Wirtschaft

Einhörner voraus

In der Start-up-Szene vorne mit dabei: Israel Foto: Getty Images/iStockphoto

In Israel gibt es immer mehr Einhörner. Allerdings handelt es sich dabei nicht um die magischen Fabelwesen, sondern um Start-up-Firmen, die eine Milliarde oder mehr Dollar wert sind. Die sind weltweit so rar, dass man sie als Einhörner bezeichnet.

Während Israelis nur 0,11 Prozent der Weltbevölkerung stellen, gehören ihnen mehr als 5,6 Prozent der megaerfolgreichen Start-ups. Im Dezember veröffentlichte TechAviv, eine Vereinigung israelischer Firmengründer in aller Welt, diese Zahlen. Von den 500 vertretenen Unternehmen in der Welt haben 30 mindestens einen Gründer, der aus Israel stammt. Allein 2019 erreichten 13 hierzulande den außergewöhnlichen Status.

projekte Zu den Einhörnern des vergangenen Jahres gehören: TripActions, das auf vier Milliarden Dollar geschätzt wird. Die App von Ilan Twig und Ariel Cohen soll das Reisen für Firmen und Geschäftsleute erleichtern. Monday.com (1,9 Milliarden Dollar) ist ein Tool für Gemeinschaftsarbeitsplätze. Hier können Teams Projekte, Deadlines und anderes koordinieren. Auch Landa Digital Printing (1,8 Milliarden Dollar) ist dabei. Der »Vater« des digitalen Drucks, Benny Landa, gründete sein Unternehmen bereits 2002 und entwickelte eine neue Technologie namens Nanographie. Trax von Dror Feldheim und Joel Bar-El will das Management für Ladenregale und die Haltbarkeit von Produkten revolutionieren. Dafür sind sie heute 1,1 Milliarden Dollar wert.

Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine Liste israelischer Firmen, sondern privater Tech-Unternehmen, bei denen mindestens ein Israeli Mitbegründer ist. »Damit«, so TechAviv, »wollen wir den massiven Einfluss von israelischen Gründern auf die globale Innovationswirtschaft beleuchten.« Die Venture-Capital-Industrie stecke derzeit »voller Bargeld«, was es leichter mache, Investitionen zu erhalten.

Jedoch könne die Bewertung der Unternehmen durchaus riskant sein. Denn oft basierten sie auf einer einzigen Investitionsrunde und nicht auf wiederholten Gewinnen. Doch die israelischen Unternehmer verfügten mittlerweile über genügend Know-how und Geduld, um keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen. Vielmehr würden sie »dranbleiben« und ihre Firmen aufbauen. Damit, meint TechAviv, wird sich Israel von der Start-up-Nation zu einer Aufsteigernation entwickeln.

Terror

Wieder Angriffe mit Brandballons

Israels Armee beschießt als Reaktion Einrichtungen der Hamas

 12.08.2020

Covid-19

Israel prüft mögliche Nutzung von russischem Impfstoff

Gesundheitsminister Juli Edelstein: »Ich will aber niemandem Illusionen machen«

 11.08.2020

Corona

Fremdenführer sollen in Schulen assistieren

Die von der Krise hart getroffenen Arbeitnehmer sollen in Israel nun vorübergehend an Schulen eingesetzt werden

 11.08.2020

Israel

Rivlin: Weitere Neuwahl wäre »unverzeihlicher Schlag«

Der Staatspräsident appelliert an die Koalition

 11.08.2020

Nach Angriffen

Israel schließt Übergang nach Gaza

Benjamin Netanjahu: der »Ballon-Terror« werde einen hohen Preis haben

 11.08.2020 Aktualisiert

Türkei

Die Neo-Osmanen

Das Streben Ankaras nach regionaler Vorherrschaft ist auch gegen Jerusalem gerichtet

von Tal Leder  10.08.2020

Israel

Schülerzahlen in den Klassen deckeln

Nicht mehr als 18 Kinder sollen in einer Gruppe lernen

 10.08.2020

Israel

Kulturelle Veranstaltungen wieder möglich

Die Regierung genehmigt Events unter freiem Himmel – unter Corona-Auflagen

 10.08.2020

Hamas

Wieder Brandballons aus Gaza

Israels Luftwaffe reagiert auf den Terror mit einen Gegenangriff, um sich zu schützen

 10.08.2020