Pokémon Go

IDF verbietet Online-Spiel

Wenn es um digitale Trends geht, sind die Israelis meist sofort dabei. Und so wandern auch sie jetzt über die Straßen, den Blick fest auf ihre Mobiltelefone gerichtet, auf der Suche nach den Charakteren von »Pokémon Go«.

Nicht nur Bürger in Zivil jagen mit. Auch die Männer und Frauen in Uniform spielen und posten ihre Erfolge beim virtuellen Monsterfangen in den sozialen Netzwerken.

Das Büro der Heimatfront (Pikud HaOref) forderte sogar dazu auf, Pikachu und Co. in den öffentlichen Sicherheitsräumen des Landes zu suchen.

IDF Doch am Freitagmorgen zog zumindest die Armee Pokémon Go den Stecker heraus. »Dieses Spiel ist eine Quelle, um Informationen zu sammeln«, steht in der Warnung der Informationssicherheits-Abteilung, die an alle Soldaten ging. Daher darf es in keiner Armeebasis gespielt werden, denn die Spieler müssen dem Betreiber Zugang zu ihrem Aufenthaltsort und ihrer Kamera gewähren.

Auch bei Gedenkstätten und Museen sorgt Pokémon Go für Probleme. Nachdem Nutzer die App auch in der Gedenkstätte Auschwitz, dem United States Holocaust Memorial Museum und dem Berliner Denkmal für die ermordeten Juden Europas nutzen konnten, haben sich mehrere Gedenkstätten an Nintendo und Niantic Labs, die Hersteller des Online-Spiels, gewendet, mit der Bitte, aus dem Spiel entfernt zu werden. Ob ihrer Bitte nachgekommen werden wird, ist bislang noch nicht bekannt.

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  23.09.2026

Wohltätigkeit

Gal Gadot ganz großzügig

Die Hollywood-Schauspielerin spendet Geld vom Genesis-Preis an Organisationen für die Rehabilitation psychisch Kranker

von Sabine Brandes  23.09.2026

Emmanuel Macron spricht vor der UN-Vollversammlung

Vereinte Nationen

Jerusalem nennt Macrons Behauptung zur Hamas »absurd«

Der französische Präsident behauptet vor der Vollversammlung, die Terrororganisation sei im Westjordanland nie aktiv gewesen. Tatsächlich verübt sie dort regelmäßig Anschläge

von Sabine Brandes  23.09.2026

Jerusalem

Israel startet Kampagne gegen Voreingenommenheit der UN

Ein Video zeigt Papageien bei der UNO-Vollversammlung, die »Beschuldigt Israel!« durch den Versammlungssaal schreien

 23.09.2026

Jerusalem

Lucien Lazare gestorben

Der Historiker und Pädagoge schloss sich während der deutschen Besatzung Frankreichs dem Widerstand an. In Israel gehörte er zur Kommission von Yad Vashem

 23.09.2026

Jerusalem

Israel droht mit Räumung Gazas im Falle neuer Entführung

Fast drei Jahre nach dem beispiellosen Hamas-Massaker am 7. Oktober droht Israels Verteidigungsminister mit drastischen Folgen, sollte erneut ein Israeli verschleppt werden

 23.09.2026

Israelische Zeitungen

Wahlergebnisse

»Sieg der Extreme«

Nach dem AfD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern wächst in Israel die Aufmerksamkeit für Deutschlands politische Verschiebung

von Sabine Brandes  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026