Rotes Meer

Irans Sicherheitsrat trifft Huthi-Rebellen

Huthi-Rebellen halten Anfang Dezember eine Propalästina-Demo ab. Die Islamisten werden vom Iran unterstützt Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Irans Sicherheitsrat hat inmitten der Spannungen im Roten Meer den Sprecher der militanten Huthi-Rebellen aus dem Jemen empfangen. Bei dem Treffen kamen am Sonntag der Vorsitzende des Rats, Konteradmiral Ali Akbar Ahmadian, und Huthi-Sprecher Mohammed Abdel Salam zusammen, wie Irans Staatsagentur Irna am Montag auf Telegram berichtete. In den Gesprächen ging es demnach um »gemeinsame Interessen und regionale Sicherheitsfragen«. Laut dem Webportal »Iran Nuances« fand das Treffen in der Hauptstadt Teheran statt.

Ahmadian vertritt im Sicherheitsrat als Generalsekretär die Interessen des iranischen Religionsführers und Staatsoberhaupts Ali Chamenei, der in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat. Der Rat kann Entscheidungen auch ohne Zustimmung des Parlaments treffen, die nach Zustimmung durch Chamenei final sind.

Huthis greifen dänischen Frachter an

Das zuständige US-Regionalkommando teilte auf der Plattform X, vormals Twitter, mit, am Sonntag sei das US-Militär einem dänischen Containerschiff zu Hilfe gekommen, das von den Huthis angegriffen wurde. Die proiranische Gruppe habe das Schiff von vier kleinen Booten aus mit Kleinwaffen angegriffen, sich bis zu 20 Meter genähert und probiert, auf das Schiff zu gelangen. Ein Sicherheitsteam an Bord habe das Feuer erwidert. US-Kräfte seien eingeschritten, selbst attackiert worden und hätten schließlich mehrere der Rebellen getötet.

Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen sind vermehrt Schiffe im Roten Meer von den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen angegriffen worden. Die USA werfen der Islamischen Republik vor, in die Planung der Angriffe verwickelt zu sein. Teheran weist die Vorwürfe zurück. dpa

Diplomatie

Frankreich verbietet Bezalel Smotrich die Einreise

Wegen der Siedlungspolitik im Westjordanland verhängt Frankreich Sanktionen gegen extremistische Siedler – und untersagt Israels Finanzminister Smotrich die Einreise

 09.06.2026

Krieg

Hisbollah-Terrorist dringt nach Israel ein

Ein bewaffneter Hisbollah-Kämpfer dringt nach Israel ein und eröffnet das Feuer. Die Armee reagiert sofort – das Gebiet bleibt weiter unter Beobachtung

 09.06.2026

USAID

US-Behörde erhebt Terrorvorwürfe gegen UNRWA-Mitarbeiter

Erneut werden Vorwürfe gegen 101 weitere Mitarbeiter des UN-Hilfswerks für die Palästinenser in Gaza erhoben. Sie sollen militante Hamas-Mitglieder sein, sagt USAID. UNRWA hatte entsprechende Vorwürfe in der Vergangenheit dementiert

von Andrea Krogmann  09.06.2026

Interview

»Selbst ernannte progressive Linke haben offenbar das völkische Denken gelernt. Das ist alles so absurd«

Der Kabarettist Dieter Nuhr über den Erhalt des Leo-Baeck-Preises, Solidarität mit Israel und Kritik an seiner Person

von Detlef David Kauschke  09.06.2026

New York/The Hague

Israel fordert Aufhebung von Haftbefehl gegen Netanjahu

Die Suspendierung des ICC-Chefanklägers Karim Khans beweise, »dass diese Institution bis ins Mark verdorben ist«, schreibt der israelische UN-Botschafter Danny Danon

 09.06.2026

Israel

Regierung lockt Lehrer mit hohen Prämien in Grenzregion zum Gazastreifen

Bildungsminister Joav Kisch: »Ein neues Klassenzimmer kann innerhalb weniger Monate gebaut werden. Der Aufbau einer Bildungsgemeinschaft dauert Jahre.«

 09.06.2026

Justiz

Sexuelles Fehlverhalten: ICC-Chefankläger Karim Khan nach Untersuchungen suspendiert

Das Gericht hat nach einer 18-monatigen Untersuchung der Vorwürfe entschieden, dass Khan sich eines schweren Fehlverhaltens schuldig gemacht hat

 09.06.2026

Israel

Nach Raketenangriffen: Schulen nehmen Unterricht wieder auf

Die kurzfristige Schließung der Bildungseinrichtungen am Montag hatte für Ärger und Beschwerden gesorgt, da Eltern innerhalb weniger Stunden eine Betreuung für ihre Kinder hatten organisieren müssen

 09.06.2026

Nahost

Stopp in letzter Minute

Medienberichte: US-Präsident Trump hielt Premier Netanjahu von größerem Iran-Angriff ab

 09.06.2026