Pokémon Go

IDF verbietet Online-Spiel

Wenn es um digitale Trends geht, sind die Israelis meist sofort dabei. Und so wandern auch sie jetzt über die Straßen, den Blick fest auf ihre Mobiltelefone gerichtet, auf der Suche nach den Charakteren von »Pokémon Go«.

Nicht nur Bürger in Zivil jagen mit. Auch die Männer und Frauen in Uniform spielen und posten ihre Erfolge beim virtuellen Monsterfangen in den sozialen Netzwerken.

Das Büro der Heimatfront (Pikud HaOref) forderte sogar dazu auf, Pikachu und Co. in den öffentlichen Sicherheitsräumen des Landes zu suchen.

IDF Doch am Freitagmorgen zog zumindest die Armee Pokémon Go den Stecker heraus. »Dieses Spiel ist eine Quelle, um Informationen zu sammeln«, steht in der Warnung der Informationssicherheits-Abteilung, die an alle Soldaten ging. Daher darf es in keiner Armeebasis gespielt werden, denn die Spieler müssen dem Betreiber Zugang zu ihrem Aufenthaltsort und ihrer Kamera gewähren.

Auch bei Gedenkstätten und Museen sorgt Pokémon Go für Probleme. Nachdem Nutzer die App auch in der Gedenkstätte Auschwitz, dem United States Holocaust Memorial Museum und dem Berliner Denkmal für die ermordeten Juden Europas nutzen konnten, haben sich mehrere Gedenkstätten an Nintendo und Niantic Labs, die Hersteller des Online-Spiels, gewendet, mit der Bitte, aus dem Spiel entfernt zu werden. Ob ihrer Bitte nachgekommen werden wird, ist bislang noch nicht bekannt.

Diplomatie

Frankreich verbietet Bezalel Smotrich die Einreise

Wegen der Siedlungspolitik im Westjordanland verhängt Frankreich Sanktionen gegen extremistische Siedler – und untersagt Israels Finanzminister Smotrich die Einreise

 09.06.2026

Krieg

Hisbollah-Terrorist dringt nach Israel ein

Ein bewaffneter Hisbollah-Kämpfer dringt nach Israel ein und eröffnet das Feuer. Die Armee reagiert sofort – das Gebiet bleibt weiter unter Beobachtung

 09.06.2026

USAID

US-Behörde erhebt Terrorvorwürfe gegen UNRWA-Mitarbeiter

Erneut werden Vorwürfe gegen 101 weitere Mitarbeiter des UN-Hilfswerks für die Palästinenser in Gaza erhoben. Sie sollen militante Hamas-Mitglieder sein, sagt USAID. UNRWA hatte entsprechende Vorwürfe in der Vergangenheit dementiert

von Andrea Krogmann  09.06.2026

Interview

»Selbst ernannte progressive Linke haben offenbar das völkische Denken gelernt. Das ist alles so absurd«

Der Kabarettist Dieter Nuhr über den Erhalt des Leo-Baeck-Preises, Solidarität mit Israel und Kritik an seiner Person

von Detlef David Kauschke  09.06.2026

New York/The Hague

Israel fordert Aufhebung von Haftbefehl gegen Netanjahu

Die Suspendierung des ICC-Chefanklägers Karim Khans beweise, »dass diese Institution bis ins Mark verdorben ist«, schreibt der israelische UN-Botschafter Danny Danon

 09.06.2026

Israel

Regierung lockt Lehrer mit hohen Prämien in Grenzregion zum Gazastreifen

Bildungsminister Joav Kisch: »Ein neues Klassenzimmer kann innerhalb weniger Monate gebaut werden. Der Aufbau einer Bildungsgemeinschaft dauert Jahre.«

 09.06.2026

Justiz

Sexuelles Fehlverhalten: ICC-Chefankläger Karim Khan nach Untersuchungen suspendiert

Das Gericht hat nach einer 18-monatigen Untersuchung der Vorwürfe entschieden, dass Khan sich eines schweren Fehlverhaltens schuldig gemacht hat

 09.06.2026

Israel

Nach Raketenangriffen: Schulen nehmen Unterricht wieder auf

Die kurzfristige Schließung der Bildungseinrichtungen am Montag hatte für Ärger und Beschwerden gesorgt, da Eltern innerhalb weniger Stunden eine Betreuung für ihre Kinder hatten organisieren müssen

 09.06.2026

Nahost

Stopp in letzter Minute

Medienberichte: US-Präsident Trump hielt Premier Netanjahu von größerem Iran-Angriff ab

 09.06.2026