ELES

Israel verbindet

Interreligiöse Verständigung ist eines der Ziele von ELES. Foto: Lissy Kaufmann

Tausende deutsche Stipendiaten studieren jährlich in Israel. Warum eigentlich gibt es keine Plattform, diese Studenten zu vernetzen und dabei – quasi nebenbei – auch noch den jüdisch-christlichen Dialog zu fördern, fragten sich vor einigen Monaten die Stipendiaten Liad Levy-Mousan und Elisa Koch. Der israelische Philosophie-Student mit deutsch-schweizerischen Wurzeln und die deutsche Theologiestudentin vertieften ihre Idee und setzten sie schließlich Schritt für Schritt um.

Am Mittwochabend nun hat in Jerusalem unter dem Motto »Migration mal anders, deutsche Migrant_innen in Israel« das erste Treffen deutscher Stipendiaten im Leo-Baeck-Institut stattgefunden. Initiiert wurde die Veranstaltung vom Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES), das auch Liad Levy-Mousan fördert.

netzwerke
Interreligiöse Verständigung ist eines der Ziele von ELES, das beispielsweise im Rahmen des Programms »Dialogperspektiven« jüdische, christliche, muslimische und atheistische Stipendiaten verschiedener Begabtenförderungswerke in Deutschland zusammenbringt.

Festredner Michael Krupp, deutscher Theologe, Judaist und Pionier des interreligiösen Dialogs, erzählte von seinem Leben zwischen zwei Kulturen und den deutsch-jüdischen Neuanfängen nach der Schoa: wie er 1959 zum ersten Mal als Volontär in einen Kibbuz kam, später Theologie studierte, nach Israel zog und sich für die Annäherungen an das Judentum einsetzte.

Die Teilnehmerzahl war diesmal noch gering. Doch das erste Treffen soll nur der Anfang gewesen sein. »Wir hoffen«, sagt Liad Levy-Mousan, »den Austausch dieser Art im nächsten Jahr fortsetzen zu können.«

Lesen Sie mehr über das Treffen in unserer Printausgabe am nächsten Donnerstag.

USA-Besuch

Netanjahu reist zu Gesprächen mit Trump nach Washington – Abflug verzögert sich

Der israelische Regierungschef soll gegenüber seinen Ministern erklärt haben, die US-Regierung wolle einen Abzug Israels Truppen aus dem Libanon, Syrien und Gaza. »Ich werde Nein sagen«, so der Ministerpräsident

 27.07.2026

Aufruf

Zwei Moscheen im Westjordanland angezündet – Siedler sprühen Parolen auf Moschee

In der Westbank ist es zu einer Serie mutmaßlicher Angriffe radikaler Siedler gekommen. Unterdessen forderten zahlreiche frühere Vertreter von Armee und Geheimdiensten Trump auf, gegenüber Netanjahu das Thema anzusprechen

 27.07.2026

Jerusalem

Netanjahu wirft Mamdani Hetze gegen Juden vor

Die Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters über Israel schürten Hass, spalteten die Stadt spalten und trügen dazu bei, dass sich viele jüdische Einwohner nicht mehr sicher fühlten

 27.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  26.07.2026

Meinung

Wo ist der Geist von Sarajevo?

Auch in Deutschland rufen Vertreter der bosnischen Diaspora zunehmend nach harten Sanktionen gegen Israel und scheuen den Dialog mit den jüdischen Gemeinden hier. Das war schon einmal anders

von Marc Simon  24.07.2026

Tel Aviv

Deutschlands neuer Botschafter in Israel stellt sich auf Instagram vor

Alexander Graf Lambsdorff übernimmt die deutsche Vertretung in Israel. In einer Videobotschaft betont der frühere Moskau-Botschafter die enge Zusammenarbeit beider Nationen

 24.07.2026

Wissenschaft

Israelische Forscher entdecken einzigartiges Immunsystem bei Seeanemonen

Die beteiligten Wissenschaftler hoffen, dass ihre Ergebnisse langfristig zum Schutz von Korallenriffen beitragen könnten

 24.07.2026

Jerusalem

Likud-Abgeordneter verärgert Netanjahu mit behauptetem Angriff auf Iran

Das Likud-Mitglied Moshe Saada sagte in einem Interview: »Jeder weiß, dass wir kurz vor einem Angriff auf den Iran stehen – vielleicht sogar schon an diesem Wochenende.«

 24.07.2026

Meinung

Wenn der »Spiegel« mit der Hamas kuschelt

Die Hamas verkündet, einen Nachfolger für Yahya Sinwar gefunden zu haben. Für das große deutsche Nachrichtenmagazin Grund, eine Runde Sympathie und Mitgefühl zu spendieren

von Sophie Albers Ben Chamo  23.07.2026