Angesichts der anhaltenden Sicherheitslage hat Israel die Beschränkungen für den Luftverkehr erneut verschärft. Am Ben-Gurion-Flughafen dürfen ab sofort deutlich weniger Passagiere pro Flug mitgenommen werden als bisher. Der israelische Kanal N12 berichtete.
Die Zahl der Fluggäste pro startender Maschine wurde demnach erneut auf lediglich 50 begrenzt. Zuvor lag die Kapazität zeitweise bei 120 bis 150 Passagieren. Die Entscheidung geht auf Sicherheitsbehörden zurück und wurde von Verkehrsministerin Miri Regev umgesetzt.
Neben der reduzierten Passagierzahl wird auch die Frequenz der Flüge erneut gedrosselt. Der Betrieb soll wieder auf das Niveau unmittelbar nach der Wiederöffnung des Luftraums zurückgefahren werden – mit nur einem Start und einer Landung pro Stunde.
Automatische Umbuchung
Unklar ist derzeit, nach welchen Kriterien Fluggesellschaften entscheiden, welche Passagiere tatsächlich befördert werden. Die drastische Begrenzung dürfte für viele Reisende kurzfristige Änderungen oder Ausfälle bedeuten.
Die israelische Fluggesellschaft El Al hatte bereits in den vergangenen Tagen zahlreiche Verbindungen gestrichen. Insgesamt wurden rund 25.000 Tickets annulliert. Betroffen sind Dutzende Ziele. Kunden können zwischen einer vollständigen Rückerstattung und einem Gutschein für zukünftige Flüge wählen.
In einer aktuellen Mitteilung erklärte das Unternehmen, dass der Flugbetrieb bis auf Weiteres stark eingeschränkt bleibe. »Flüge zwischen dem 21. und 28. März werden nur zu einer begrenzten Anzahl von Zielen durchgeführt«, hieß es. Passagiere würden – sofern möglich – automatisch auf verfügbare Verbindungen umgebucht.
Zudem wurde Rom kurzfristig wieder in den Flugplan aufgenommen. Gleichzeitig bleibt der Verkauf von Tickets für Abflüge aus Israel bis Mitte April ausgesetzt. Für Flüge nach Israel können weiterhin Tickets erworben werden, sofern Plätze verfügbar sind.
Auch andere Fluggesellschaften reagieren auf die Lage. So kündigte Israir an, den ursprünglichen Flugplan bis Ende März vollständig auszusetzen. Das Unternehmen erklärte, man werde sich bemühen, möglichst viele betroffene Passagiere auf verfügbare Flüge umzubuchen.
Für Kunden, die nicht reisen können oder wollen, werden ebenfalls Alternativen angeboten, darunter Rückerstattungen oder Gutscheine.
Die Einschränkungen treffen den Reiseverkehr zu einem sensiblen Zeitpunkt: Kurz vor Pessach steigt üblicherweise die Nachfrage nach Flügen deutlich an. Nun jedoch zwingt die Sicherheitslage Israel zu drastischen Maßnahmen, die den internationalen Reiseverkehr weiterhin stark beeinträchtigen. im