Nahost

Israelische Delegation zu Verhandlungen in Bahrain

Foto: Flash90

Rund eine Woche nach Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Israel und Bahrain ist eine israelische Delegation zu Verhandlungen in dem Golfkönigreich eingetroffen. Dabei handele es sich um hochrangige Vertreter, die über die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern beraten wollten, meldeten israelische Medien am Mittwoch übereinstimmend. Das israelische Außenministerium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

Der Airbus A320 der israelischen Fluggesellschaft Israir starte in Tel Aviv und landete am Vormittag auf dem Flughafen der Hauptstadt Manama, wie Daten des Internetdienstes Flightradar24 zeigten. Der Direktflug durchquerte demnach auf der mehr als zweistündigen Reise auch den Luftraum Saudi-Arabiens.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjanhu hatte am Dienstag mit dem Kronprinzen von Bahrain, Salman bin Hamad al-Chalifa, telefoniert. Netanjahu erklärte nach Angaben seines Büros anschließend, es sei ein sehr freundliches Gespräch gewesen. Dabei sei es darum gegangen, wie die Vereinbarungen zwischen beiden Staaten schnell mit Inhalt gefüllt werden könnten. »Von den praktischen Ergebnissen werden sie sehr bald hören.«

Israel sowie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrain hatten am Dienstag vergangener Woche in Washington historische Abkommen über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen unterschrieben. Von den arabischen Ländern haben bisher nur Ägypten und Jordanien diplomatische Kontakte zu Israel.

Saudi-Arabien reagierte auf die Abkommen zurückhaltend. Das Königreich hatte Anfang des Monats aber bereits seinen Luftraum für Flugverbindungen zwischen Israel und den VAE freigegeben.

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  26.10.2026

26. Knesset

Nur noch ein Tag: Umfrage zu Israels Richtungswahl

Das Israel Democracy Institute befragte die Israelis zu ihren politischen Wünschen. Scheitert die Mehrheitsbildung, wollen die Israelis erneut wählen

von Sabine Brandes  26.10.2026

Korruptionsprozess

Der Milliardär und der Premier

Der australische Superreiche James Packer soll Benjamin Netanjahu mit Luxus versorgt haben und kaufte eine Villa nebenan – nun floss mehr als eine Millionen Dollar an den Anwalt des israelischen Ministerpräsidenten

von Sabine Brandes  26.10.2026

Ben-Gurion-Universität

Israelische Studenten entwerfen Konzepte für kleine Atomkraftwerke

Sieht so die Zukunft der Energiegewinnung aus?

 26.10.2026

Jerusalem

Herzog: Trumps Einmischung in Wahlkampf hat keinen Einfluss auf Regierungsbildung

»Ich glaube nicht, dass der Präsident der Vereinigten Staaten oder irgendjemand sonst in meinen Ermessensspielraum eingreifen kann«, sagt das israelische Staatsoberhaupt

 26.10.2026

Jerusalem

Armeechef Zamir soll Befehle von Premier Netanjahu verweigert haben

Der Ministerpräsident soll eine bislang nicht näher beschriebene Militäraktion angeordnet haben, die nach Einschätzung von Sicherheitsvertretern eine neue Konfrontation mit dem Iran auslösen könnte

 26.10.2026

Wahl in Israel

Trump wirbt erneut für Netanjahu

»Wenn ihr zur Wahl geht, denkt bitte daran, dass Bibi ein herausragender Kriegsministerpräsident gewesen ist!«, schreibt Trump auf seinem sozialen Medium Truth Social

 26.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 25.10.2026 Aktualisiert

Knessetwahl

Die Israel-Wahl in Zahlen

Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte, mehr als 12.000 Wahllokale und 450 Millionen Stimmzettel: Der Zentrale Wahlausschuss nennt Details zur Abstimmung am Dienstag

 25.10.2026