Terror

Ferienparadies unter Beschuss

Die Tourismusbranche hofft, dass es nach dem Zwischenfall keine Stornierungen geben wird. Foto: Flash 90

Zwei Raketen des Typs Grad sind am Mittwochmorgen in der israelischen Stadt Eilat eingeschlagen. Eines der Geschosse landete in einem Wohngebiet, das andere auf einem Feld. Es entstand lediglich leichter Sachschaden, verletzt wurde niemand. Alarmsysteme schrillten und forderten die Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Das Raketenabwehrsystem »Eiserne Kuppel«, das vor zwei Wochen in Eilat stationiert worden war, hatte die Raketen nicht abgeschossen, da es noch nicht im Einsatz war. Die israelische Armee geht davon aus, dass der Terroranschlag auf das Konto von Islamisten im benachbarten Sinai geht. Zunächst bestritten die Behörden jenseits der Grenze, dass von ägyptischem Boden aus abgefeuert wurde. Kurze Zeit darauf jedoch untersuchten Soldaten der Armee des Nachbarlandes die Gegend auf Spuren.

Sicherheit Kurzzeitig wurde am Morgen sogar der Flughafen von Eilat geschlossen, Maschinen in andere Städte umgeleitet. Mittlerweile ist er jedoch wieder geöffnet. Touristen in den Hotels wurden in Sicherheitsräume geleitet, ebenso Schul- und Kindergartenkinder. Die Tourismusbranche hofft, dass es nach dem Zwischenfall keine Stornierungen geben wird. Bürgermeister Meir Yitzhak Halevi erklärte, dass er hoffe, diese »schwierige Episode« sei vorbei.

Premierminister Benjamin Netanjahu befindet sich derzeit in London zur Beerdigung der einstigen Premierministerin Englands, Margaret Thatcher. Energieminister Silvan Schalom erklärte für die Regierung: »Noch gestern haben wir den Unabhängigkeitstag unseres Staates gefeiert, doch schon heute sind wir schmerzhaft in die Realität zurückgeschickt worden, in der wir leben.«

Nachrichten

Besuch, Rakete, Schwindler

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  04.12.2022

Analyse

Wenig Hoffnung

30 Jahre nach den Osloer Abkommen tobt eine neue Terrorwelle

von Sabine Brandes  01.12.2022

Rahat

Schatzsuche im Brunnen

Drei Antiquitätenräuber wurden in der archäologischen Stätte von Horvat Maaravim auf frischer Tat ertappt

von Sabine Brandes  30.11.2022

Jerusalem

Netanjahu will mehr Zeit für Regierungsbildung

Likud will Gesetz ändern, um den wegen Steuervergehen vorbestraften Arie Deri wieder zum Minister zu machen

von Sabine Brandes  30.11.2022

Archäologie

3000 Jahre alter Skarabäus entdeckt

Nach Angaben der Altertumsbehörde stammt das Fundstück aus der Bronzezeit

 30.11.2022

Tourismus

Wüstes Vergnügen

Im Negev soll ein großer Freizeitpark entstehen und die Region attraktiver machen

von Sabine Brandes  29.11.2022

UN-Teilungsplan

Für Herzls Vision

Unser Autor feierte in Jerusalem den Beschluss der Vereinten Nationen vom 29. November 1947 – und kämpfte bei der Palmach für die Unabhängigkeit

von Karl Pfeifer  29.11.2022

Jerusalem

»Nichts weniger als Wahnsinn«

Der rechtsextreme Parlamentarier Avi Maoz von der Anti-LGBTQ-Partei Noam unterzeichnet Abkommen mit dem Likud

von Sabine Brandes  28.11.2022

Nachrichten

Hirsche, Botschaft, Alter

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  27.11.2022