Taglit Birthright

Israelreisen abgesagt

Junge Juden bei einem Taglit-Birthright-Trip in Jerusalem Foto: Flash 90

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die Organisation Taglit-Birthright Israel ihre Reisen für junge jüdische Erwachsene aus der Diaspora abgesagt. Das berichtete die »Times of Israel«. Grund ist die Corona-Pandemie.

Möglicherweise können einige Gruppen dennoch vor September den jüdischen Staat besuchen. Eine Sprecherin sagte, dies könne für junge Juden aus Staaten der sogenannten Grünen Zone zutreffen, in denen das Coronavirus unter Kontrolle sei.

»Wir sind optimistisch und arbeiten daran«, sagte die Sprecherin von Taglit-Birthright Israel. Seit 21 Jahren hat die Organisation Hunderttausende junger Juden im Alter von 18 bis 26 Jahren nach Israel gebracht. Die zehntägigen Trips sind für die Teilnehmer kostenlos.

TOURISMUS Ende Mai hatte Israel an einem Treffen von Ländern teilgenommen, in denen das Coronavirus nur wenig verbreitet ist. Dabei ging es um eine Wiederöffnung von Grenzen und einem Neustart für den Tourismus nach Abflauen der Epidemie.

Die anderen teilnehmenden Länder waren Österreich, Australien, Tschechien, Dänemark, Griechenland, Neuseeland und Singapur.

Bis zur Neuaufnahme der Israelreisen bietet Taglit-Birthright virtuelle Alternativen an. ag

Kommentar

UNRWA: Fakten statt Tabus

Warum Kritik am Palästinenserhilfswerk auf Schweigen und Ablehnung stößt

von Duki Dror  12.08.2026

Tel Aviv/Gaza/Brüssel

Israel verlängert zwei EU-Missionen in Palästinensergebieten

Die EU hilft bei der Ausbildung palästinensischer Polizisten und der Überwachung des Rafah-Grenzübergangs. Beide EU-Missionen können nun aus Sicht Israels bis 2027 weitergehen

von Cindy Riechau  12.08.2026

Eskalation

Israelisches Ministerium droht mit Schließung heiliger Stätten

Kein Geld, kein Service: Weil ein Haushaltsstopp auch den Betrieb heiliger Stätten betrifft, droht das zuständige Religionsministerium in Israel mit Schließungen - wenige Wochen vor den höchsten Feiertagen

 12.08.2026

Nahost

Abbas zu Gesprächen mit Erdoğan in Ankara

Der Palästinenserpräsident will sich zwei Tage in der Türkei aufhalten. Israels Finanzminister Smotrich fordert Netanjahu auf, Abbas die Rückkehr zu verweigern

 12.08.2026

UNO

Kein Rückzug aus Siedlungen

»Wir werden nirgendwo hingehen. Die jüdischen Gemeinden werden in Judäa und Samaria bleiben«, sagt Israels UNO-Botschafter Danny Danon

 12.08.2026

Jerusalem/Caracas

Israel und Venezuela nähern sich nach 17 Jahren wieder an

Beide Staaten verständigen sich auf die Wiederaufnahme konsularischer Kontakte und die Einrichtung eines offiziellen Koordinierungskanals

 12.08.2026

Westjordanland

Israels Armee verurteilt illegale Siedlerposten innerhalb palästinensischer Dörfer

Die IDF bezeichneten die jüngsten Vorgänge in dem Gebiet als »illegal, verwerflich und inakzeptabel«. Aber tun sie etwas dagegen?

 12.08.2026

Medien

Geglaubt und geteilt

»Antisemitismus«, definierte Adorno, sei »das Gerücht über Juden«. Was ist dann dessen Verbreitung? Die ARD muss sich einer längst fälligen Debatte stellen

von Esther Schapira  11.08.2026

Social Media

Shirin David, Bill Kaulitz und die Wassermelonen-Jünger

Bei der Rapperin reicht ein »Free Palestine« für die Verbündeten, bei dem Sänger ein »Tel Aviv! Love!« für die Gegner. Ein Kommentar

von Pola Sarah Nathusius  11.08.2026