Jerusalem

Israelische Ehre abgelehnt

Chani Lifshitz Foto: Flash90

Zum israelischen Nationalfeiertag dürfen jedes Jahr ausgewählte Bürger des Landes anlässlich einer militärischen Zeremonie auf dem Jerusalemer Herzlberg eine Fackel entzünden. In diesem Jahr schlug Kulturministerin Miri Regev unter anderem Chani Lifshitz und ihren Mann Chezki für diese ehrenvolle Aufgabe vor.

NEPAL Die 43-jährige Lifshitz leitet seit Jahren im Auftrag der Chabad-Lubawitsch-Bewegung eine vor allem bei israelischen Touristen sehr beliebte Herberge in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu.

Doch das Fackelzünden, das dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie vorab aufgezeichnet werden soll, fällt für das Ehepaar aus. Der Grund: Ein rabbinisches Gericht der Chabad-Bewegung hat die Lifshitzens nun angewiesen, an der staatlichen Zeremonie nicht teilzunehmen. Einen Grund dafür gaben die Rabbiner nicht an.

DISTANZ Der verstorbene Gründer der Bewegung, der Lubawitscher Rebbe Menachem Mendel Schneerson, hatte einst entschieden, dass sich Mitarbeiter von Chabad nicht an staatlichen Anlässen in Israel beteiligen sollen.

»An mir liegt es nicht«, schrieb Chani Lifshitz auf ihrer Facebook-Seite. »Ich wurde gebeten, meine Teilnahme an der Feier zum Unabhängigkeitstag abzusagen, und ich kann mich nicht auf hitzige Kontroversen einlassen.« Dennoch dankte sie den Israelis für die Entscheidung, sie mit einer solchen Geste zu ehren.

Luftfahrt

Wie sicher sind Israel-Flüge?

Nach dem vereitelten Anschlag an Bord einer flydubai-Maschine werden immer mehr gravierende Sicherheitslücken bekannt

von Sabine Brandes  14.10.2026

Meldungen

Studium, Korruption, Aquädukt

Kurznachrichten aus Israel

von Sabine Brandes  14.10.2026

Reaktionen

EU kritisiert Wahlaufschub in den Palästinensergebieten

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas vertagt die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen bis in den Herbst 2027

 14.10.2026

Jahrestag der Geiselrückkehr

Schön, dass du wieder da bist!

Als ich Alon Ohel auf einer Straße in Tel Aviv sah, wollte ich ihn ansprechen – und ließ ihn weitergehen. Über Solidarität und die Kraft einer Gesellschaft

von Sabine Brandes  14.10.2026

Hamas-Terror

Ein Jahr Freiheit – doch die Narben bleiben

Vor einem Jahr war die Freude unbändig, als die letzten 20 lebenden Geiseln nach 738 Tagen in den Tunneln unter dem Gazastreifen nach Israel zurückkehrten

von Sabine Brandes  14.10.2026

Flughafen Ben Gurion

Unerlaubter Pilot an Bord: Maschine muss wieder umdrehen

Weil ein indonesischer Kapitän an Bord war, wurde einem Frachtflug von Ethiopian Airlines die Landung in Israel verweigert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Krieg

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten im Film »NAZA«

Der Premier wirft den anonymen Beteiligten mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe geheimer Informationen vor

von Sabine Brandes  13.10.2026

Interview

»Wenn wir weder denken noch irgendetwas tun müssen – was machen wir dann?«

Der israelische Mathematiker Assaf Hasson warnt vor oberflächlichen Antworten, undurchsichtigen Beweisen und einer Generation, die sich zu sehr auf Künstliche Intelligenz verlässt

von Sabine Brandes  13.10.2026

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026