Jerusalem

»Es kommen bessere Tage«

Israels Präsident Reuven Rivlin im Februar 2020 Foto: Flash 90

Vor Beginn eines verschärften Lockdowns in Israel hat Präsident Reuven Rivlin die Menschen zur Einhaltung der Corona-Regeln aufgerufen.

Ein Nichtbefolgen untergrabe die gemeinsamen Bemühungen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sagte Rivlin am Donnerstag nach Angaben seines Büros in einer Rede an die Nation. Dadurch bestehe auch die Gefahr, Gräben zwischen den unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen zu vertiefen. »Es kommen bessere Tage«, sagte Rivlin mit Blick auf die laufende Impfkampagne. Vorerst gelte es aber noch, geduldig und diszipliniert zu sein.

verschärfung Ab Mitternacht sollte in Israel ein seit Ende 2020 geltender Teil-Lockdown für zwei Wochen verschärft werden. Versammlungen werden noch stärker eingeschränkt. Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen müssen bis auf wenige Ausnahmen schließen – wie auch Betriebe und Unternehmen aus nicht lebensnotwendigen Bereichen.

Die Regierung will mit dem sogenannten harten Lockdown vor allem eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

Bereits erlassene Einschränkungen der Bewegungsfreiheit gelten weiter. Die Regierung will mit dem sogenannten harten Lockdown vor allem eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.

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neuinfektionen Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte seit Mitte Oktober einen zweiten landesweiten Lockdown schrittweise gelockert. Seither nahmen Neuinfektionen und schwere Erkrankungen wieder zu. In den vergangenen Tagen hatte die Zahl der Neuinfektionen bei etwa 8000 pro Tag gelegen. In Israel leben rund 9,3 Millionen Menschen. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner, hier wurden zuletzt 26.291 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert.

In Israel wurden nach Angaben von Gesundheitsminister Yuli Edelstein bislang knapp 1,6 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Medienberichten zufolge traf am Donnerstag die erste Lieferung eines zweiten Impfstoffes in dem Land ein, der des Herstellers Moderna. dpa

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