Golanhöhen

Israel beschießt versehentlich Zivilflugzeug

Bei der Maschine handelte es sich um ein Leichtflugzeug, wie es auch zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt wird (Symbolfoto). Foto: Flash 90

Israels Armee hat nach eigenen Angaben aus Versehen ein israelisches Zivilflugzeug im Grenzgebiet zu Syrien beschossen. Nach einem Medienbericht handelte es sich dabei um eine kleine Propellermaschine.

Soldaten auf den Golanhöhen hätten die Maschine als feindliches Flugzeug identifiziert, das von Syrien in den israelischen Luftraum eindringt »und damit eine unmittelbare Bedrohung darstellt«, sagte eine Armeesprecherin am Donnerstag. Deshalb hätten sie auf das Flugzeug geschossen. »Als sie festgestellt haben, dass es sich um ein israelisches Zivilflugzeug handelt, haben sie das Feuer eingestellt.«

schäden Berichte über Schäden oder Verletzte seien ihr nicht bekannt. »Dies ist ein ernst zu nehmender Vorfall, der untersucht wird«, sagte die Sprecherin.

Nach einem Bericht der Nachrichtenseite »ynet« wurde eine der Tragflächen des Leichtflugzeugs bei dem Vorfall am Mittwoch getroffen. Das Flugzeug habe daraufhin Treibstoff verloren. Der Pilot habe sich auf einem genehmigten Flug befunden, um Fotos zu machen. »Es fehlten nur eineinhalb Meter zu einer Tragödie«, zitierte »ynet« den Piloten.  dpa

Die iranische Atomanlage Fordo vor den amerikanischen Angriffen

Iranisches Atomprogramm

Fordo: Der Mossad war da

Yossi Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021. Unter seiner Ära hätten israelische Spione die iranische Atomanlage Fordo mehrmals in Augenschein genommen

 12.08.2026

Israel

Tel Aviv bekommt offiziell einen »Geiselplatz«

Der Platz vor dem Kunstmuseum der israelischen Metropole wurde zum Sammelort für alle, die ihre Solidarität mit den Geiseln in Gaza ausdrücken wollten. An diese dramatische Zeit soll nun seine offizielle Umbenennung erinnern

von Andrea Krogmann  12.08.2026

Kommentar

UNRWA: Fakten statt Tabus

Warum Kritik am Palästinenserhilfswerk auf Schweigen und Ablehnung stößt

von Duki Dror  12.08.2026

Tel Aviv/Gaza/Brüssel

Israel verlängert zwei EU-Missionen in Palästinensergebieten

Die EU hilft bei der Ausbildung palästinensischer Polizisten und der Überwachung des Rafah-Grenzübergangs. Beide EU-Missionen können nun aus Sicht Israels bis 2027 weitergehen

von Cindy Riechau  12.08.2026

Eskalation

Israelisches Ministerium droht mit Schließung heiliger Stätten

Kein Geld, kein Service: Weil ein Haushaltsstopp auch den Betrieb heiliger Stätten betrifft, droht das zuständige Religionsministerium in Israel mit Schließungen - wenige Wochen vor den höchsten Feiertagen

 12.08.2026

Nahost

Abbas zu Gesprächen mit Erdoğan in Ankara

Der Palästinenserpräsident will sich zwei Tage in der Türkei aufhalten. Israels Finanzminister Smotrich fordert Netanjahu auf, Abbas die Rückkehr zu verweigern

 12.08.2026

UNO

Kein Rückzug aus Siedlungen

»Wir werden nirgendwo hingehen. Die jüdischen Gemeinden werden in Judäa und Samaria bleiben«, sagt Israels UNO-Botschafter Danny Danon

 12.08.2026

Jerusalem/Caracas

Israel und Venezuela nähern sich nach 17 Jahren wieder an

Beide Staaten verständigen sich auf die Wiederaufnahme konsularischer Kontakte und die Einrichtung eines offiziellen Koordinierungskanals

 12.08.2026

Westjordanland

Israels Armee verurteilt illegale Siedlerposten innerhalb palästinensischer Dörfer

Die IDF bezeichneten die jüngsten Vorgänge in dem Gebiet als »illegal, verwerflich und inakzeptabel«. Aber tun sie etwas dagegen?

 12.08.2026