Israel

Erstes Kraggewölbe in der südlichen Levante gefunden

Ein Gang in Kragbauweise (Symbolbild) Foto: picture alliance

Archäologen haben im Norden Israels ein etwa 3800 Jahre altes sogenanntes Kraggewölbe aus Lehmziegeln gefunden. Es sei das erste Mal, dass diese Vorform des späteren Gewölbebaus in der südlichen Levante gefunden worden sei, sagte der Forscher Mario Martin von der Universität Innsbruck. Er ist an den Ausgrabungen in einer antiken Anlage in Tel Schimron beteiligt, deren Ergebnisse am Donnerstag veröffentlicht wurden.

Bei einem Kraggewölbe bilden Mauersteine einen Bogen, der sich nach oben verjüngt, bis zu einem Schlussstein. Die antike kanaanitische Stadt Tel Schimron sei ein wichtiger Ort gewesen, vor allem wegen der strategischen Lage an zwei der wichtigsten Handels - und Verkehrsstraßen der Bronze- und Eisenzeit, erklärte Martin. Dies seien die Via Maris, die von Ägypten nach Mesopotamien führte, und die Route, die die Mittelmeerküste mit Saudi-Arabien verband.

Bronzezeit Auf der Akropolis von Tel Schimron habe man ein massives Gebäude aus Lehmziegeln ausgegraben, die außergewöhnlich gut erhalten seien. Die etwa 20 Hektar große Anlage sei zu Beginn der mittleren Bronzezeit - früh im zweiten Jahrtausend vor Christus - von der Elite von Tel Schimron bewohnt worden. Das Gebäude sei mehr als sieben Meter hoch und mit mehr als 40.000 Lehmziegeln errichtet worden. Darin habe man einen sehr engen Korridor gefunden, der nach links abbiegt in eine nach unten führende Treppe. Darüber befinde sich das Kraggewölbe.

»Einen Durchgang mit einem Gewölbe so gut erhalten zu finden, ist für einen Archäologen etwas Unvergleichliches«, sagte der Forscher. »Solch aufregende Sachen passieren uns vielleicht einmal im Leben, vielleicht keinmal im Leben.« dpa

Nahost

Deutschland warnt Bürger in Israel

Angesichts eines möglichen US-Angriffs auf den Iran mit Folgen auch für Israel hat das Auswärtige Amt Deutsche vor Ort zu Sicherheitsmaßnahmen aufgerufen

 24.02.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  24.02.2026

Nahost

US-Botschafter irritiert mit Aussagen über Israels Grenzen

Der US-Gesandte in Israel, Mike Huckabee, verärgert arabische Staaten im Interview mit Tucker Carlson

von Sabine Brandes  24.02.2026

Aliya

»Ich habe gewonnen«: Auschwitz-Überlebende (96) wandert nach Israel aus

Charlotte Roth will mehr Zeit mit ihrer Familie bringen, die zum größten Teil aus den USA nach Israel eingewandert ist

 24.02.2026

Jerusalem

»Schwerwiegendster Fehler in der Geschichte«: Israel warnt Iran vor Angriff

Die Hintergründe

 24.02.2026

Nahost

US-Botschaftspersonal soll Libanon verlassen

Das amerikanische Außenministerium hat alle Mitarbeiter, die »nicht für den Notfall« benötigt werden, nach Hause beordert

 23.02.2026

Mailand

Israel schließt eigenes Bobteam von Olympia aus

Die Aktionen eines Athleten hätten gegen olympische Werte verstoßen, so die Begründung des Komitees

 23.02.2026

Nahost

Tucker Carlson blamiert sich in Israel

Der rechte Moderator hatte behauptet, er sei am Flughafen Ben-Gurion festgesetzt worden. Doch Videoaufnahmen zeigen ein anderes Bild

 22.02.2026 Aktualisiert

Kommentar

Eure Masche zieht nicht mehr!

Mittlerweile hat es sich selbst im Kulturbetrieb herumgesprochen, dass die Bigotterie der sogenannten pro-palästinensischen Aktivisten allzu durchschaubar ist, wenn Menschenrechte gepredigt und im gleichen Atemzug »Genozid« und »Boykott« geschrien wird

von Sophie Albers Ben Chamo  22.02.2026