Israel

Festnahmen nach palästinensischem Terroranschlag

Familienmitglieder nehmen Abschied vom jüngsten Opfer des palästinensischen Terrors im Westjordanland. Foto: copyright (c) Flash90 2023

Nach einem terroristischen Anschlag auf eine Israelin haben Sicherheitskräfte in der Nacht zum Dienstag zwei palästinensische Tatverdächtige festgenommen. Die miteinander verwandten Männer seien in Hebron im südlichen Westjordanland gefasst worden, teilte die israelische Armee mit.

Im Verhör hätten sie sich mit dem Anschlag in Verbindung gebracht. Auch die mutmaßliche Tatwaffe, ein Schnellfeuergewehr, sei sichergestellt worden.

Bei der Attacke waren nach Medienberichten mehr als 20 Schüsse auf ein Fahrzeug abgegeben worden, das südlich von Hebron unterwegs war. Dabei wurde eine 40-jährige Frau getötet. Ihre zwölfjährige Tochter musste die Ermordung der Mutter mit ansehen, blieb aber selbst unverletzt. Der Fahrer des Autos erlitt schwere Schussverletzungen.

Terrorwelle Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte den Tatort am Montag gemeinsam mit Verteidigungsminister Joav Galant und Armeechef Herzi Halevi besucht. »Wir befinden uns auf dem Höhepunkt einer Terrorwelle, die vom Iran und seinen Helfershelfern ermutigt, geleitet und finanziert wird«, sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros.

Die palästinensischen Al-Aksa-Brigaden, die Teil der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sind, hatten den Anschlag für sich reklamiert.

Bereits am Samstag waren zwei Israelis - Vater und Sohn - in der palästinensischen Stadt Huwara in einer Waschanlage erschossen worden. Die Armee sucht weiter nach den Tätern.

Mehrere Minister der Regierung forderten nach den Anschlägen ein härteres Vorgehen des Militärs. dpa/ja

Israelische Zeitungen

Wahlergebnisse

»Sieg der Extreme«

Nach dem AfD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern wächst in Israel die Aufmerksamkeit für Deutschlands politische Verschiebung

von Sabine Brandes  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026

Umfrage

Mehrheit sieht keine Chance für friedliche Zwei-Staaten-Lösung

Eine friedliche Koexistenz ist für eine Mehrheit der Israelis und eine noch größere Mehrheit der Palästinenser im Westjordanland und in Ostjerusalem derzeit nicht vorstellbar

 22.09.2026

Alei Zahav

Terroranschlag im Westjordanland: Vater rettet seinem Sohn das Leben und stirbt

»Papa, ich möchte dir für 16 gemeinsame Jahre danken. Danke, dass du mir zugerufen hast, als der Terrorist kam«, sagte der 16-Jährige Yoav bei der Beerdigung seines Vaters

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Jerusalem

Ein toter Israeli bei Terroranschlag im Westjordanland

Kurz vor Beginn von Jom Kippur kommt es zu zwei Terroranschlägen im von Israel besetzten Westjordanland. Ein israelischer Zivilist und einer der angreifenden Palästinenser werden getötet

 20.09.2026

Jerusalem

Präsident Herzog begnadigt verurteilten Ex-Soldaten Elor Asaria

Israels Präsident lässt einen Strafregistereintrag des ehemaligen Soldaten löschen, der 2016 einen am Boden liegenden, palästinensischen Attentäter tötete. Die israelische Armee war laut Berichten dagegen

 20.09.2026

Kommentar

Wo ist mein Berlin, in dem es keinen Hass auf Juden mehr geben sollte?

Unsere Gastautorin Dorothea Schupelius warnt vor der unheiligen Allianz der Linkspartei mit radikalen Muslimen - und vermisst das Berlin, in dem sie aufgewachsen ist

von Dorothea Schupelius  20.09.2026