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Iltis, Saudis, Sprache

Große Seltenheit: marmorierter Iltis Foto: picture-alliance/ ZB

Iltis
Kürzlich wurden zwei marmorierte Iltisse an der Grenze zum Gazastreifen gesichtet, ein äußerst seltener Anblick. Dabei streiften diese Tierchen einst frei durch die südlichen Regionen Israels. Ein Anwohner, der zwei Exemplare am Straßenrand beobachtete, meldete das der Natur- und Parkbehörde. Diese wiederum informierte darüber, dass der marmorierte Iltis ein übel riechendes Sekret ausstoße, wenn er sich bedroht fühle. Das kleine Säugetier könne sogar bellen, um Angreifer abzuschrecken. Es vertilge verschiedene Arten von Nagetieren und könne so den Landwirten helfen, unerwünschte Gäste bei ihren Ernten zu bekämpfen. Das Landwirtschaftsministerium empfiehlt sogar, bei der Umzäunung von Feldern Löcher für den Iltis zu lassen und den Einsatz von Pestiziden zu verringern.

Saudis
Viele Experten sind beunruhigt über die Annäherung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Nicht so jedoch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Der sagte in einem Interview mit dem US-Sender CNBC, er sei sicher, Riad mache sich keine Illusionen darüber, wem es vertrauen könne. Die Wiederherstellung diplomatischer Beziehungen Saudi-Arabiens zum Iran hätte »sehr wenig« mit Israel zu tun. Es gehe hauptsächlich darum, die Spannungen in den Regionen, insbesondere im Jemen, zu deeskalieren. Auf die Frage, warum Saudi-Arabien die Beziehungen zu Syrien normalisiert und Anführer der Hamas-Terrorgruppe und der Palästinensischen Autonomiebehörde einlädt, antwortete der Premier, dass diese Schritte sie auf einen möglichen Friedensschluss mit Israel vorbereiten sollen.

Sprache
Die palästinensisch-arabische Tageszeitung »Al-Quds« veröffentlicht jetzt auch auf Hebräisch. Sie ist damit die erste palästinensische Mediengruppe, die sich an ein hebräisch sprechendes Publikum wendet. Die in Jerusalem ansässige Zeitung ist eine der ältesten Zeitungen für die palästinensische Öffentlichkeit, die hauptsächlich in Ost-Jerusalem und im palästinensischen Westjordanland gelesen wird. Vor einigen Wochen wurde die Website um eine hebräische und eine englische Ausgabe erweitert. Laut den Eigentümern der Zeitung, Walid und Ziad Abu Zalaf, sei es »an der Zeit, dass die Israelis hören müssen, was die Palästinenser denken. Und zwar nicht über Al-Jazeera oder andere ausländische Netzwerke«.

Rettung
Passagiere eines EL-AL-Fluges nach New York erlebten vor einer Woche einen Schrecken, als ein Teenager aufgrund einer akuten allergischen Reaktion plötzlich einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock erlitt. Ein Arzt an Bord aber reagierte schnell und rettete sein Leben. Die Ursache der Allergie ist unbekannt, aber es wird angenommen, dass der Junge während des Fluges etwas gegessen hat, was die Reaktion auslöste. Seine Familie hatte zwar einen EpiPen zur Hand, der war allerdings abgelaufen. Daher bat sie die Flugbegleiter, bei der Suche nach einem Arzt zu helfen. Glücklicherweise war Nathan Unger, ein Freiwilliger der Rettungsorganisation United Hatzalah, mit an Bord.

Millionen
Der frühere Geschäftsführer des israelischen Pharmariesen Teva, Kåre Schultz, verdiente während seiner Amtszeit zwischen Dezember 2017 und Ende 2022 insgesamt 107 Millionen US-Dollar. Das berichtete die Wirtschaftszeitung »Globes«. Die Zahlen zur Vorstandsvergütung seien bei der Jahreshauptversammlung veröffentlicht worden. Doch obwohl Schultz zurückgetreten ist, erhält er weitere zwei Millionen US-Dollar als Entschädigung für die Beendigung seines Arbeitsverhältnisses, zehn Millionen Kapitalvergütung und vier Millionen als Teil seiner Verpflichtung, nicht mit Teva zu konkurrieren. Neben ihm erhielten vier weitere Führungskräfte im Jahr 2022 jeweils ein Gehalt von rund vier Millionen Dollar.

Posten
Der Likud zog seinen Vorschlag zurück, die Abgeordnete May Golan, die sich selbst als »stolze Rassistin« bezeichnet, zur New Yorker Generalkonsulin zu ernennen. Golan, eine der stärksten Unterstützerinnen der geplanten Umstrukturierung der Justiz, hätte den Posten von Asaf Zamir übernehmen sollen, der zurückgetreten war, nachdem er sich in den USA zur Regierungspolitik geäußert hatte. Vedant Patel, der stellvertretende Sprecher des US-Außenministeriums, antwortete auf die Frage, ob es Bedenken hinsichtlich der Besetzung von May gebe: »Im Großen und Ganzen verurteilen wir diese Art von Rhetorik und glauben, dass eine solche Sprache besonders schädlich ist, wenn sie in Führungspositionen verbreitet wird.«

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