Nahost

Israel und Libanon sprechen über Landgrenze

Die libanesisch-israelische Grenze Foto: picture alliance / Anadolu

Israel und der Libanon wollen nach Angaben Israels über mehrere Streitthemen wie ihre Landgrenze sprechen. Außerdem soll es um die fünf strategischen Punkte gehen, an denen Israels Armee im Libanon trotz Waffenruhe weiterhin stationiert ist, sowie um von Israel festgenommene Libanesen, wie das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mitteilte.

Vertreter aus Israel, den USA, Frankreich und dem Libanon hätten sich dazu in der libanesischen Stadt Nakura getroffen. Dabei sei die Einrichtung dreier gemeinsamer Arbeitsgruppen vereinbart worden, um die Themen anzugehen, hieß es. Ziel sei die Stabilisierung der Region.

Die stellvertretende US-Sondergesandte erklärte dazu: »Wir freuen uns darauf, diese von Diplomaten geführten Arbeitsgruppen schnell einzuberufen, um offene Fragen zu lösen, zusammen mit unseren internationalen Partnern.«

Lesen Sie auch

Häftlinge freigelassen

In Abstimmung mit den Vereinigten Staaten und als Geste gegenüber dem neuen libanesischen Präsidenten Joseph Aoun habe sich Israel dazu bereit erklärt, fünf libanesische Häftlinge freizulassen, hieß es. Vier der Gefangenen, die während des Krieges von Israel festgenommen wurden, seien im Libanon angekommen, bestätigte das Büro des libanesischen Präsidenten Joseph Aoun auf X. Die fünfte Person solle heute übergeben werden.

Im Krieg zwischen der libanesischen Hisbollah-Miliz und Israel gilt seit November eine Waffenruhe. Die libanesische Führung wertet den Verbleib israelischer Truppen an fünf strategischen Punkten als Verstoß gegen die Vereinbarung. Die Terrororganisation Hisbollah, die Israel vom 8. Oktober 2023 an anderthalb Jahre lang täglich angegriffen hatte, hätte sich derweil laut einer UNO-Resolution schon 2006 von der Grenze zurückziehen müssen, was nie geschah.

Das nun geltende Waffenruhe-Abkommen sieht Berichten zufolge auch Verhandlungen über die umstrittene, sogenannte Blaue Linie an der Grenze vor. dpa/ja

Krieg

Medien: Trump fordert von Israel Verzicht auf Gegenschläge

Der US-Präsident fordert zugleich den Iran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ein Abkommen abzuschließen

 07.06.2026

Krieg

Iran bricht die Waffenruhe und feuert Raketen auf Israel

Was bislang bekannt ist

 07.06.2026 Aktualisiert

Diplomatie

Israel soll US-Unterhändler ausspioniert haben

Nach einem Bericht der New York Times sollen israelische Dienste amerikanische Spitzenbeamte ins Visier genommen haben – darunter den Sondergesandten Steve Witkoff

von Sabine Brandes  07.06.2026

Kommentar

Der alte Hass trägt heute Palästinaflaggen

Wie der kulturelle Boykott Israels die Ausgrenzung von Juden normalisiert

von Sarah Maria Sander  07.06.2026

Gesellschaft

Haredi-Attacken werden immer gewalttätiger

Streit um die Wehrpflicht ultraorthodoxer Juden eskaliert weiter: Neue Ausschreitungen in Jerusalem und Beit Schemesch

von Sabine Brandes  07.06.2026

Israel

Ein Toter, sechs Verletzte bei Anschlag

Ein Angreifer schießt an mehreren Orten im Zentrum das Landes auf Zivilisten. Bei dem Täter soll es sich um einen israelischen Araber handeln

von Sabine Brandes  07.06.2026 Aktualisiert

Meinung

Libanon: Zwischen Anschein und Wirklichkeit

Wer den aktuellen Konflikt verstehen will, darf den Zedernstaat nicht als tragisches Opfer Israels lesen

von Jacques Abramowicz  07.06.2026

Griechenland

Mutmaßliches Hamas-Mitglied auf Kreta festgenommen

Der Verdächtige soll Verbindungen zu zwei kürzlich auf Zypern festgenommenen Palästinensern haben

 07.06.2026

Medien

Israelischer Journalist erstmals im libanesischen TV

Ravid sprach über die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah sowie über Bemühungen um eine dauerhafte Waffenruhe

 07.06.2026