Nahost

Geschenk an Jordanien

Kampfhubschrauber vom Typ Cobra Foto: Flash 90

Jerusalem hat seinem Nachbarn, dem Haschemitischen Königreich Jordanien, schätzungsweise 16 Kampfhubschrauber des Typs Cobra geschickt, wie jetzt durch einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters bekannt wurde. Damit soll dem Land geholfen werden, seine Grenzen zu Syrien und dem Irak gegen Terrorgruppen zu schützen – vornehmlich vor dem Islamischen Staat (IS), der mittlerweile die ganze Region bedroht.

Israel hat bereits vor einer Weile einen Großteil seiner Helikopterflotte durch die kraftvolleren Apache-Hubschrauber ersetzt. Das Geschenk an Jordanien sei mit den USA abgestimmt worden, heißt es. Washington habe auch für die Überholung der Cobra-Flieger gesorgt. Die königliche Luftwaffe Jordaniens verfügte vorher über 29 Helikopter dieser Sorte. Die Aufstockung wird in Zeiten der immer größer werdenden Bedrohung durch extremistische Islamisten dringend benötigt. Doch weder Jerusalem noch Amman äußerten sich offiziell dazu.

Allianzen Nach der Entführung und grauenvollen Ermordung eines jordanischen Piloten im Februar dieses Jahres hatte Jordanien unter der Leitung von König Abdullah II. eine führende Rolle im Kampf gegen IS eingenommen.

Offenbar bilden sich nun immer neue Allianzen gegen den Islamischen Staat. Nach dem tödlichen Anschlag vom Montag in der Türkei, bei dem 32 Menschen ums Leben kamen, flog nun auch Ankara die ersten Luftangriffe gegen die Terroristen. Die F-16 hätten in Syrien vier Bomben gegen Kommandozentralen und Treffpunkte abgeworfen, heißt es von offizieller türkischer Seite.

Eingreifen Die Regierung in Ankara hatte sich lange geweigert, aktiv am Kampf gegen IS teilzunehmen, und musste sich scharfer Kritik stellen, da neue Mitglieder der Terrorgruppe immer wieder von ihrem Staatsgebiet aus rekrutiert wurden. Doch nach einem weiteren Zwischenfall an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien, bei dem ein türkischer Soldat erschossen und zwei weitere verletzt wurden, entschied das Sicherheitskabinett jetzt, einzugreifen.

Aus dem Büro von Premierminister Ahmet Davutoglu hieß es: »In diesem Zusammenhang wurde eine Operation gegen Ziele von Daesch innerhalb der syrischen Grenzen durchgeführt.« Daesch ist die arabische Bezeichnung des IS. Gleichzeitig gab die Türkei grünes Licht für den Start amerikanischer Kampfjets von ihren Flugbasen für den Kampf gegen den Terror.

Jerusalem

Werden die Wahlen in Israel vorgezogen?

Likud-Ministerin Gila Gamliel schlägt im Radio Ende Juni oder Anfang Juli als Tag vor

von Sabine Brandes  05.03.2026

Nahost

Iran greift Golfstaaten an

Mehr als 1.000 mutmaßlich iranische Drohnen wurden in den vergangenen Tagen allein von den Vereinigten Arabischen Emirate entdeckt. Auch im Irak gab es Einschläge. Ein Ende der Angriffe ist bisher nicht in Sicht

 05.03.2026

Iran

Schah-Sohn attackiert mögliche Ajatollah-Nachfolger

Der einflussreiche iranische Oppositionspolitiker Pahlavi erklärt die Suche nach einem neuen Religionsführer für aussichtslos. Der 65-Jährige bringt sich erneut als Übergangsfigur ins Spiel

 05.03.2026

Nahost

Das falsche Pferd im Libanon

Geschwächt und unter Druck im eigenen Land versucht die schiitische Terrormiliz Hisbollah, sich vom Iran zu distanzieren

von Sabine Brandes  05.03.2026

Nahost

Neuer Raketenangriff Irans auf Israel - Sirenen in Tel Aviv

Das Teheraner Regime greift den jüdischen Staat weiterhin an. Ein Passagierflugzeug musste laut einem Medienbericht den Landeanflug abbrechen, als Raketen ankamen

 05.03.2026

Umfrage

Große Mehrheit jüdischer Israelis unterstützt Krieg gegen Iran

Selbst im linken Lager liegt die Zustimmung noch bei 76 Prozent. Unter israelischen Arabern ist die Zustimmung weitaus geringer

 05.03.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  05.03.2026 Aktualisiert

Interview

»Es ist ein gerechter Krieg«

Oppositionsführer Yair Lapid unterstützt die Präventivschläge Israels und der USA gegen den Iran

von Sabine Brandes  05.03.2026

USA

»Amerika gewinnt: entschlossen, verheerend und ohne Gnade«

Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, dass die USA sich alle nötige Zeit nehmen würden, um den Krieg zu gewinnen

 05.03.2026