Carmel-Feuer

»Fünf Millionen Bäume sind zerstört«

KKL-Hauptdelegierter Schaul Chorev Foto: Marco Limberg

Herr Chorev, wie sehr ist die Natur im Norden Israels von der Brandkatastrophe betroffen?
Neben dem großen menschlichen Leid haben wir es mit einer ökologischen Katastrophe unglaublichen Ausmaßes zu tun. Etwa 50 Quadratkilometer Fläche sind verbrannt, mehr als fünf Millionen Bäume zerstört.

Was bedeutet das für die Ökologie?
Das Carmel-Gebirge ist die grüne Lunge der Region. Ihr Verlust hat einen Effekt auf die gesamte Umgebung. Wir haben in den vergangenen 110 Jahren insgesamt 240 Millionen Bäume im Land gepflanzt. Die Begrünung hilft, den CO2-Effekt zu verringern und das Klima zu verbessern. Nun haben wir eine erhebliche Zahl von Bäumen verloren – aber nicht unsere Energie. Ganz im Gegenteil. Wir werden unsere Arbeit fortsetzen und die grüne Lunge wiederherstellen.

Wie lange wird es dauern, bis die Schäden beseitigt sind?
Es wird viele Jahre dauern, bis wir den Bestand erneuert haben. Die Bäume werden an die 30 Jahre brauchen, bis sie ihre ursprüngliche Höhe erreicht haben.

Was kann KKL jetzt tun?
Wir vom Jüdischen Nationalfonds, Keren Kayemeth LeIsrael (KKL), sind schon seit Donnerstag aktiv. Seitdem waren unsere Brandbekämpfer rund um die Uhr mit den anderen Kräften gemeinsam im Einsatz. Das Feuer ist gelöscht, nun gilt es, die Ökologie zu erneuern. Aber dazu zählen nicht nur die Bäume. Wir müssen auch die Parks, Wander- und Fahrradwege wiederaufbauen, die KKL angelegt hat. Wir sind noch nicht einmal mit der Beseitigung der Schäden des Libanonkrieges vor vier Jahren fertig. Nun haben wir diese neue, große He-rausforderung.

Wie kann dabei geholfen werden?
Wir haben sofort eine Spendenkampagne initiiert. Jeder kann uns finanziell unterstützen und dafür sorgen, dass wir neue Ausrüstung und Fahrzeuge zur Brandbekämpfung anschaffen, Bäume pflanzen und Grünanlagen wiederherstellen können.

Mit dem KKL-Hauptdelegierten sprach Detlef David Kauschke.

Geiseln

»Wie bitte - es gab keine Dringlichkeit?«

Ehemalige Verschleppte und Angehörige fordern den Rücktritt des Koordinators Gal Hirsch nach Interviews zu Befreiungskundgebungen

von Sabine Brandes  02.02.2026

Gaza

Grenzübergang Rafah teils für Personenverkehr geöffnet

Der Übergang ist das Nadelöhr für all diejenigen, die das Kriegsgebiet verlassen wollen. Jetzt sollen einige Palästinenser nach Prüfung durch Israels Geheimdienst wieder aus- und einreisen können

 02.02.2026

Militärübung

Israelische Armee probt für Angriff des Iran

Nördlich von Gaza trainierten Soldaten die Rettung von Verschütteten aus einem künstlich angelegten Trümmerfeld, das einem zerstörten Wohngebiet nachempfunden ist

 02.02.2026

New York/Tel Aviv/Gaza

Bericht: Bekannter Arzt aus Gaza soll Hamas-Oberst sein

Hussam Abu Safyia ist nicht nicht nur Mediziner und Krankenhaus-Chef, sondern ein ranghohes Hamas-Mitglied

 02.02.2026

Nahost

Israel rechnet diese Woche eher nicht mit US-Schlag gegen Iran

in Jerusalem wird Berichten zufolge eher von einem Zeitfenster von Wochen als von Tagen ausgegangen

 02.02.2026

Gesellschaft

Jüdisch-arabische Allianz als »Wendepunkt«

Bei der Großdemonstration gegen Gewalt und staatliches Versagen gingen am Samstag rund 40.000 Menschen in Tel Aviv auf die Straßen

von Sabine Brandes  01.02.2026

Nahost

Aus dem Leben eines Mossad-Spions im Iran

»Arash« googelte den israelischen Geheimdienst und wurde angeheuert. Kurz vor Beginn des Zwölf-Tage-Krieges wurde er ins Land geschleust

von Sabine Brandes  01.02.2026

Jerusalem

Tote Babys in illegaler Kita

In einer charedischen Kindertagesstätte starben zwei Kinder, mehr als 50 wurden verletzt. Wegen der angeordneten Autopsie kam es zu Ausschreitungen

von Sabine Brandes  01.02.2026

Reaktionen

»Außergewöhnliche Leistung des Staates Israel«

Freude und Erleichterung über Ran Gvilis Rückkehr

 01.02.2026