Terror

Drei Israelis getötet

Nach dem Anschlag: Sicherheitskräfte am Tatort Foto: Flash 90

Drei Israelis sind am frühen Dienstagmorgen bei dem Terroranschlag eines Palästinensers erschossen worden. Der Angreifer, ein 37-jähriger Mann, hatte eine Arbeitserlaubnis für Israel. Nach Angaben der Polizei gelangte der Terrorist mit anderen palästinensischen Arbeitern in die Siedlung Har Adar, die sich im Westjordanland in der Nähe von Jerusalem befindet.

Der Mann habe auf das Sicherheitspersonal und die Grenzpolizisten geschossen, denen er bekannt war, erklärten die Ermittlungsbehörden. Der Grenzpolizist Salomon Gavriya und zwei private Sicherheitsleute der Siedlung wurden bei der Attacke tödlich getroffen. Ein vierter Mann, der Sicherheitskoordinator von Har Adar, ist schwer verletzt ins Hadassah-Krankenhaus eingeliefert worden. Seine Ärzte erklärten jedoch, dass er außer Lebensgefahr sei. Der Terrorist wurde von anderen Sicherheitskräften, die vor Ort waren, erschossen.

behörden Der Täter sei den Behörden nicht wegen vorheriger Terrorismus-Aktivitäten oder sonstiger krimineller Handlungen bekannt gewesen, gab der Inlandsgeheimdienst an. Stattdessen habe es in seinem Leben »massive persönliche Probleme, darunter Gewalt in der Familie« gegeben. Angeblich sei seine Ehefrau vor seinen Aggressionen nach Jordanien geflohen und habe ihn mit den vier gemeinsamen Kindern zurückgelassen. Vor dem Attentat habe er eine Nachricht hinterlassen, dass er ein schrecklicher Ehemann sei und seine Frau mit allem, was passieren wird, nichts zu tun habe.

Die Sicherheitsleute und Grenzpolizisten wurden für ihren schnellen Einsatz gelobt, der verhindert habe, dass noch mehr Menschen getroffen wurden. Polizeichef Roni Alscheich erklärte anschließend, dass es kein Profiling für Terroristen gäbe. »Es kann einfach jemand sein, der von allem die Nase voll hat und spontan entscheidet, seine ganze Wut in einem Terroranschlag herauszulassen. Die Aufwiegelung gegen Israel ist dauerhaft da.«

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

Herzliya

Studie: Mit diesen Methoden mehr Erfolg auf Dating-Apps

Eine wichtige Erkenntnis der Untersuchung: Es kommt weniger darauf an, was man über sich preisgibt, als wie man es tut

 17.04.2026

Umfrage

Waffenruhen mit Iran und Hisbollah: Israelis pessimistisch

Weniger als 40 Prozent sagen, sie hätten die erfolgten Militäreinsätze unterstützt, wenn ihnen die Entwicklungen im Voraus bekannt gewesen wären

 17.04.2026

Studie aus Israel

KI treibt Arbeitslosigkeit bei Programmierern und Verkäufern nach oben

Bei Programmierern gehen zwischen 12 und 20 Prozent des jüngsten Anstiegs der Erwerbslosigkeit auf den Einsatz künstlicher Intelligenz zurück

 17.04.2026

Bildung im Krieg

Israel lockert Abiturprüfungen wegen Kriegslage – Sonderregeln für den Norden

Die Maßnahmen schließen eine »flexiblere Berechnung« von schulischen Leistungen mit ein

 17.04.2026

Nahost

Details zur Waffenruhe zwischen Israel und Libanon veröffentlicht

Ein Sechs-Punkte-Plan soll zunächst zehn Tage lang für Ruhe sorgen. Die Einzelheiten

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Nahost

Trump verkündet zehntätige Waffenruhe im Libanon

Zuvor habe es Gespräche mit Israels Premier Netanjahu und Libanons Präsidenten Aoun gegeben

 16.04.2026 Aktualisiert

Hintergrund

Hickhack um Friedensgespräche - und eine zehntägige Feuerpause

Nachdem Präsident Trump direkte Verhandlungen erzwingen wollte, setzte er sich schließlich mit einem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah durch

von Sabine Brandes  16.04.2026