Waffenruhe

Hamas will weiteren Geisel-Leichnam übergeben

Ein Hamas-Terrorist überwacht am 13. Oktober die Übergabe von Geiseln in das Rote Kreuz. Foto: picture alliance / SIPA

Die Hamas will Dienstagabend um 20 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ) einen weiteren Leichnam einer Geisel übergeben. Wie die Terrororganisation mitteilte, seien die Überreste einer Geisel am Dienstag bei Ausgrabungen in der Gegend von Shejaiya in Gaza-Stadt gefunden worden - also hinter der »Gelben Linie«, einem Gebiet unter Kontrolle der israelischen Armee (IDF).

Die IDF hat sich noch nicht zu der Ankündigung der Hamas geäußert. Die islamistische Terrororganisation hat sich im Rahmen eines Geiseldeals dazu verpflichtet, alle Geiseln freizulassen. Israelischen Angaben zufolge sind noch die sterblichen Überreste von acht Geiseln in der Gewalt der Hamas.

Im Vergleich zur Freilassung der noch lebenden Geiseln läuft die Übergabe der sterblichen Überreste schleppend. Die Hamas behauptet, dies liege unter anderem daran, dass die Bergung der Leichname aus den Trümmern schwierig sei. Die israelische Regierung bezeichnete das als Lüge. Nach israelischen Erkenntnissen wisse die Hamas-Führung sehr wohl, wo sich die sterblichen Überreste der Geiseln befinden. Die Terroristen würden die Herausgabe aber absichtlich herauszögern.

Lesen Sie auch

Die Hamas hat die zerbrechliche Waffenruhe wiederholt gefährdet, etwa als sie Ende Oktober den Fund einer Geisel-Leiche inszenierte. Die israelische Regierung wertete den Vorgang als Täuschung und beriet über Sanktionen. Nachdem dann auch noch Hamas-Mitglieder israelische Soldaten getötet hatten, ordnete Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Angriffe auf die Hamas ein. Seitdem hat die Waffenruhe gehalten.

Der Geiseldeal und die Waffenruhe wurden Anfang Oktober zwischen Israel und der Hamas unter Vermittlung der USA, Katar und anderer Länder ausgehandelt. ja

Nahost

Trump will Milliardenhilfen an Israel einstellen

Seit Jahren unterstützen die USA Israel mit Milliarden an Dollar Militärhilfe. Das soll sich nach Worten von US-Präsident Trump ändern. Die Idee soll dabei nicht von ihm gekommen sein

 03.11.2026

Medizin

Eine neue Lunge und zur Genesung nur Paracetamol

In Israel ist erstmals eine Lungentransplantation mithilfe eines Operationsroboters gelungen. Für den Patienten bedeutet das eine deutlich schnellere Genesung

von Sabine Brandes  03.11.2026

Hintergrund

Kampf um den mächtigen Sessel

Ohana raus, Lapid rein? Die Opposition will den Knessetpräsidenten austauschen. Es geht um weit mehr als einen repräsentativen Posten

von Sabine Brandes  02.11.2026

Regierungsbildung in Israel

Präsident Herzog will erst mit kleinen Parteien sprechen

Präsident Isaac Herzog beginnt am Mittwoch mit den Konsultationen zur Regierungsbildung

 02.11.2026

Wirtschaft

Wahlkater an der Börse

Die Hoffnung auf einen politischen Wandel in Israel ließen Aktien und Schekel zunächst steigen. Doch das Ergebnis schürt die Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.11.2026

Wahlen

»Wie schwarz muss eine Seele sein …«

Rechte Demonstranten machen am Sonntagabend bei einem Protest vor dem Wohnhaus des Politikers Gadi Eisenkot den Tod seines Sohn zum Gegenstand der Hetze

von Sabine Brandes  02.11.2026

Westbank

Israels Armee zieht aus Hebron ab

Elf Tage nach Beginn des Anti-Terror-Einsatzes haben sich die israelischen Truppen zurückgezogen

 02.11.2026

Krieg

Tanker im Persischen Golf attackiert

Die Golfregion ist für Tanker und Frachtschiffe weiterhin gefährlich. Erneut wird ein Tanker angegriffen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026