Nahost

Israelische Delegation zu Verhandlungen in Bahrain

Foto: Flash90

Rund eine Woche nach Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Israel und Bahrain ist eine israelische Delegation zu Verhandlungen in dem Golfkönigreich eingetroffen. Dabei handele es sich um hochrangige Vertreter, die über die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern beraten wollten, meldeten israelische Medien am Mittwoch übereinstimmend. Das israelische Außenministerium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

Der Airbus A320 der israelischen Fluggesellschaft Israir starte in Tel Aviv und landete am Vormittag auf dem Flughafen der Hauptstadt Manama, wie Daten des Internetdienstes Flightradar24 zeigten. Der Direktflug durchquerte demnach auf der mehr als zweistündigen Reise auch den Luftraum Saudi-Arabiens.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjanhu hatte am Dienstag mit dem Kronprinzen von Bahrain, Salman bin Hamad al-Chalifa, telefoniert. Netanjahu erklärte nach Angaben seines Büros anschließend, es sei ein sehr freundliches Gespräch gewesen. Dabei sei es darum gegangen, wie die Vereinbarungen zwischen beiden Staaten schnell mit Inhalt gefüllt werden könnten. »Von den praktischen Ergebnissen werden sie sehr bald hören.«

Israel sowie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrain hatten am Dienstag vergangener Woche in Washington historische Abkommen über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen unterschrieben. Von den arabischen Ländern haben bisher nur Ägypten und Jordanien diplomatische Kontakte zu Israel.

Saudi-Arabien reagierte auf die Abkommen zurückhaltend. Das Königreich hatte Anfang des Monats aber bereits seinen Luftraum für Flugverbindungen zwischen Israel und den VAE freigegeben.

In eigener Sache

Jüdische Allgemeine depubliziert Texte von Stephan-Andreas Casdorff

Die Prüfung mit spezialisierter Software legt Nahe, dass zwei Kommentare des »Tagesspiegel«-Editor-at-Large in dieser Zeitung von einer KI geschrieben wurden

 15.06.2026

Nahost

Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon

Die geplante 60-tägige Waffenruhe zwischen den USA und Iran gelte auch für den Libanon, behauptet die Terror-Miliz. Doch eine Bestätigung gibt es dafür nicht

 15.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  15.06.2026

Reisen

2,4 Millionen Israel-Flugtickets könnten storniert werden

Noch immer nehmen US-Maschinen den größten Teil des Ben-Gurion-Flughafens in Beschlag. Verkehrsministerin Regev warnt vor Schäden in Milliardenhöhe

von Sabine Brandes  15.06.2026

Rehovot

Israelis entwickeln neue Methode zur Suche nach außerirdischem Leben

Wissenschaftler des Weizmann-Instituts haben ein statistisches Analysewerkzeug entwickelt, das anhand von Molekülmustern erkennt, ob bestimmte Stoffe biologischen Ursprungs sind

 15.06.2026

Tel Aviv

Naftali Bennett: »Netanjahu kann es einfach nicht mehr«

»Er kann keine Kriege gewinnen. Er kann die Kriminalität nicht bekämpfen. Er kann die Preise nicht senken. Er kann die Ultraorthodoxen nicht in die israelische Gesellschaft integrieren«, sagt der Kandidat der Partei »Zusammen«

 15.06.2026

Kommentar

Die Welt atmet auf, viele Juden tun es nicht

Weder Hamas noch Hisbollah sind verschwunden. Das iranische Regime sitzt weiterhin in Teheran, mit derselben Ideologie, die den 7. Oktober verursacht hat

von Guy Katz  15.06.2026

Washington D.C.

Trump über Netanjahu: Er hat kein Urteilsvermögen

Der amerikanische Präsident beschwert sich über Israels jüngste Attacken auf Hisbollah-Ziele in der libanesischen Hauptstadt: »Warum musste Bibi einen verdammten Angriff durchführen?«

 15.06.2026

Palästinensische Gebiete

Abbas kündigt Präsidentschaftswahlen für 2027 an

Es wären die ersten seit 20 Jahren

 14.06.2026