Israel

Fossilien werfen neues Licht auf Menschheit

Fossilienfunde in einer Höhle im nordisraelischen Karmelgebirge deuten darauf hin, dass eine Auswanderungswelle des Homo sapiens vor rund 200.000 Jahren während der Eiszeit stattgefunden hat. Foto: imago

Der moderne Mensch hat Afrika möglicherweise deutlich früher verlassen, als bisher angenommen. Fossilienfunde in einer Höhle im nordisraelischen Karmelgebirge deuteten darauf hin, dass eine Auswanderungswelle des Homo sapiens vor rund 200.000 Jahren während der Eiszeit stattgefunden habe, heißt es in einer Mitteilung der israelischen Antikenbehörde (IAA) und der Universität Haifa von Montag.

Forscher beider Einrichtungen untersuchten Tierfossilien in der Milija-Höhle und fanden Reste von 13 verschiedenen Nagern und Insektenfressern, darunter Arten, die heute in kalten Bergregionen wie dem Kaukasus verbreitet sind. Die tierischen Überreste wurden in derselben Schicht mit einem knapp 200.000 Jahre alten menschlichen Kieferknochen gefunden, der zu den ältesten menschlichen Knochenfunden außerhalb Afrikas zählt.

Zu den Funden gehört nach Angaben der Forscher eine nur in kalten Gebieten vorkommende Wühlmaus, die während der Eiszeit in der Region verbreitet war und vor 150.000 Jahren aus ihr verschwand. Dies zeige zum einen, dass es in Israel klimatische Bedingungen gegeben habe, die den Nagern ein Überleben ermöglichten. Der Fund menschlicher Knochen in derselben archäologischen Schicht lege ferner nahe, dass auch der Mensch sich dem Klima angepasst habe.

Die Funde, die am Sonntag in der Fachzeitschrift »Journal of Human Evolution« veröffentlicht wurden, widerlegen nach Einschätzung der Forscher die verbreitete Annahme, dass das Klima während der Eiszeit menschliche Wanderungsbewegungen zwischen den Kontinenten verhindert habe. Damit geben dsie neue Aufschlüsse über die Herkunft des modernen Menschen, seine Entwicklung sowie seine Anpassungsfähigkeit. kna

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026

Westjordanland

Nach Messerangriff: Terrorist in Dschenin getötet

Der Mann hatte versucht, Soldaten mit einem Messer anzugreifen. Wie sich herausstellte, war er der Vater eines prominenten Terroristen

 21.08.2026

Terror

Israelische Armee tötet Hamas-Kommandeur, der am 7. Oktober beteiligt war

Bei dem Getöteten handelt es sich laut IDF um Sobhi Sami Mahmoud Shahtot. Er soll als Zugführer der Hamas tätig gewesen sein und verschleppte Israelis bewacht haben

 21.08.2026

Berlin

Amnesty International ruft Hamas zum Ende der Gewalt auf

Gewalt und außergerichtliche Hinrichtungen durch die Terrororganisation auch gegen Palästinenser kommen laut UN regelmäßig vor. Menschenrechtler fordern ein sofortiges Ende dieser Verbrechen

von Anna Mertens  21.08.2026

Jerusalem

Benny Gantz: »Ich kann die politischen Lager zusammenbringen«

Der Oppositionspolitiker will ein Bündnis verantwortungsbewusster und moderater Zionisten aus verschiedenen politischen Richtungen bilden

 21.08.2026

Richter Yechiel Kasher

Tel Aviv

Oberstes Gericht stoppt Schließung von Armee-Sender Galei Zahal

Richter Yechiel Kasher kritisiert den Versuch Jerusalems, das Armee-Radio abzuschalten: »Eine Regierung, die auf diese Weise handelt, ist ausgesprochen undemokratisch.«

 21.08.2026

Westjordanland

Qusra: US-Botschafter warnt Siedler vor Enteignung palästinensischer Familien

Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, sagt, es gehe nicht nur um einen Verstoß gegen menschengemachtes Recht, sondern auch »gegen Gottes Gesetz«

 21.08.2026

Benjamin Graumann Jüdische Gemeinde Frankfurt

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  21.08.2026

Ben Gurion Airport

Gepäckstreik sorgt für Chaos an Tel Aviver Flughafen

Ein Streik beim Gepäckpersonal bringt den Flughafen bei Tel Aviv zum Stillstand. Lange Schlangen und dichtes Gedränge prägen einen der verkehrsreichsten Tage der Sommerferien

 20.08.2026