Israel/Gaza

Israel kündigt Erhöhung des militärischen Drucks auf Hamas an

Generalstabschef Herzi Halevi Foto: copyright (c) Flash90 2023

Israels Armee will den militärischen Druck auf die Hamas zum 100. Tag des Krieges im Gazastreifen weiter erhöhen. Das kündigte der israelische Generalstabschef Herzi Halevi am Samstag an. Beabsichtigt sei »Druck, der zur Zerschlagung der Hamas und zur Rückkehr der Geiseln führt«, sagte er.

An diesem Sonntag dauert der von der palästinensischen Terrororganisation begonnene Krieg in dem Küstengebiet am Mittelmeer 100 Tage an.

Nur aufgrund des militärischen Drucks sei es im November gelungen, viele Geiseln freizubekommen, sagte Halevi am Samstag. Damals waren 105 Geiseln gegen mehr als doppelt so viele palästinensische Gefängnisinsassen ausgetauscht worden.

»Entschlossen und beharrlich«

Die Hamas-Führung setze ihre Hoffnungen auf einen Waffenstillstand »und ist überzeugt, dass dieser Moment nahe ist«, sagte Halevi. Man werde weiterhin »entschlossen und beharrlich« sein. »Um die Hamas zu zerschlagen, ist Geduld notwendig und unerlässlich«, sagte der Generalstabschef.

Er ging auch auf die andauernden Konfrontationen mit der Hisbollah im Libanon ein, die mit der Hamas verbündet ist. »Das Gebiet im Südlibanon ist ein Kampfgebiet, und das wird es auch bleiben, solange die Hisbollah von dort aus operiert«, sagte Halevi. »Die Hisbollah riskiert, den gesamten Libanon in ein Kampfgebiet zu verwandeln - und dies zu einem hohen Preis«, warnte er. dpa

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Sensationsfund in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  01.07.2026

Libanon

Erster Schritt zum Frieden?

Jerusalem und Beirut begrüßen das überraschende Abkommen. Die Terrormiliz Hisbollah weist es entschieden zurück

von Sabine Brandes  01.07.2026

Israel

»Ich habe ein bisschen abgenommen«

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird in einem Interview gefragt, wie der 7. Oktober ihn persönlich verändert habe. Seine Antwort sorgt für heftige Kritik von der Opposition

 01.07.2026

Jerusalem

Israelische Polizei nimmt mutmaßlichen Iran-Spion fest

Der 20-jährige US-Bürger soll gegen Geld Ziele für das Mullah-Regime ausgespäht haben

 01.07.2026

Libanon

Hisbollah: Netanjahu befiehlt Zerstörung der Terrorinfrastruktur

Israels Ministerpräsident weist die Armee an, alle ober- und unterirdischen Anlagen der Hisbollah im Südlibanon zu zerstören. Einen Truppenrückzug schließt er vorerst aus

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Folgen des 7. Oktober

Israel tötet Peiniger von Rom Braslavski

Rund zwei Jahre lang wurde der Deutsch-Israeli von Terroristen des Islamischen Dschihad gequält. Als er von der Tötung »Abu Yusufs« hört, bricht er in Tränen aus

 30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Internationales Rotes Kreuz

Knesset lehnt Gesetz zum Besuchsverbot für Häftlinge ab

Sicherheitsminister Ben-Gvir wollte den Zugang zu palästinensischen Sicherheitsgefangenen verwehren, doch der Gesetzentwurf scheitert an Stimmen der eigenen Koalition

von Sabine Brandes  30.06.2026