Reaktion

Israel reagiert auf Jemens Raketenangriffe

Israel im Visier: Huthi-Terroristen im Jemen (Archiv. Foto: picture alliance/dpa

Als Reaktion auf den Raketenangriff auf dem Gelände des Flughafens von Tel Aviv hat Israels Militär Stellungen der Huthi-Terroristen im Jemen angegriffen. Diese Infrastruktur der Huthi stelle für die Terrormiliz eine wichtige Einnahmequelle dar, teilte Israels Armee mit.

Der Hafen von Hudaida im Westen des Landes werde etwa für den Transport iranischer Waffen genutzt. Zudem sei eine Betonfabrik östlich der Stadt angegriffen worden, die die Miliz für den Bau militärischer Infrastruktur nutze. Der Angriff schwäche die Wirtschaft und die Fähigkeiten zur militärischen Aufrüstung der Huthi.

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Dutzende Ziele seien angegriffen worden, hieß es vom Militär. Etwa 20 Kampfjets seien im Einsatz gewesen. 50 Munitionsladungen seien abgeworfen worden. Hudaida liegt an der Küste des Roten Meeres, gut 2000 Kilometer von Israel entfernt.

Die Angriffe seien eine Reaktion auf die wiederholten Angriffe der jemenitischen Miliz auf israelisches Gebiet mit Raketen und Drohnen, so die Armee weiter. An drei aufeinanderfolgenden Tagen hatten die Huthi ballistische Raketen auf Israel gefeuert, wobei eine am Sonntag auf dem Gelände des Tel Aviver Flughafens Ben Gurion in Israel einschlug - in einer Baumgruppe nahe einer Zufahrtsstraße in der Nähe des Hauptterminals 3, einige hundert Meter vom Kontrollturm der Anlage entfernt. Die Rakete riss einen breiten Krater in den Boden in der Nähe eines Flughafenparkplatzes.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz drohte danach den Huthi, »siebenfach zurückzuschlagen«. Die Huthi selbst drohten, den Flugverkehr nach Israel weiter stören zu wollen. Die meisten internationalen Fluggesellschaften haben ihre Flüge ausgesetzt.

Die Nachrichtenseite »ynet« berichtete, der großangelegte Angriff am Abend sei in Abstimmung mit den USA erfolgt.

Der Huthi-nahe TV-Sender Al-Masirah berichtete von Angriffen der USA und Israel auf den Hafen in Hudaida. Die zudem angegriffene Zementfabrik liegt etwa 50 Kilometer östlich von Hudaida in der Stadt Badschil.

Internationale Schifffahrt im Roten Meer schützen

Augenzeugen in Badschil berichteten der dpa, heftige Explosionen hätten die Stadt erschüttert. Über der Fabrik seien Rauch und Flammen aufgestiegen. Krankenwagen seien in Richtung der Fabrik gerast. Bei dem Angriff auf die Zementfabrik seien 21 Menschen verletzt worden, berichtete die jemenitische Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf das von den Huthi-kontrollierte Gesundheitsministerium.

Die israelischen Angriffe würden dazu führen, dass die Huthi »den Pool an Angriffszielen« in Israel erweitern werden, hieß es von einem Sprecher der Miliz. Israel werde schwächer sein als ein Spinnennetz.

Das US-Militär greift bereits seit Monaten Ziele der Huthi-Terroristen im Jemen an mit dem erklärten Ziel, die internationale Schifffahrt im Roten Meer zu schützen. Die Huthi greifen dort immer wieder Handels- und Militärschiffe an und wollen diese Attacken erst bei einem Ende des Gaza-Kriegs zwischen Israel und der ebenfalls vom Iran unterstützten Terrororganisation Hamas beenden. Israels Armee hatte seit rund vier Monaten selbst keine Ziele im Jemen mehr angegriffen.

Dutzende Raketenangriffe auf Israel

Dies war der sechste israelische Luftangriff auf die Huthi seit Juli 2024, nachdem die Proxy-Miliz des Iran im Laufe des aus dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 resultierenden Krieges Dutzende Angriffe auf Israel und den Seeverkehr verübt hat. Der politische Slogan der Miliz enthält die Worte »Tod für Amerika, Tod für Israel und Fluch über die Juden«.

Im Jemen läuft seit zehn Jahren ein Bürgerkrieg, das Land ist faktisch gespalten. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz kontrolliert große Gebiete im Norden samt der Hauptstadt Sanaa und der Hafenstadt Hudaida, die international anerkannte Regierung den Süden. mit ja

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