Mode

Israel verbietet Pelzhandel

Foto: imago images / Panthermedia

Israel verbietet den Verkauf von Pelzen in der Modebranche. »Die Pelzindustrie verursacht den Tod von Millionen Tieren weltweit und verursacht unbeschreibliche Grausamkeiten und Leiden«, sagte Übergangsumweltministerin Gila Gamliel laut örtlichen Medienberichten am Mittwoch nach Unterzeichnung einer entsprechenden Gesetzesänderung.

Von dem Verbot, das in sechs Monaten in Kraft tritt, ausgenommen sind Felle für wissenschaftliche Forschung, Bildung, religiöse Zwecke und Tradition.

sondergenehmigungen Die Zuständigkeit für den Import und Export von Fellen wilder Tiere unterliegt der israelischen Natur- und Parkbehörde, die auch weiterhin Sondergenehmigungen erteilen dürfe. Zu den Ausnahmen zählt unter anderem der Strejmel, die traditionelle Kopfbedeckung streng religiöser Juden. Diese gehören zu den Hauptkunden der Pelzindustrie in Israel. Frühere Versuche, den Verkauf von Pelzen gesetzlich zu verbieten, scheiterten am Widerstand streng religiöser Parteien.

Tierrechtsorganisationen wie »Animals Now« und »Peta« begrüßten das Verbot laut Berichten als »historischen Meilenstein«. Das Töten von Tieren für Pelze müsse weltweit verboten werden. Peta forderte die Schließung von Pelzfarmen auch vor dem Hintergrund des Coronavirus.

In mehreren Ländern, darunter Dänemark, Niederlande und Polen, war das Virus einschließlich Mutationen in Nerzfarmen ausgebrochen. Millionen Tiere wurden getötet. Kranke und gestresste Tiere, unter unhygienischen Bedingungen zusammenzupferchen, schaffe den idealen Nährboden für tödliche Krankheiten, so Peta laut Bericht. kna/ja

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  28.04.2026 Aktualisiert

Israel

Gefängnis fürs Grillen

Mehr Strafen für Verstöße gegen »religiöse Disziplin«

von Sabine Brandes  28.04.2026

Nahost

Sa’ar: Israel hat »keine territorialen Ambitionen im Libanon«

Israels rechtsextremer Finanzminister Smotrich hat kürzlich gefordert, Israels neue Grenze im Norden müsse ein Fluss im Libanon sein. Israels Außenminister widerspricht.

 28.04.2026

Kommentar

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Die Sozialdemokraten sollten sich nicht an Zohran Mamdani oder Pedro Sánchez orientieren, sondern an einer alten Wahrheit von Bill Clinton

von Stefan Laurin  28.04.2026

Diplomatischer Konflikt

Streit um russisches Schiff in Haifa: Ukraine bestellt Israels Botschafter ein

Der ukrainische Außenminister Sybiha beschwert sich über »illegalen Handel mit gestohlenem ukrainischem Getreide«. Sein israelischer Kollege Sa’ar weist dies zurück, kündigt aber eine Prüfung an

 28.04.2026

Jerusalem

Neue Allianz von Lapid und Bennett knapp vor Likud

Trotz des Vorsprungs würde sich an den politischen Machtverhältnissen insgesamt kaum etwas ändern

 28.04.2026

Tel Aviv

Generalstabschef warnt vor Disziplinverlust in der Armee

Eyal Zamir spricht in Zusammenhang mit dem Fehlverhalten einiger Soldaten von einem »offenen Widerspruch zu den Grundsätzen der Streitkräfte«

 28.04.2026

Krieg

IDF greift Hisbollah-Ziele im Libanon an

Die Terror-Miliz hatte zuvor israelische Soldaten angegriffen

 27.04.2026

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026