Ehre

»Ein Mann der Ideen«

Präsident Rivlin (M.) bei der Auszeichnung am Donnerstag mit Gadi Eizenkot (l.) und Robin Neustein Foto: Marc Neyman (GPO)

Der israelische Präsident Reuven Rivlin ist am Donnerstag mit der prestigeträchtigen Medaille des Washington Institute für Nahost-Politik ausgezeichnet worden.

Damit reiht er sich in eine illustre Reihe von Preisträgern ein – wie beispielsweise der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, der einstige britische Premierminister Tony Blair und König Abdullah II. von Jordanien.

VIDEO König Abdullah sandte aus dem haschemitischen Königreich ein Glückwunsch-Video an seinen israelischen Nachbarn. Nachdem der Direktor des Instituts, Robert Satloff, Rivlin die Medaille virtuell über »Zoom« aus Washington verliehen hatte, betonte er, es sei eine Ehre, den Präsidenten für seine »Verpflichtung zur Integrität, Toleranz, Einheit und Hoffnung« auszuzeichnen.

»Sie sind ein Staatsmann, dessen Aufrichtigkeit und Integrität außer Zweifel stehen.«

Ehemaliger Stabschef Gadi Eizenkot

Persönlich in Jerusalem anwesend waren die Vertreterin des Washington Institute in Israel, Robin Neustein, und der einstige Armeechef Gadi Eizenkot. Der sagte: »Präsident Rivlin, Sie sind ein Mann der Ideen und ein Mann des Volkes. Ein Gelehrter, dessen Wissen darüber, woher Ihr Volk kommt, es in die Zukunft weist. Sie sind ein Staatsmann, dessen Aufrichtigkeit und Integrität außer Zweifel stehen.«  

PARLAMENT »Demokratie ist Demokratie«, begann Rivlin seine Ansprache, nachdem er sich für »die große Ehre« bedankt hatte. »Israel ist ein jüdischer demokratischer Staat. Nicht weniger jüdisch und nicht weniger demokratisch. Selbst 120 Mitglieder der Knesset, das gesamte Parlament, könnten nicht die Natur Israels als jüdischer Staat und die Natur als Demokratie ändern.«

Er bezog sich auch auf aktuelle Entwicklungen in der Weltpolitik: »Ich sage zu jedem amerikanischen Präsidenten, dass wir einen Weg finden müssen, um Zuversicht aufzubauen.« Vertrauen erreiche man nicht durch einen Deal, man müsse es sich erarbeiten, unterstrich der Präsident. »Wir müssen verstehen: Wir sind nicht dazu verbannt, miteinander zu leben. Es ist unser Schicksal, miteinander zu leben.«

Krieg

Israel will ab Mittwochabend Luftraum teilweise öffnen

Der israelische Luftraum war seit Beginn des Krieges mit dem Iran gesperrt. Zahlreiche Israelis sitzen im Ausland fest – nun soll der Luftraum für deren Rückholung wieder geöffnet werden

 03.03.2026

Jerusalem

Israels Verteidigungsminister: Iranisches Volk soll Regierung stürzen

Israels Verteidigungsminister setzt auf einen Machtwechsel im Iran durch das iranische Volk. Eine Expertin sieht das unter den derzeitigen Bedingungen kritisch

 03.03.2026

Washington D.C.

Trump: Irans Raketen hätten schon bald USA treffen können

Laut Trump machte die Bedrohung durch den Iran den Krieg im Nahen Osten notwendig. Sogar das US-Kernland hätte demnach zur Zielscheibe werden können

 03.03.2026

Im Raketenhagel aus dem Iran

Bonbons im Bunker

In den Schutzräumen und Parkgaragen feiern Israelis spontane Purimfeiern. Die Stadtverwaltungen verteilen Süßigkeiten

von Sabine Brandes  03.03.2026

Tel Aviv

Israelisches Militär: bisher 600 Stellungen im Iran angegriffen

Seit Samstag greifen Israel und die USA Ziele im Iran an. Das israelische Militär hat nun eine bisherige Bilanz des Militäreinsatzes gezogen

 03.03.2026

Iran-Krieg

Israel greift Präsidentenbüro in Teheran an

Die Luftwaffe attackierte außerdem Orte, an denen der Sicherheitsrat tagt

 03.03.2026

Washington D.C.

USA fordern Bürger zur sofortigen Ausreise aus weiten Teilen des Nahen Ostens auf

Amerikaner sollen 14 Staaten umgehend verlassen. Israel gehört dazu

 03.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Nahost

Israel: So muss ein privater Schutzraum ausgestattet sein

Mehrmals täglich heulen die Sirenen. Israelis, die private Schutzräume haben, werden aufgefordert, diese gut vorzubereiten. Bestimmte Gegenstände sind Tabu

 03.03.2026