Israel

Air Force One startet zu erstem Testflug

Foto: Flash 90

Israels neuer Regierungsflieger Air Force One ist am Sonntag zu einem ersten Testflug gestartet. Die Boeing 767, die nicht nur dem Regierungschef, sondern auch dem Präsidenten dienen soll, flog am Vormittag vom internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv ab. Die Maschine ist in den israelischen Nationalfarben blau und weiß gehalten, am hinteren Teil prangt ein Davidstern.

Die Kosten für die Maschine werden nach Medienberichten auf bis zu 729 Millionen Schekel (umgerechnet 185 Millionen Euro) geschätzt. Der hohe Preis hatte in der Vergangenheit für heftige Kritik gesorgt. Die Maschine war vor fünf Jahren von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Auftrag gegeben worden. Von dem Unternehmen Israel Aerospace Industries (IAI) wurde sie in den vergangenen drei Jahren umgerüstet. Bisher waren für offizielle Flüge Maschinen der israelischen Fluggesellschaft El Al gemietet worden.

Nach Angaben von IAI kann die neue Maschine weite Strecken bis China und Japan im Osten oder in die USA und nach Brasilien im Westen zurücklegen, ohne zwischendurch aufzutanken. Ein hoch entwickeltes und verschlüsseltes Kommunikationssystem soll sichere Botschaften an israelische Behörden oder andere Staatschefs ermöglichen.

Bei einem ersten Rolltest für Air Foce One war es am Donnerstag Medienberichten zufolge zu einer kleinen Störung gekommen: An einem der Reifen entwickelte sich Rauch. Die Maschine habe lange gestanden und es habe sich Staub auf den Reifen angesammelt, hieß es zur Begründung des Vorfalls. Wegen der Reibung auf dem Rollfeld habe sich dann kurzfristig Rauch entwickelt. Es habe sich aber um keine echte Störung gehandelt.  dpa

Mentale Gesundheit

Die Einsamkeit wiegt am Schwersten

Fast eine Million Israelis suchten seit Kriegsbeginn Hilfe bei der psychischen Notfall-Hotline Eran

von Sabine Brandes  07.10.2026

Porträt

Nach der Musik das Essen

Der Norden war von Terror und Krieg besonders geschunden. Aber auch Absagen aus dem Ausland beendeten Shachar Bers Karriere als Drummer. Mit einer eigenen Aufstrich-Marke wagt er den Neuanfang

von Sabine Brandes  07.10.2026

Nachrichten

Massage, Kibbuz, Opposition

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kommentar

Wenn Chuzpe Leben rettet

Die bemerkenswerte Abwesenheit von Scham, Vorsicht und Selbstzweifel ist eine israelische Eigenart. Im Fall des Flydubai-Fluges half sie, eine Katastrophe zu verhindern

von Sabine Brandes  07.10.2026

Kfar Aza

»Die Angst steckt noch immer im Rucksack«

Shachar Tzuk überlebte das Hamas-Massaker. Drei Jahre später hat sie ein Zuhause, eine Verlobte und ein neues Leben – aber noch immer eine gepackte Fluchttasche

von Sabine Brandes  07.10.2026

Terror

Flydubai-Copilot wollte offenbar Tel Aviver Flughafen treffen

Was war das Ziel des mutmaßlichen Angreifers beim Flydubai-Flug nach Tel Aviv? Die Ermittlungen dazu laufen noch, doch immer mehr Informationen sickern an die Öffentlichkeit

 07.10.2026

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026

Krieg

Israels Armee hat seit Hamas-Massakern 100.000 Ziele angegriffen

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen

 07.10.2026

Jahrestag der Massaker

Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober

Drei Jahre nach den blutigen Massakern im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog findet berührende Worte. Am Abend sollen Zehntausende in Tel Aviv zusammenkommen

 07.10.2026 Aktualisiert