Trauer

Israelischer Soldat beigesetzt

Elchai Teharlev wurde am Donnerstag auf dem Herzlberg beigesetzt. Foto: Flash 90

Der israelische Soldat Elchai Teharlev ist am Donnerstagabend auf dem Herzlberg beigesetzt worden. Er war am selben Tag von einem palästinensischen Terroristen getötet worden, als dieser im Westjordanland mit seinem Auto auf Teharlev und einen seiner Kameraden zufuhr. Der 20-jährige Teharlev war Mitglied der Golani-Kampfeinheit. Der andere junge Mann wurde bei der Attacke leicht verletzt.

Obwohl die beiden Soldaten an der Kreuzung in der Nähe der Siedlung Ofra hinter Betonblöcken standen, konnte der Fahrer seinen Wagen in die jungen Männer fahren. Der Attentäter wurde von Sicherheitskräften festgenommen.

Seele Elchais Vater, Rabbiner Ohad Teharlev, erinnerte sich in seiner Trauerrede – während ihm Tränen über das Gesicht liefen – an die Brit Mila seines Sohnes: »Du hast nicht stillgehalten. Du hast alle Stärke schon damals in dir gehabt. Du warst uns ein lieber Sohn. Du hattest die Seele eines Künstlers.« Elchai habe Musik geliebt, Malen und Zeichnen.

Elchais Mutter Avital verabschiedete ihren Sohn mit den Worten: »Geliebter Sohn, vor fast 21 Jahren haben wir dich als Geschenk erhalten. Und nun sind wir gezwungen, dieses Geschenk zurückzugeben. Der Verlust ist riesig für unsere Familie, unsere Gemeinde, Israel und die ganze Welt.«

Auch Präsident Reuven Rivlin sandte der Familie sein Beileid und erklärte, dass Israel im andauernden Kampf um seine Sicherheit einen lieben Sohn verloren habe. »Wir werden dem Terror niemals nachgeben. Die israelische Gesellschaft ist stark, und wir müssen zusammenstehen, um unser Land zu verteidigen.« Rivlin wünschte dem Verletzten eine schnelle Genesung.

Sicherheit

Unerlaubter Pilot an Bord: Maschine muss wieder umdrehen

Weil ein indonesischer Kapitän an Bord war, wurde einem Frachtflug von Ethiopian Airlines die Landung in Israel verweigert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Krieg

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten im Film »NAZA«

Der Premier wirft den anonymen Beteiligten mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe geheimer Informationen vor

von Sabine Brandes  13.10.2026

Interview

»Wenn wir weder denken noch irgendetwas tun müssen – was machen wir dann?«

Der israelische Mathematiker Assaf Hasson warnt vor oberflächlichen Antworten, undurchsichtigen Beweisen und einer Generation, die sich zu sehr auf Künstliche Intelligenz verlässt

von Sabine Brandes  13.10.2026

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Israel

Ein Toter und 24 Verletzte bei Explosion von Blindgänger

Ein mutmaßlicher Blindgänger explodiert in Nordisrael. Es gibt ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Berichten zufolge waren Schüler und ein Lehrer in der Gegend gewandert

 12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026