Geheimdienste

Israel weist Bericht zu Spionage am Weißen Haus zurück

Das Weiße Haus in Washington Foto: dpa

Die israelische Regierung hat einen US-Medienbericht über mögliche Spionage-Abhörtätigkeiten in der Nähe des Weißen Hauses in Washington zurückgewiesen. Das Büro von Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bezeichnete den Bericht als »unverfrorene Lüge«.

In einer Mitteilung hieß es am Donnerstag: »Es gibt eine langjährige Verpflichtung und eine Anordnung der israelischen Regierung, keine Geheimdienstoperationen in den USA auszuführen. Diese Vorgabe wird strikt umgesetzt, ohne Ausnahme.«

ABHÖRGERÄTE Die Zeitung »Politico« berichtete unter Berufung auf drei frühere US-Geheimdienstmitarbeiter, die US-Regierung sei in den vergangenen zwei Jahren zum Schluss gekommen, dass in der Nähe des Weißen Hauses entdeckte Mobilfunk-Abhörgeräte wahrscheinlich auf Israel zurückgingen.

Die Geräte sollen zum Abhören von Handygesprächen von US-Präsident Trump und dessen Umfeld gedacht gewesen.

Die Geräte imitierten die Funktion von Mobilfunkmasten und brächten Handys dazu, Informationen zu übermitteln. Sie könnten außerdem Gespräche und Daten dieser Handys aufzuzeichnen.

Politico schrieb unter Berufung auf eine der drei Quellen weiter, vermutlich seien die Geräte zum Abhören von Handygesprächen von US-Präsident Donald Trump und dessen engerem Umfelds gedacht gewesen.

Es sei unklar, ob die Bemühungen erfolgreich gewesen seien. Das Weiße Haus äußerte sich zunächst nicht zu dem Medienbericht. Trump und Netanjahu sind enge Verbündete.  dpa

Avi Gil (in Uniform), links von Benjamin Netanjahu

Explosives Interview

»Die Geiseln hätten früher zurückkehren können«

Der ehemalige Militärsekretär des Premiers, Avi Gil, erhebt schwere Vorwürfe: Warnungen vor dem 7. Oktober seien ignoriert, Abkommen aus politischen Gründen verhindert und Protokolle manipuliert worden. Netanjahu weist die Anschuldigungen zurück

von Sabine Brandes  11.10.2026

Nahost

IDF: Terrorinfrastruktur in Gaza zerstört

Israelische Armee und Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben im Gazastreifen Waffenlager, eine Raketenabschussrampe und eine Kommandozentrale zerstört. Verteidigungsminister Katz droht dem neuen Hamas-Chef

 11.10.2026

Passagiere am Flydubai-Schalter am Ben-Gurion-Flughafen Tel Aviv, 30. September

Vereitelter Terroranschlag

Flydubai-Passagiere wollen auf Hunderte Millionen klagen

Nach dem versuchten Anschlag an Bord des Fluges nach Tel Aviv bereiten Israelis Klagen gegen die Airline und möglicherweise mehrere Staaten vor

von Sabine Brandes  11.10.2026

Gesellschaft

Hamas-Massaker überschattet Israels Wahlkampf

Die meisten Israelis sehen den 7. Oktober als wichtigen Faktor für ihre Wahlentscheidung. Umfragen zeigen, dass weder Netanjahus Lager noch die Opposition die Mehrheit erhält

von Sabine Brandes  11.10.2026

Frachtschiffe vor Anker in der Straße von Hormus bei Bandar Abbas (Iran)

Nahost

Bericht: Iran kann noch immer Raketen und Drohnen produzieren

Teheran soll demnach weiterhin gut ausgestattet mit Raketen sein und schnell nachproduzieren können. Die USA sollen zudem Israel gedrängt haben, Iran erneut anzugreifen – alleine

 11.10.2026

Nahost

Der Lieberman-Plan

Soll das Westjordanland neu verwaltet werden?

von Sabine Brandes  10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

Luftfahrt

Wer kontrolliert die Flüge nach Israel?

Nach dem vereitelten Anschlag auf einen Flydubai-Flug gerät das israelische Sicherheitssystem für ausländische Airlines unter Druck

von Sabine Brandes  08.10.2026