Corona-Pandemie

Eine Studie zeigt, warum Israel schneller gegen Corona impft

Israel impft auch schon junge Menschen gegen das Coronavirus. Foto: Flash 90

Krisenerfahrene Länder haben in der Corona-Pandemie einer Studie zufolge ihre Bevölkerung schneller geimpft. Diese Länder hätten »entschlossener Impfstoff geordert und ihn schneller verabreicht«, teilte das Münchner ifo-Institut für Wirtschaftsforschung am Mittwoch mit.

Insgesamt wurden die 37 Industrienationen der OECD für die Studie des Instituts herangezogen. Als besonders krisenerfahren schnitt Israel ab, wie es hieß.

ENTSCHLOSSENHEIT Krisenerfahrung führe dazu, dass trotz der zunächst großen Unsicherheit bezüglich der Wirksamkeit der neu entwickelten Vakzine entschlossener Impfstoffe bestellt und Impfkampagnen vorbereitet worden seien, sagte Niklas Potrafke, Co-Autor der Studie und Leiter des ifo-Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie.

Als Krisenerfahrung werteten die Studienmacher etwa das Erleben eines Krieges, einer Epidemie oder einer Naturkatastrophe.

EINSTELLUNG Die Erfahrung einer Krise beeinflusse auch die persönliche Einstellung der Menschen zu Corona-Impfungen, hieß es weiter. »Personen, die in ihrer Jugend im Alter zwischen 18 und 25 Jahren Krisenerfahrungen in ihrem Land gemacht haben, möchten sich eher gegen Corona impfen lassen«, erläuterte Potrafke.

Die Ergebnisse der Studie berücksichtigen länderspezifische Unterschiede, wie die Betroffenheit durch die Corona-Pandemie, die Wirtschaftskraft und das Gesundheitssystem. epd

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Jom Hasikaron

Wenn Hunde heilen

Ein Projekt in Israel bringt Soldaten und traumatisierte Überlebende mit jungen Hunden zusammen – und schafft stille Rettungsräume im Alltag. Eine Begegnung im Yarkon-Park in Tel Aviv

von Sabine Brandes  20.04.2026

Israel

Herzog zeichnet Milei mit Ehrenmedaille aus

Javier Milei erhält in Jerusalem die höchste zivile Auszeichnung des jüdischen Staates. Der argentinische Präsident stellte sich im Konflikt mit dem Iran klar an die Seite Israels und der USA

 20.04.2026

Jom Hasikaron

Schmerz und Erinnerung im Herzen der Stadt

Welche Zukunft hat der Gedenkort der Terroropfer und gefallenen Soldaten am zentralen Dizengoff-Platz in Tel Aviv?

von Sabine Brandes  20.04.2026

Waffenruhe

Präsident Aoun: Libanon verhandelt alleine mit Israel

Seit ein paar Tage gilt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon eine Waffenruhe. Die Regierung in Beirut will dauerhafte Stabilität für den Mittelstaat erreichen

 20.04.2026

Nahost

Soldat schlägt auf Jesus-Statue ein. Israel kündigt harte Strafe an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Attacke »aufs Schärfste«. Das israelische Militär kündigte »angemessene Maßnahmen« gegen alle Beteiligten an

 20.04.2026

Nahost

Iran richtet zwei Männer hin

Den Verurteilten wurde vorgeworfen, für den Mossad spioniert zu haben. Menschenrechtler sprechen jedoch davon, dass es sich um politische Gefangene gehandelt habe

 20.04.2026

Nord-Israel

Kiryat Schmona: Bewohner demonstrieren gegen Waffenruhe mit Hisbollah

Die Demonstranten werfen der Regierung vor, die Sicherheitsinteressen des Nordens preiszugeben

 20.04.2026

Staatsbesuch

Milei sagt Israel Unterstützung zu – Direktflüge und Botschaftsumzug angekündigt

Neben der Politik kommt die Kultur nicht zu kurz: Für eine israelische Fernsehsendung zum morgigen Jom Haatzmaut singt der argentinische Präsident einen Song

 20.04.2026