Trauer

Hadar Cohen beigesetzt

Die trauernden Eltern wurden von ihrer Familie, Freunden, dem Polizeichef Roni Alscheich und Sicherheitsminister Gilad Erdan begleitet. Foto: Flash 90

Hunderte Menschen haben an der Beisetzung von Hadar Cohen teilgenommen. Die Grenzpolizistin war am Mittwoch bei einem Terroranschlag am Damaskustor vor der Jerusalemer Altstadt getötet worden. Sie wurde nur 19 Jahre alt.

Die trauernden Eltern wurden von ihrer Familie, Freunden, dem Polizeichef Roni Alscheich und Sicherheitsminister Gilad Erdan begleitet. Hadars Vater Ofer Cohen sprach das Kaddisch für seine Tochter und sagte: »Mein liebstes Kind, ich habe dich mehr geliebt als alles auf der Welt. Wie bloß soll ich mich jetzt von dir verabschieden?«

Ramle Am selben Tag hatte Premierminister Benjamin Netanjahu die bei dem Anschlag schwer verletzte Kollegin der Getöteten, Ravit Mirilaschwili, im Krankenhaus besucht und ihr »für ihren Einsatz und Mut« gedankt, »der viel Schlimmeres verhindert hat«.

Am Tag der Beerdigung der jungen Polizistin griffen zwei israelisch-arabische Mädchen aus einer achten Klasse einen Sicherheitsmann mit Messern an und verletzten ihn leicht durch Stiche in Hand und Bein.

Der Vorfall ereignete sich am zentralen Busbahnhof der israelischen Stadt Ramle. Die 13-Jährigen hatten die Schule geschwänzt und sich stattdessen zu einem Terroranschlag aufgemacht. Sie wurden nach dem Angriff unverletzt festgenommen.

aufgehetzt Familie und Freunde der Mädchen zeigen sich entsetzt über das Geschehen. Die Schulleitung gab an, dass die beiden »sehr gute Schülerinnen« waren, die Schule auf Koexistenz setze und gemeinsamen Unterricht für jüdische und arabische Kindern in Ramle abhalte.

Der Onkel eines der Mädchen, Achmed Abu Amar, erklärte im israelischen Fernsehen: »Dass so etwas in dieser Familie geschieht, ist absolut inakzeptabel. Wir haben gute nachbarschaftliche Beziehungen zu Juden und sind völlig schockiert.« Andere Familienmitglieder vermuten, dass die Teenager durch Gewaltvideos in sozialen Netzwerken zu ihrer Tat aufgehetzt worden sein könnten.

Hamas

Missbrauch als Waffe

Auf Basis von Tausenden Videos, Fotos und Zeugenaussagen dokumentiert ein neuer Bericht systematische sexuelle Übergriffe der Terroristen am 7. Oktober und danach

von Sabine Brandes  24.05.2026

Tel Aviv

Hilfe für das »Liebling Haus«

Das Besucherzentrum der »Weißen Stadt« wird nach Raketenschäden mit deutscher Hilfe repariert

von Sabine Brandes  24.05.2026

Studie

Wird Israel unbezahlbar?

Die Lebenshaltungskosten im Land gehören zu den höchsten weltweit. Dafür gibt es zahlreiche Gründe – manche sind hausgemacht

von Sabine Brandes  24.05.2026

Essen

Balagan auf der Zunge

Zwischen Frena-Ofen und French Malawach: Das EAT Tel Aviv Food Festival zeigt, wie Israels Küche Traditionen aus aller Welt aufgreift, neu mischt und daraus ein lebendiges Geschmacks-Chaos macht

von Sabine Brandes  24.05.2026

Essay

Erinnerungen an Schawuot in Be’eri

Unsere Autorin ist in dem Kibbuz aufgewachsen, der durch das Massaker traurige Bekanntheit erlangte. Eines der prägendsten Feste ihrer Kindheit war das Wochenfest – wird jene Freude je wieder zurückkehren?

von Eshkar Eldan Cohen  21.05.2026

Wahlen

Arabisch-israelisches Zünglein an der Waage?

Der Aktivist Yoseph Haddad will den Sprung in die Politik wagen und könnte im festgefahrenen Rennen um die Knesset entscheidend sein

von Sabine Brandes  21.05.2026

Aschkelon

Israel schiebt Hunderte Flottillen-Aktivisten ab

Während die ausländischen Flottillenaktivisten vom Flughafen Ramon aus ausgeflogen werden, steht die israelische Teilnehmerin Zohar Regev in Aschkelon vor Gericht

 21.05.2026

Jerusalem

»Nicht das Gesicht Israels«: Sturm der Entrüstung gegen Ben-Gvir

Der rechtsextreme Politiker steht in der Kritik, weil er ein Video veröffentlichte, in dem Aktivisten der Gaza-Flotille gedemütigt werden. Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu distanzierte sich von seinem Minister

von Sabine Brandes  21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026