Hoffnung

Ehemalige Geisel ist schwanger

Doron Katz-Asher wurde am 24. November mit ihren Kindern Raz und Aviv im Rahmen des Geiseldeals freigelassen Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

In Israel kennt jeder ihr Gesicht: Doron Katz-Asher ist Ehefrau und Mutter von zwei kleinen Mädchen. Beim Besuch ihrer Mutter im Kibbuz Nir Oz zu den Feiertagen am 7. Oktober 2023 wurde sie mit ihren Töchtern von der Hamas gekidnappt. Fast ein Jahr nach dem Beginn ihrer grauenvollen Odyssee postete sie nun Hoffnungsvolles in den sozialen Medien: Sie und ihr Mann Yoni Asher erwarten ein Baby. »Das ist mein wahrer Triumph«, schrieb die Israelin dazu.

»Ein Jahr, nachdem ich mein eigenes fast verloren hätte, bringe ich ein neues Leben in die Welt. Es ist das größte Geschenk für das neue Jahr. Es ist mein Lichtblick in der Dunkelheit.«

Mutter und Bruder wurden von der Hamas getötet

Die 34-jährige Buchhalterin aus dem Zentrum des Landes hatte damals ihre Mutter im Kibbuz Nir Oz mit ihren Töchtern Raz und Aviv, damals vier und zwei Jahre alt, besucht. Ihr Mann Yoni Asher war zu Hause im Zentrum geblieben. Als die Horden der Hamas die Gemeinden im Süden überrannten, wurden ihre Mutter Efrat Katz und ihr Bruder Ravid Katz von Terroristen getötet. Doron, ihre beiden Töchter und der Lebensgefährte ihrer Mutter, Gadi Moses, wurden als Geiseln genommen. Moses befindet sich weiterhin in der Gefangenschaft der Hamas.

Während der sieben Wochen, die seine Frau und Töchter in Gaza waren, schlief Yoni Asher kaum. Oft saß er bis spätabends auf einem Stuhl in Tel Aviv mit einem Poster auf seinem Schoß. Darauf Fotos von seiner Frau Doron und den beiden Kindern. »Ich will nur meine Familie zurück«, flehte er. »Ich will, dass wir alle wieder glücklich sind.«

»Mein Mann stimmt allem zu. Auch dem Wunsch, weitere Kinder zu haben – so viele ich will.«

Am 25. November wurde sein größter Wunsch Wirklichkeit. Seine Familie gehörte zu den 13 Israelis, die an diesem Tag nach einer Vereinbarung zwischen Israel und der Hamas als erste aus Gaza freigelassen wurden. »Sie sind endlich zu Hause«, postete er nur Minuten, nachdem der Bus mit seiner Familie und den anderen ehemaligen Geiseln über die Grenze zwischen Ägypten und Israel gefahren war. »Ich danke allen, die dazu beigetragen haben, aus tiefstem Herzen. Ich bin glücklich. Aber feiern werden wir erst, wenn alle Geiseln freigekommen sind.«

In der Schwangerschaftsverkündigung in den sozialen Medien erwähnte auch die werdende Mutter jetzt noch einmal ihre Rückkehr aus Gaza »Wie ist es, mit zwei kleinen Mädchen aus der Gefangenschaft zurückzukehren, fragen Sie sich?« Es bedeute, dass ihr Ehemann allem zustimme, worum sie bitte, schrieb Doron Katz-Asher und fügte augenzwinkernd hinzu: »Auch dem Wunsch, weitere Kinder zu haben – so viele ich will«.

Shelly Meyer

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