Der israelische Präsident Izchak Herzog will vier Passagiere, die auf dem »Fly Dubai«-Flug nach Tel Aviv bei der Überwältigung des Angreifers halfen, für die Präsidentenmedaille für Zivilcourage vorschlagen. »Sie haben sich selbst in Gefahr gebracht, um andere zu retten, und eine schreckliche Katastrophe verhindert«, sagte Herzog nach Angaben seines Büros.
Sie hätten dafür gesorgt, dass »die ganze Welt das schöne und mutige Gesicht der israelischen Gesellschaft gesehen« habe. Er nannte die Passagiere Yaniv Hayun, Schota Musajew, Zivka Manes und Asaf Radschuan. Der Präsident verleiht den Preis, über die Empfänger entscheidet jedoch ein Komitee.
Herzog sprach nach dem dramatischen Vorfall mit den vier israelischen Passagieren, die Berichten zufolge dazu beitrugen, einen möglichen Absturz des Flugzeugs zu verhindern. Nach dem mutmaßlichen Angriff des Copiloten mit einem Messer geriet die Maschine demnach in einen gefährlichen Sturzflug. Der indische Kapitän habe mit dem Angreifer gekämpft und die Cockpit-Tür geöffnet.
Eine Israelin, die ihre kleine Tochter zur Toilette begleitet hatte, schlug Alarm. Daraufhin seien vier israelische Männer zu Hilfe geeilt und hätten den Angreifer im Cockpit überwältigt. »Das schnelle Handeln der Passagiere und der Besatzung verhinderte eine größere Katastrophe«, hieß es in der Mitteilung.
Der Zahnarzt Schota Musajew, der dem schwer verletzten indischen Piloten Erste Hilfe leistete, sagte dem Präsidenten, alle Passagiere an Bord seien Helden gewesen: »Wir haben uns gegenseitig im Flugzeug unterstützt und auch, als wir in Saudi-Arabien ankamen, und uns umeinander gekümmert, wie es sich gehört.«
Radschuan sprach von einem »außergewöhnlichen Vorfall«. Die Passagiere hätten sich zunächst hilflos gefühlt. »Aber es war alles Instinkt: zu überleben, die Familie, die Menschen und die Kinder zu retten.« An Bord der Maschine waren Medienberichten zufolge 174 Passagiere, darunter 27 Kinder, die meisten davon israelische Staatsbürger. dpa