Ökologie

Israelische Küste mit zwei Tonnen Mikroplastik verschmutzt

Strand von Tel Aviv Foto: imago images/Schöning

Die israelische Küste ist laut einer Studie mit mehr als zwei Tonnen Mikroplastik verschmutzt. Am stärksten belastet seien die Strände in Tel Aviv und Chadera mit fast 18.000 solchen Partikeln pro Kubikmeter, schreibt ein Team der Universität Tel Aviv im Fachblatt »Marine Pollution Bulletin«. Die Befunde seien alarmierend.

Kontakt mit Mikroplastik sei angesichts der Ergebnisse praktisch unvermeidbar, betont das Team und verweist auf Risiken sowohl für die Umwelt als auch für die menschliche Gesundheit. Quellen der Verschmutzung sind demnach Lebensmittelverpackungen, Einwegprodukte aus Plastik und Fischernetze. 

Das Team um Ines Zucker hatte den Grad der Verschmutzung entlang der Küste gemeinsam mit Israels Mittelmeer-Forschungszentrum untersucht. Dazu wurden Proben an sechs Stränden zwischen Haifa und Aschkelon entnommen. Ko-Autor Andrey Ethan Rubin sagte zu den Auswirkungen von rund zwei Tonnen Mikroplastik: »Durch Umweltbedingungen wird dieses Plastik langsam in kleinere Partikel zerlegt.«

Je kleiner diese Partikel seien, umso schwerer sei es, sie wieder aus der Umwelt zu entfernen, und desto schädlicher seien sie für die Umwelt und die menschliche Gesundheit. »Die Plastik-Partikel, die ins Meer getrieben werden, werden von Fischen verschluckt, und ihre Überreste erreichen am Ende die Menschen.«

Forscherin Zucker forderte mit Blick auf die Ergebnisse regulatorische Schritte, »um Israels Beitrag zur Verschmutzung des Mittelmeers mit Mikroplastik zu verringern«. Mikroplastik bezeichnet gewöhnlich Kunststoffteilchen mit einem Durchmesser unter fünf Millimeter.

Spannungen in Nahost

USA raten Teil des Jerusalemer Botschaftspersonals und Angehörigen, Israel zu verlassen

Die amerikanische Botschaft empfiehlt US-Bürgern, die Möglichkeit einer Ausreise zu prüfen und warnt vor weiteren Maßnahmen

 27.02.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Kotel ist für alle da

Die Klagemauer könnte in Zukunft einzig vom orthodoxen Rabbinat verwaltet werden. Was als Schutz der Heiligkeit verkauft wird, wäre ein Angriff auf religiöse Vielfalt

von Sophie Goldblum  27.02.2026

Türkei

Ehemalige israelische Soldatin in Istanbul festgenommen

Die Frau konnte erst nach diplomatischem Druck nach Hause zurückkehren

 27.02.2026

Israel

Neue Pizza-Regeln für die Luftwaffe

Soldaten sollen künftig darauf verzichten, sich Speisen direkt ins Hauptquarter liefern zu lassen. Warum?

 27.02.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  27.02.2026

Tel Aviv

Ex-Geisel Matan Angrest berichtet von Verhören und Folter durch die Hamas

Zum ersten Mal seit seiner Freilassung hat Angrest über seine Zeit in der Gewalt der Hamas gesprochen

 27.02.2026

Debatte

»Sie war mehr als froh, als alles zu Ende war«: Berlinale-Kreise: Tuttle überfordert und resigniert

Wie geht es nach Debatten um die Berlinale weiter? Eine Krisensitzung bringt nach Angaben des Kulturstaatsministers keine Entscheidung - zumindest vorerst

 26.02.2026

Politik

US-Konsulate erstmals in jüdischen Siedlungen

Die Angebote stehen im Kontext wachsender Spannungen und anhaltender Gewalt im Westjordanland

von Sabine Brandes  26.02.2026

Diplomatie

Israel und Indien vereinbaren »besondere strategische Partnerschaft«

Bislang galt für Israel: »Besondere strategische Partnerschaften« bestehen nur mit Deutschland und den USA. Jetzt wird auch die Zusammenarbeit mit Indien so eingestuft. Das hat Vorteile für beide

 26.02.2026