-Protein des Coronavirus könnte nach Angaben der Autoren schädliche Prozesse im Lungengewebe auslösen

 16.04.2026

Gaza

Hamas bestätigt direkte Gespräche mit US-Vertreter

Erstmals seit der Waffenruhe sprechen Vertreter der Hamas und ein US-Berater direkt miteinander – doch die Fronten bleiben erwartungsgemäß verhärtet. Was fordert die palästinensische Terrororganisation, und was sind Israels Bedingungen?

 16.04.2026

Israel

Willkommen im Wahlkampf

Naftali Bennett und Gadi Eizenkot holen in Umfragen auf

von Sabine Brandes  16.04.2026

Jerusalem

Netanjahu: Israel auf mögliche Fortsetzung des Iran-Krieges vorbereitet

»Wir wollen, dass das angereicherte Material des Iran entfernt wird, und wir wollen die Beseitigung seiner Anreicherungskapazitäten im Iran«, sagt der Ministerpräsident

 16.04.2026