Nahost

Israel öffnet Gaza-Grenzübergang für Arbeiter wieder

Palästinensische Beamte in Bei Hanoun überprüfen die Identität von Arbeitern, die über den Eres-Grenzübergang nach Israel einreisen wollen. Foto: IMAGO/ZUMA Wire

Aufgrund einer leichten Entspannung der Sicherheitslage hat Israel am Dienstag die Einreise für Arbeiter und Händler aus dem Gazastreifen wieder erlaubt. Der Grenzübergang Eres war am Sonntag nach mehreren Raketenangriffen von Palästinensern geschlossen worden.

Die Öffnung des Grenzübergangs und andere zivile Maßnahmen blieben abhängig von einer anhaltend stabilen Sicherheitslage, teilte die zuständige israelische Behörde am Montagabend mit. Vor der Schließung waren täglich rund 12.000 Palästinenser aus dem Gazastreifen zum Arbeiten nach Israel gekommen.

Palästinensische Terroristen hatten in der Nacht zu Samstag erneut Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert. Zuvor hatte es am Freitag wieder Konfrontationen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften auf dem Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt gegeben.

HAMAS Rund zwei Millionen Einwohner leben unter schlechten Bedingungen im Gazastreifen am Mittelmeer, der von der Terrororganisation Hamas regiert wird. In den vergangenen Monaten hatte Israel Tausende von Arbeitsgenehmigungen an Arbeiter aus dem Gazastreifen ausgegeben, um die Lage in dem blockierten Gebiet zu verbessern.

Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die Macht an sich gerissen. Israel verschärfte daraufhin eine Blockade des Gebiets, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Staaten begründen die Maßnahme mit Sicherheitsinteressen. dpa

Nachrichten

Erfrischung, Iran, Design

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  24.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  24.06.2026

Nachruf

Der Mann, der die Farben bewegte

Yaacov Agam, Israels wohl berühmtester Künstler, ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Bekannt wurde der Pionier der kinetischen Kunst vor allem durch seinen Brunnen auf dem Dizengoff-Platz in Tel Aviv

von Sabine Brandes  24.06.2026

Jerusalem

Schin Bet ermittelt wegen Betäubungsmitteln in Babynahrung

Seit einer Woche versuchen das israelische Gesundheitsministerium und die Polizei zu ergründen, wie Sedative in Babynahrung landen konnten. Jetzt ist auch der Inlandsgeheimdienst beteiligt

 24.06.2026

Massaker des 7. Oktobers

»Ich stehe hier nicht als Statistik, ich bin Überlebende«

Ilana Gritzewsky, ehemalige Geisel in Gaza und Überlebende sexualisierter Gewalt, sprach vor dem UN-Menschenrechtsrat

von Sabine Brandes  24.06.2026

Wahlkampf

»Neuer Gesellschaftsvertrag«: Bennett stellt Reformprogramm vor

Ein Schwerpunkt seines Plans liegt im Bildungsbereich. Bennett fordert ein System, das sich am Niveau privater Schulen orientiert, aber öffentlich finanziert bleibt

 24.06.2026

Genf/Jerusalem

Neuer UN-Bericht beschuldigt Israel schwer – Jerusalem weist Vorwürfe entschieden zurück

Der UNHRC bezichtigt den jüdischen Staat schwerer Verstöße bis hin zu einem angeblichen Völkermord. Die Israelis wehren sich

 24.06.2026

Israel

Schönheit mit Narben

Designer entwerfen Kleidung für kriegsversehrte Soldaten, um im öffentlichen Raum auf ihre Schicksale aufmerksam zu machen. Zu Besuch bei einer Modenschau in Tel Aviv

von Sabine Brandes  23.06.2026

Terrorgefahr

Schin Bet warnt vor möglichem Angriff auf Eilat im Stil des 7. Oktobers 

Der Chef des Inlandsgeheimdienstes soll führende Mitarbeiter der Behörde angewiesen haben, mögliche Angriffsszenarien für die Hafenstadt im Süden zu untersuchen

 23.06.2026