Raketen-Terror

»Die Lage ist unhaltbar«

Israelis suchen vor den Raketen Schutz in einem Betonrohr. Foto: rtr

Nach viertägigen Auseinandersetzungen hat Heimatschutzminister Matan Vilnai am Dienstag im israelischen Rundfunk bestätigt, dass ein Waffenstillstand in Kraft getreten sei. Zuvor hatte ein ägyptischer Geheimdienstvertreter mitgeteilt, dass es Vermittlern gelungen sei, eine »umfassende und gegenseitige Waffenruhe« zwischen Israelis und Palästinensern auszuhandeln.

Dennoch wurden noch am Morgen mehrere Geschosse aus dem Gazastreifen abgefeuert. In vier Tagen gingen nach Armeeangaben 195 Raketen und Mörsergranaten auf israelische Städte und Grenzorte nieder. Seit Freitag haben die palästinensischen »Volkswiderstandskomitees« und der Islamische Dschihad Ballungszentren im Süden Israels unter Beschuss genommen. Israel reagierte mit Luftangriffen auf Terrorzellen und Ausbildungslager.

Auf israelischer Seite herrscht Ausnahmezustand: Mehr als 200.000 Schüler erhielten schulfrei und wurden angewiesen, sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten. Immer wieder heulen Luftschutzsirenen auf. Danach bleiben noch zwischen 15 und 45 Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen. »Die Lage in Beer Sheva ist unhaltbar«, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Hefzi Sohar. »In unseren Schulen gibt es nicht genügend Schutzräume. Das Leben ist zum Stillstand gekommen.«

Lesen Sie mehr über die Lage im Süden Israels und das Raketenabwehrsystem »Iron Dome« in der Printausgabe am nächsten Donnerstag.

Sport

»Schach ist vielleicht nichts für Frauen«

Nach sexistischen Äußerungen: Schach-Weltverband setzt israelischen Kommentator ab

 30.09.2022

Gesellschaft

Nach 30 Jahren erstmals wieder Kibbuz-Gründung in Israel

Nahe Arad wird erstmals nach über 30 Jahren wieder ein neuer Kibbuz gegründet

 30.09.2022

Medizin

Hinweise auf Ursache für Herzmuskelentzündungen nach Corona-Impfung

Forscher aus Israel und Deutschland decken Mechanismus bei der Entstehung sogenannter Myokarditiden auf

von Sandra Trauner  28.09.2022

Nachrichten

Partydroge, Geburtstag, Münze

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  27.09.2022

Israel

Gut gerüstet für die Zukunft

Grüße von Botschafter Ron Prosor zum Neuen Jahr

von Ron Prosor  23.09.2022

Jerusalem

Israel erwartet Zustrom von Juden aus Russland

Das Land bereitet sich auf eine große Einwanderungswelle aufgrund der Teilmobilisierung vor

 23.09.2022

Vereinte Nationen

Lapid warnt vor »Untergang der Wahrheit«

Der israelische Regierungschef sprach sich in New York für die Schaffung eines »friedlichen« palästinensischen Staates aus

von Michael Thaidigsmann  23.09.2022

Rosch Haschana

Teures Fest

Viele Israelis können sich ein Feiertagsessen kaum noch leisten

von Sabine Brandes  22.09.2022

Vereinte Nationen

Israels Premier will Zweistaatenlösung vorschlagen

Wenige Wochen vor den Parlamentswahlen setzt Yair Lapid bei der UN auf eine neue alte Idee

von Sabine Brandes  22.09.2022