Israel

Historisches Wasser-Abkommen

Vom Austrocknen bedroht: das Tote Meer Foto: dpa

Ein Abkommen über den Bau der lange geplanten Wasser-Pipeline zwischen dem Roten und dem Toten Meer soll am Montag in den Räumen der Weltbank in Washington unterzeichnet werden. Wie die israelische Online-Zeitung Ynet berichtete, soll die Pipeline Israelis, Jordanier und Palästinenser im Westjordanland mit entsalztem Wasser versorgen.

Durch die gemeinsame Wasseraufbereitungsanlage am Roten Meer soll auch das Austrocknen des Toten Meeres verlangsamt werden. Die Pipeline, auch »Zwei-Meere-Kanal« genannt, sowie die Entsalzungsfabrik sollen innerhalb von vier bis fünf Jahren fertiggestellt werden.

Wasserminister Israels Energieminister Silvan Schalom, der laut dem Bericht zusammen mit dem jordanischen und dem palästinensischen Wasserminister das Abkommen unterzeichnen will, bezeichnete den Vertrag bereits als »historisch«.

Laut Ynet sollen in Zukunft jährlich 200 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Roten Meer vor Ort aufbereitet oder nach Norden weitergepumpt werden. 80 Millionen Kubikmeter sollen in einer speziellen Entsalzungsanlage in der jordanischen Stadt Akaba am Toten Meer als Trinkwasser aufbereitet werden – und Israel sowie dem südlichen Teil Jordaniens zur Verfügung stehen.

Weitere 80 Millionen Kubikmeter sind den zentralen Regionen Jordaniens zugedacht, ein Teil davon soll aus dem See Genezareth kommen. Zusätzlich sollen 30 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem See Genezareth zu Palästinensern im Westjordanland fließen. Einer Forderung der Palästinenser nach einem Zugang zum Nordufer des Toten Meeres sei nicht entsprochen worden, schrieb Ynet. ja

Sicherheit

Warnung ignoriert?

Vor dem 7. Oktober soll Mohammed bin Zayed, der Emir von Abu Dhabi, Netanjahu informiert haben

von Sabine Brandes  15.09.2026

Israel

Wie Quentin Tarantino Israelis den Kinobesuch vermiest

Berichte über Quentin Tarantinos Kinobesuche gehen in Israel viral. Eine Frau hätte ihn beinahe angebrüllt

von Sophie Albers Ben Chamo  15.09.2026

Tel Aviv

IDF-Chef prüft rechtliche Schritte gegen Film »Naza«

Generalstabschef Eyal Zamir bezeichnet bisher bekannt gewordene Teile der Doku als »Ritualmordlegenden, bewusste Verzerrungen der Realität und falsche Anschuldigungen gegen IDF-Soldaten«

 15.09.2026

Eklat

Boykottaufrufe wegen Wonder Woman Gal Gadot

Ein Magazintitel mit der israelischen Schauspielerin sorgt in den sozialen Medien für heftige Reaktionen gegen die Modemarke Ralph Lauren

von Sabine Brandes  15.09.2026

Tel Aviv

Israelische Forscher entwickeln Bluttest zur Erkennung von Lungenkrebs

Nach Angaben der beteiligten Wissenschaftler könnte die Methode langfristig eine wesentlich günstigere Alternative zu aufwendigen genetischen Untersuchungen werden

 15.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  15.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 15.09.2026 Aktualisiert

Holocaust

»Unsere Rache an den Nazis ist, dass wir den Staat Israel haben«

Der Schoa-Überlebende Yehuda Widawski ist mit 107 Jahren gestorben. Jahrzehntelang suchte und restaurierte er jüdische Gräber in Polen

von Sabine Brandes  14.09.2026

Reaktionen

»Ritualmordlegende« - »Pflicht, Fragen zu stellen«: Israel streitet über »Naza«

Während Rechte den Film über den Gaza-Krieg als Verleumdung verurteilen, verteidigen Linke das Recht auf Kritik. Armee weist zentrale Vorwürfe zurück

von Sabine Brandes  14.09.2026