Jerusalem

Israelische Ehre abgelehnt

Chani Lifshitz Foto: Flash90

Zum israelischen Nationalfeiertag dürfen jedes Jahr ausgewählte Bürger des Landes anlässlich einer militärischen Zeremonie auf dem Jerusalemer Herzlberg eine Fackel entzünden. In diesem Jahr schlug Kulturministerin Miri Regev unter anderem Chani Lifshitz und ihren Mann Chezki für diese ehrenvolle Aufgabe vor.

NEPAL Die 43-jährige Lifshitz leitet seit Jahren im Auftrag der Chabad-Lubawitsch-Bewegung eine vor allem bei israelischen Touristen sehr beliebte Herberge in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu.

Doch das Fackelzünden, das dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie vorab aufgezeichnet werden soll, fällt für das Ehepaar aus. Der Grund: Ein rabbinisches Gericht der Chabad-Bewegung hat die Lifshitzens nun angewiesen, an der staatlichen Zeremonie nicht teilzunehmen. Einen Grund dafür gaben die Rabbiner nicht an.

DISTANZ Der verstorbene Gründer der Bewegung, der Lubawitscher Rebbe Menachem Mendel Schneerson, hatte einst entschieden, dass sich Mitarbeiter von Chabad nicht an staatlichen Anlässen in Israel beteiligen sollen.

»An mir liegt es nicht«, schrieb Chani Lifshitz auf ihrer Facebook-Seite. »Ich wurde gebeten, meine Teilnahme an der Feier zum Unabhängigkeitstag abzusagen, und ich kann mich nicht auf hitzige Kontroversen einlassen.« Dennoch dankte sie den Israelis für die Entscheidung, sie mit einer solchen Geste zu ehren.

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026

Tel Aviv

Nach Unfall für tot erklärt - jetzt Mutter von drei Kindern

Eine Mutter in Israel, einst nach einem schweren Verkehrsunfall schon als verstorben gemeldet, bringt im Krankenhaus ihrer Rettung ihr drittes Kind zur Welt – mit Hilfe der eigenen Schwester

 11.09.2026

Tel Aviv/Beirut

Israel zerstört unterirdische Terrorbasis im Südlibanon

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz erklären, damit sei die Festigung der Sicherheitszone im Südlibanon abgeschlossen

 11.09.2026

Skandal

Hasswelle gegen Ex-Soldaten bringt Adidas in Bedrängnis

Shalev Biton wurde wegen seiner Teilnahme an einer Adidas-Kampagne zur Zielscheibe israelfeindlicher Aktivisten. Nun entschuldigt sich der Sportartikelhersteller

von Sabine Brandes  10.09.2026

Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

 10.09.2026

Jerusalem

Israels Nationalbibliothek errichtet Abteilung für Terrorgedenken

Der Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 gilt als traumatisches Ereignis in der israelischen Gesellschaft. Mit einer umfassenden Materialiensammlung will die Nationalbibliothek es im kulturellen Gedächtnis verankern

von Burkhard Jürgens  10.09.2026

Diplomatie

Herzog wirbt für Dreiertreffen mit Zypern und Libanon

Derzeit gibt es zwar Gespräche zwischen Vertretern Israels und dem Libanon - aber auf Botschafterebene. Ein Traum von Israels Präsident Herzog geht weiter

 10.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  10.09.2026