Krieg gegen Hamas

Israels Armee bedauert getötete Zivilisten in Gaza

Menschen suchen in Al-Maghasi nach Verschütteten Foto: picture alliance / Anadolu

Am 24. Dezember waren bei Luftangriffen in dem Flüchtlingsviertel Al-Maghasi nach Angaben der Vereinten Nationen 86 Menschen getötet worden. Den Vereinten Nationen zufolge leben in Al-Maghasi mehr als 33.000 Menschen auf einem Gebiet von 0,6 Quadratkilometer. Man arbeite daran, Schlussfolgerungen aus dem Vorfall und Lehren daraus zu ziehen, teilte ein israelischer Armeesprecher am Donnerstag mit. Die Hamas missbraucht allerdings immer wieder Zivilisten gezielt als menschliche Schutzschilde.

Brigadegeneral Omer Tischler, Stabschef der israelischen Luftwaffe drückte sein Bedauern über den Tod der Zivilisten aus. »Lassen Sie es mich deutlich sagen: Im Krieg können Fehler geschehen. So außergewöhnlich sie sein mögen, sie geschehen doch. Wir studieren sie, wir lernen von ihnen und wir werden im Ergebnis unsere Prozesse verändern«, sagte er in einer Ansprache.

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Bei den Luftschlägen am 24. Dezember hätten israelische Kampfjets »als Teil der Operationen der israelischen Armee im Gazastreifen gegen Hamas-Terrorziele zwei Ziele angegriffen, neben denen sich Hamas-Kämpfer aufhielten«, teilte die israelische Armee mit. Vor den Angriffen seien Schritte unternommen worden, um den Schaden an unbeteiligten Zivilisten in dem Gebiet zu verringern. Eine erste Untersuchung habe ergeben, dass weitere Gebäude neben den Zielen getroffen worden seien. Dies habe vermutlich »Schaden an weiteren unbeteiligten Zivilisten verursacht«. Mit dem Vorfall befasse sich nun ein besonderes Gremium innerhalb der Armee, das für die Untersuchung »außergewöhnlicher Vorfälle« zuständig sei.

Bericht über große Schäden durch falsche Munition

Der israelische Kan-Sender berichtete am Donnerstag unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Militärangehörigen, die Untersuchung habe ergeben, dass bei dem Angriff nicht die passende Munition verwendet wurde. Dies habe zu großem Schaden auch in der unmittelbaren Umgebung geführt. »Dies hätte verhindert werden können, wenn die passende Munition für den Einsatz gewählt worden wäre«, berichtete der Sender. dpa/ja

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