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Insekten, Deal, Hilfe

Gefräßig: die Formosan-Termite Foto: Getty Images

Insekten
Eines der problematischsten invasiven Insekten der Welt ist in Israel aufgetaucht: die Formosan-Termite (Coptotermes formosanus). Sie nistet sich in lebendem und totem Holz ein. Zum ersten Mal identifiziert wurde sie vor Kurzem in Petach Tikwa. Das Umweltministerium will so schnell wie möglich alle Termitenkolonien auffinden und sie davon abhalten, sich auf andere Gegenden auszubreiten. Noch ist nicht klar, wie der Schädling, der aus Südostasien stammt, ins Land kam. Er gilt als »Super-Termite«, deren Fress- und Fortpflanzungsfähigkeiten die aller anderen Termiten weit übersteigen. Eine Kolonie kann aus vielen Millionen Insekten bestehen. Sie können ganze Gebäudestrukturen zum Einsturz bringen und sogar Eisenbahnschienen und unterirdische Kommunikations- und Elektrizitätsleitungen zerstören.

Name
Ein Urteil sorgt für Wut. Richter George Amorai aus Beer Sheva hatte einem Mann das Recht auf Anonymität zugestanden, der kurz zuvor seiner Frau 20 Messerstiche zugefügt und sie mit einem Nudelholz geschlagen hatte, während ihr zweijähriger Sohn dabei zusehen musste. Die Polizei gab an, dass sie Einspruch gegen das Urteil einlegen werde. Die Frau, Shira, die die Tat überlebte, will, dass der Name veröffentlicht wird, »damit alle wissen, was er getan hat«. Der Richter hatte das Argument des Täters akzeptiert, es sei »so leicht, den Ruf und eine 45-jährige Karriere zu zerstören«. Shiras Anwälte erklärten, dass dies »lächerlich« sei. Tausende teilten daraufhin die Identität des Täters in den sozialen Netzwerken.

Deal
Amazon ist einer der großen Gewinner der Corona-Krise weltweit. Nur in Israel hat der Gigant noch nicht Fuß gefasst. Das soll sich ändern, wenn es nach Meinung des Unternehmens geht. Vergangene Woche veröffentlichte es einen Plan, dass es in naher Zukunft 150 neue Mitarbeiter einstellen will. Damit würde die Zahl auf 1300 steigen. Wer sich allerdings freut, dass dies vielleicht dazu führen könnte, dass auch in Israel bald schnell und problemlos Waren per Amazon bestellt werden können, der wird enttäuscht. Die Positionen werden in den Forschungszentren in Haifa, Herzlija und Tel Aviv ausgeschrieben und haben nach Auskunft von Amazon »nichts mit dem Einzelhandel zu tun«.

Hilfe
Der Direktor des israelischen Zentrums für Notfallmedizin und humanitäre Einsätze, Elhanan Bar-On, ist von der Weltgesundheitsorganisation beauftragt worden, das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos wiederaufzubauen. Dort leben 12.000 syrische, afghanische und irakische Flüchtlinge – ein Feuer hatte das Lager fast vollständig zerstört. Bar-On und sein Team waren bereits am 17. September auf der Insel angekommen und hatten begonnen, eine grundlegende medizinische Versorgung wiederaufzubauen, darunter auch eine Corona-Teststation. Das Zentrum ist 2017 am Sheba-Krankenhaus gegründet worden. Sein Team war bei Katastropheneinsätzen in der ganzen Welt, von Haiti bis Zambia. Ebenfalls auf Lesbos mit dabei ist die Hilfsorganisation IsraAID, die medizinische und psychologische Unterstützung bietet.

Preis
Anai Green ist eine von vier Gewinnerinnen des internationalen Wettbewerbs »Women4Climate«. Die Israelin designte einen Stoff für den Außenbereich, der tagsüber Schatten spendet und in der Dunkelheit durch eingebettete Solarzellen Licht gibt. »Lumiweave« wird als Pilotprojekt in Greens Heimatstadt Tel Aviv installiert. Die Metropole ist Gastgeber von »C40 Cities«. Dabei kommen mehr als 90 internationale Städte zusammen, um sich gegen den Klimawandel starkzumachen. »Eines der drängendsten Probleme ist die steigende Temperatur in Tel Aviv. Diese Herausforderung wird in den nächsten Jahren nur noch wachsen«, so Bürgermeister Ron Huldai. »Lumiweave von Anai Green ist eine einzigartige Lösung dafür.«

Geld
Neun israelische Gruppen erhalten insgesamt 4,5 Millionen Euro von der Europäischen Union, um das Coronavirus zu bekämpfen. Die Gelder werden im Rahmen des Programms »Horizon 2020« verteilt. Doch das Projekt beschränkt sich nicht auf Israel, denn jedes Projekt muss mindestens drei Partner haben, darunter Forschungseinrichtungen, NGOs oder Firmen, die aus drei verschiedenen Ländern stammen. Die Lösungen können aus unterschiedlichen Bereichen kommen: medizinische Forschung, Herstellung von Produkten, Digitalinstrumente, Künstliche Intelligenz oder auch der Umgang mit sozialen Problemen, die durch die Pandemie verstärkt wurden.

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