U-20 in Argentinien

Historischer 3. Platz bei Fußball-WM

Das israelische Team feiert seinen 3:1-Sieg über Südkorea. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Der Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Bronze für Israel! Die israelische U-20-Fußballmannschaft hat es nach einem Sieg gegen Südkorea auf den dritten Platz bei der U-20-Weltmeisterschaft geschafft. Am Sonntagabend gewann sie mit 3 zu 1 in Argentinien. Es ist der größte Fußballerfolg des kleinen Nahoststaates aller Zeiten und die erste Teilnahme der israelischen U-20 an einer WM überhaupt.

VORLAGE Den dritten Platz hatte sich das Team von Trainer Ofir Chaim gewünscht, nachdem es im Halbfinale gegen Uruguay unterlegen war. Der erste Treffer gegen Südkorea fiel nach 20 Minuten, nach einer perfekten Vorlage von Hamza Shibli, wodurch Mittelfeldspieler Ran Binyamin mit einem hervorragenden Schuss das erste Tor erzielte.

Doch wenige Minuten darauf gab es einen Elfmeter für die Gegner nach einem Foul von Ilay Feingold. Erst in der zweiten Halbzeit konnten die Israelis den Gleichstand wieder umwandeln.

Nach der Pause erhöhten sie den Druck auf die Südkoreaner unablässlich – bis Anan Khalaili eine sensationelle Flanke zu Omer Senior schoss, der sie sogleich in den zweiten Treffer für die Blau-Weißen verwandelte.

»Herzlichen Glückwunsch an die israelische Jugendfußballnationalmannschaft zu ihrem historischen Erfolg!«

präsident isaac herzog

Vier Minuten vor Schluss war es noch einmal Anan Khalaili, der mit dem Ball zauberte. Er schoss in die linke untere Ecke des südkoreanischen Tors und erzielte den dritten Treffer der Israelis, der gleichzeitig den Sieg markierte.

Die Leistung der jungen Spieler ist umso erstaunlicher, da fünf der besten Kicker zugunsten der Vorbereitungen des Jugendnationalteams auf die U-21-Europameisterschaft 2023 bereits vorzeitig aus der Mannschaft genommen wurden.

FAVORIT Das Team von Chaim besteht aus jüdischen und arabischen Spielern. Während des einwöchigen Turniers zeigten sie außergewöhnlichen Zusammenhalt und Durchsetzungsvermögen. Sie errangen eine Reihe unwahrscheinlicher Siege, darunter den überraschenden Gewinn im Viertelfinale gegen den Favoriten Brasilien.

Nach dem Spiel gratulierte Präsident Isaac Herzog den Spielern und twitterte: »Herzlichen Glückwunsch an die israelische Jugendfußballnationalmannschaft zu ihrem historischen Erfolg – dem dritten Platz bei der Weltmeisterschaft! Sie hatten eine wundervolle und aufregende Reise bei der WM. Wir alle sind stolz auf Euch.«

Im Endspiel der U-20-Weltmeisterschaft stehen Italien und Uruguay.

Hamas

»Sie wurden fast täglich gequält«

Die Eltern der befreiten Geiseln Andrey Kozlov und Almog Meir Jan berichten, welchen Psychoterror ihre Söhne durchleben mussten

von Sabine Brandes  14.06.2024

Israel

Massive Sicherheitslücken in Israels Elite-Geheimdiensteinheit 8200 aufgedeckt

Es sei einem verdeckten Team des Generalstabs gelungen, in die Basis der angesehenen Elite-Geheimdiensteinheit 8200 nördlich von Tel Aviv einzudringen

 14.06.2024

Krieg

Der Norden brennt lichterloh

In den vergangenen zwei Tagen feuerte die Schiitenmiliz Hisbollah 170 Raketen auf Israel

von Sabine Brandes  14.06.2024

Hamas-Sprecher

»Niemand weiß, wie viele Geiseln noch leben«

Möglicherweise ist ein Großteil der rund 120 Geiseln, die noch im Gazastreifen festgehalten werden, nicht mehr am Leben

 14.06.2024

Koalition

Gantz geht

Der Minister und frühere IDF-Stabschef rechnet mit Premier Netanjahu ab und verlässt das Kriegskabinett

von Sabine Brandes  14.06.2024

Vermisst

Verschleppt von der Hamas: Muhammad Alatrash, Beduine und Vater von 13 Kindern

Entführt am Arbeitsplatz: Muhammad Alatrash

von Sabine Brandes  14.06.2024

Nachrichten

Rücktritt, Schakal, Milch

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  14.06.2024

Debatte

Soziologe Sznaider: Empathie mit Gegenseite im Krieg unmöglich

Warum der israelische Soziologe sich auf dem Philosophiefestival Phil.Cologne einem Bekenntnis zu Empathie mit der Gegenseite verweigert

 11.06.2024

Hintergrund

»Sinwar will Israelis als menschliche Schutzschilde«

Avi Kalo, Experte für Terrorismusbekämpfung, erklärt, warum nicht alle Geiseln in Missionen gerettet werden können

von Sabine Brandes  11.06.2024