Nahost

Erneut israelische Angriffe in Syrien

Syrische Luftabwehrraketen über Damaskus (2018) Foto: dpa

Israel hat syrischen Angaben zufolge erneut Ziele in Syrien angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete unter Berufung auf Militärkreise, israelische Raketen hätten einen Militärflughafen im Zentrum des Landes getroffen.

Bei den Angriffen sei ein Soldat ums Leben gekommen, zwei weitere seien verletzt worden. Zudem seien ein Munitionsdepot sowie mehrere Gebäude beschädigt worden.

IRAN Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass sogar mindestens fünf Menschen, darunter ein Soldat der Regierung, getötet worden seien, nachdem israelische Flugzeuge den Stützpunkt im Osten der Provinz Homs getroffen hätten. In diesem ist demnach Ausrüstung der iranischen Revolutionsgarden untergebracht.

Anders als in jüngster Vergangenheit schweigt Jerusalem diesmal zu den Angriffen.

Die vermeintlichen israelischen Angriffe richteten sich demnach auch gegen Stellungen und Waffenlager iranischer Kräfte sowie der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah. Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv sagte am Montag zu dem neuen Angriff: »Wir kommentieren keine ausländischen Berichte.«

Nur wenige Stunden zuvor hatte Israels Luftwaffe nach Raketenangriffen aus Syrien in der Nacht zum Sonntag Ziele in dem feindlichen Nachbarland attackiert. Nach Angaben von Sana wurden dabei drei Soldaten getötet und sieben weitere verletzt.

Die Angriffe sollen sich gegen iranische Stellungen und gegen die Hisbollah gerichtet haben.

TEHERAN Die israelische Armee greift immer wieder Ziele in dem benachbarten Bürgerkriegsland an. Die Bombardierungen richten sich nach Einschätzung von Beobachtern gegen Kräfte, die mit dem Iran verbunden sind. Die Regierung in Teheran ist eng mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad verbündet. Sie unterstützt zahlreiche Milizen, die im Bürgerkrieg an der Seite der Regierungstruppen kämpfen. Iran droht dem jüdischen Staat immer wieder mit seiner Auslöschung.

Am Samstagabend waren zwei Geschosse von Syrien aus in Richtung Hermon-Berg abgefeuert worden. Dabei sei niemand verletzt worden. Der Hermon-Berg gehört zu den 1967 im Sechstagekrieg von Israel eroberten Golanhöhen.  dpa/ja

Wirtschaft

Israel-Tourismus erholt sich langsam

Zwar ist die Branche noch weit vom Rekordjahr 2019 entfernt, doch in 2025 tourten 1,3 Millionen Besucher durchs Land

von Sabine Brandes  07.01.2026

Diplomatie

Gideon Sa’ar besucht Somaliland

Vor Ort bezeichnete der israelische Außenminister die Entscheidung seines Landes, Somaliland anzuerkennen, als »moralisch richtig«

 07.01.2026

Dialog

Israel und Syrien vereinbaren Kommunikationskanal unter US-Vermittlung

Mit US-Unterstützung nehmen Israel und Syrien ihren Dialog wieder auf. Ein neuer Kommunikationsmechanismus soll künftig Streit zwischen den beiden verfeindeten Ländern verhindern

 07.01.2026

Jerusalem

Massenprotest gegen Wehrpflicht - Bus überrollt Menschen

Bei einem Protest Ultraorthodoxer gegen den Militärdienst in Jerusalem wurden mehrere Menschen von einem Bus erfasst. Die Polizei spricht von »gewalttätigen Unruhen«

 07.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  06.01.2026

Wissenschaft

Israels Forscher erzielen Erfolg in Alzheimerforschung

Ausgerechnet ein zelluläres »Entsorgungssystem«, das eigentlich schädliche Proteine beseitigen soll, könnte zur Weiterverbreitung der Krankheit beitragen

 06.01.2026

Sexualisierte Gewalt

Romi Gonen: »Der Hamas-Chef schlug mir einen Deal vor«

Die ehemalige Geisel der Terrororganisation berichtet in Teil zwei ihres Interviews, was nach den Übergriffen geschah

von Sabine Brandes  06.01.2026

Jerusalem

Netanjahu attackiert Opposition in hitzigem Knesset-Duell

Die Aufklärung des 7. Oktobers, die Wehrpflicht für Ultraorthodoxe und »Katargate« wurden auf Druck der Opposition im israelischen Parlament diskutiert

 06.01.2026

Blumen und Kerzen sind als Zeichen des Gedenkens an die Opfer nach dem Brand in der Bar und Lounge »Le Constellation« in Crans-Montana.

Schweiz

Drittes jüdisches Mädchen tot

Bei der tödlichen Katastrophe im Nobelskiort Crans-Montana sind drei junge jüdische Frauen ums Leben gekommen

von Nicole Dreyfus  06.01.2026