Krieg

Freigelassene Hamas-Geisel will wieder in die Armee

Edan Alexander Foto: Missing Families Forum

Krieg

Freigelassene Hamas-Geisel will wieder in die Armee

Am 7. Oktober 2023 wurde der israelische Soldat Edan Alexander von der Hamas nach Gaza verschleppt. Im Mai wurde er nach 584 Tagen freigelassen. Jetzt will er wieder kämpfen

von Jan-Uwe Ronneburger  20.09.2025 21:46 Uhr

Der im Mai von der Terrororganisation Hamas nach 548 Tagen als Geisel im Gazastreifen freigelassene Israeli Edan Alexander kündigt seine Rückkehr in den Armeedienst an.

»So Gott will, werde ich nächsten Monat nach Israel zurückkehren. Ich werde wieder die IDF-Uniform anziehen und stolz an der Seite meiner Brüder dienen«, sagte er auf Englisch in New York bei einer Veranstaltung der privaten US-Organisation FIDF. Sie setzt sich für die Unterstützung israelischer Soldaten ein.

Zugleich erinnerte er an die noch im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln. »Während ich frei bin, sind viele andere noch in Gefangenschaft. Wir dürfen sie nicht vergessen«, forderte der 21-Jährige. In Israel wird davon ausgegangen, dass noch etwa 20 von ihnen am Leben sind. Allerdings hat die Hamas behauptet, Geiseln auf mehrere Viertel der Stadt Gaza verteilt zu haben, um so die umstrittene israelische Offensive zu stoppen. 

Alexander war als Soldat bei dem Überfall der Hamas und anderer Extremisten aus dem Gazastreifen am 7. Oktober 2023 wie mehr als 250 andere Menschen verschleppt worden. Im Mai kam er im Rahmen einer Vereinbarung der Hamas mit den USA frei. Alexander besitzt neben der israelischen auch die US-Staatsbürgerschaft. 

Seine Zeit als Hamas-Geisel in den dunklen Tunneln unter dem Küstenstreifen beschrieb er als »die härtesten Tage meines Lebens«. Es seien »Tage des Kampfes, des Schmerzes und der Trennung von meiner Familie« gewesen.

»Meine Geschichte endet nicht mit dem Überleben. Sie geht mit dem Dienst weiter«, bekräftige Alexander. »Bis zum Sieg«, schloss er seine Rede.

Verhandlungen

Eltern der letzten Geisel fordern Ultimatum an Hamas

Die Angehörigen fürchten, dass Ran Gvili, der getötete israelische Polizist, in Phase zwei »in Gaza zurückgelassen« wird

von Sabine Brandes  18.01.2026

Trauer

»Verzeih, dass ich dich in eine grausame Welt brachte«

Kfir Bibas, das rothaarige Baby, das von palästinensischen Terroristen entführt und in Gaza ermordet wurde, wäre am Sonntag drei Jahre alt geworden

von Sabine Brandes  18.01.2026

Geiseln

»Die Liebe hat gesiegt«

Die Israelis wählen »Habaita« zum Wort des Jahres. Es enthält ein Versprechen: zurück »nach Hause«. Dort geht für die Entführten das Leben weiter. Zwei Paare, die der Terror trennte, haben sich nun verlobt

von Sabine Brandes  18.01.2026

Nahost

Israel verärgert wegen personeller Besetzung von Gaza-Gremium

Ranghoher US-Beamter reagiert auf Kritik Netanjahus: »Das ist unsere Show, nicht seine Show.«

 18.01.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Rachel Goldberg-Polin veröffentlicht Memoiren

Die Mutter der getöteten Hamas-Geisel Hersh Goldberg-Polin: »Ich setzte mich hin, um meinen Schmerz aufzuschreiben, und heraus strömten Verlust, Leid, Liebe, Trauer, Hingabe, Kummer, Verehrung und Zerrissenheit«

 16.01.2026

Waffenstillstands- und Geiselbefreiungsabkommen

Netanjahu bezeichnet Phase 2 als »symbolisch«

Die USA starten den nächsten Schritt in Gaza, obwohl die Hamas die Waffen nicht niedergelegt und die letzte Geisel noch nicht überführt hat

von Sabine Brandes  15.01.2026

Iran

Israelische Experten rechnen mit Fortsetzung der Proteste

Das Mullah-Regime kann die Demonstrationen mit brutaler Gewalt bekämpfen, sei aber außerstande, die tiefergehenden Ursachen der Proteste zu beheben

 15.01.2026

Antisemitismus

Schriftstellerin Funk lebt lieber in Tel Aviv

Künstlerinnen und Künstler aus Israel klagen seit Langem über Schwierigkeiten in Deutschland

 15.01.2026

Naturgewalt

Erdbeben der Stärke 4,2 in Israel

Erstmals wurde das Warnsystem großflächig ausgelöst. Die Erschütterungen waren bis ins Zentrum spürbar

von Sabine Brandes  15.01.2026