Mode

Israel verbietet Pelzhandel

Foto: imago images / Panthermedia

Israel verbietet den Verkauf von Pelzen in der Modebranche. »Die Pelzindustrie verursacht den Tod von Millionen Tieren weltweit und verursacht unbeschreibliche Grausamkeiten und Leiden«, sagte Übergangsumweltministerin Gila Gamliel laut örtlichen Medienberichten am Mittwoch nach Unterzeichnung einer entsprechenden Gesetzesänderung.

Von dem Verbot, das in sechs Monaten in Kraft tritt, ausgenommen sind Felle für wissenschaftliche Forschung, Bildung, religiöse Zwecke und Tradition.

sondergenehmigungen Die Zuständigkeit für den Import und Export von Fellen wilder Tiere unterliegt der israelischen Natur- und Parkbehörde, die auch weiterhin Sondergenehmigungen erteilen dürfe. Zu den Ausnahmen zählt unter anderem der Strejmel, die traditionelle Kopfbedeckung streng religiöser Juden. Diese gehören zu den Hauptkunden der Pelzindustrie in Israel. Frühere Versuche, den Verkauf von Pelzen gesetzlich zu verbieten, scheiterten am Widerstand streng religiöser Parteien.

Tierrechtsorganisationen wie »Animals Now« und »Peta« begrüßten das Verbot laut Berichten als »historischen Meilenstein«. Das Töten von Tieren für Pelze müsse weltweit verboten werden. Peta forderte die Schließung von Pelzfarmen auch vor dem Hintergrund des Coronavirus.

In mehreren Ländern, darunter Dänemark, Niederlande und Polen, war das Virus einschließlich Mutationen in Nerzfarmen ausgebrochen. Millionen Tiere wurden getötet. Kranke und gestresste Tiere, unter unhygienischen Bedingungen zusammenzupferchen, schaffe den idealen Nährboden für tödliche Krankheiten, so Peta laut Bericht. kna/ja

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