Pokémon Go

IDF verbietet Online-Spiel

Wenn es um digitale Trends geht, sind die Israelis meist sofort dabei. Und so wandern auch sie jetzt über die Straßen, den Blick fest auf ihre Mobiltelefone gerichtet, auf der Suche nach den Charakteren von »Pokémon Go«.

Nicht nur Bürger in Zivil jagen mit. Auch die Männer und Frauen in Uniform spielen und posten ihre Erfolge beim virtuellen Monsterfangen in den sozialen Netzwerken.

Das Büro der Heimatfront (Pikud HaOref) forderte sogar dazu auf, Pikachu und Co. in den öffentlichen Sicherheitsräumen des Landes zu suchen.

IDF Doch am Freitagmorgen zog zumindest die Armee Pokémon Go den Stecker heraus. »Dieses Spiel ist eine Quelle, um Informationen zu sammeln«, steht in der Warnung der Informationssicherheits-Abteilung, die an alle Soldaten ging. Daher darf es in keiner Armeebasis gespielt werden, denn die Spieler müssen dem Betreiber Zugang zu ihrem Aufenthaltsort und ihrer Kamera gewähren.

Auch bei Gedenkstätten und Museen sorgt Pokémon Go für Probleme. Nachdem Nutzer die App auch in der Gedenkstätte Auschwitz, dem United States Holocaust Memorial Museum und dem Berliner Denkmal für die ermordeten Juden Europas nutzen konnten, haben sich mehrere Gedenkstätten an Nintendo und Niantic Labs, die Hersteller des Online-Spiels, gewendet, mit der Bitte, aus dem Spiel entfernt zu werden. Ob ihrer Bitte nachgekommen werden wird, ist bislang noch nicht bekannt.

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