Terror

Die Geiseln nicht vergessen!

Die Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln, die die Hamas am 7. Oktober 2023 nach Gaza verschleppt hat, sind angesichts des drohenden Krieges mit dem Iran und seiner Handlanger zum Hintergrundgeräusch geworden. Doch niemand darf vergessen, dass neben einem Einjährigen und einem 86-Jährigen Dutzende Frauen und Männer jeden Alters seit zehn Monaten die Hölle erleben. Seit 439.200 Minuten sind sie unvorstellbarer Folter, Todesangst und Ungewissheit ausgesetzt. Das Gleiche gilt für ihre Angehörigen: Eltern warten auf ihre Kinder, Kinder auf ihre Eltern, Frauen und Männer auf ihre Geschwister, ihre Partner, Freunde, Tanten, Onkel, Nichten, Neffen …

Die Fotos ihrer Zimmer, aufgenommen vom israelischen Fotografen Oded Balilty, der Räume, in denen sie geschlafen haben – die verletzlichste der menschlichen Tätigkeiten, die doch für größte Sicherheit steht – geben ein Bild von dem, was war und nie wieder so sein wird, Und von der mitunter militanten Hoffnung, mit der Angehörige die Rückkehr derer erwarten, an die sie Tag und Nacht zuerst und zuletzt denken. Es sind Bilder, die von ganz normalen Leben erzählen, vom Lieblingsspielzeug über die Lieblingsdecke bis zum Lieblingsrapper. Es sind Bilder von Menschen, die fehlen und deren Wohlergehen im politischen Kampf höchste Priorität haben sollte – aber nicht hat. sal

Jerusalem

Israel droht mit Räumung Gazas im Falle neuer Entführung

Fast drei Jahre nach dem beispiellosen Hamas-Massaker am 7. Oktober droht Israels Verteidigungsminister mit drastischen Folgen, sollte erneut ein Israeli verschleppt werden

 23.09.2026

Israelische Zeitungen

Wahlergebnisse

»Sieg der Extreme«

Nach dem AfD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern wächst in Israel die Aufmerksamkeit für Deutschlands politische Verschiebung

von Sabine Brandes  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026

Umfrage

Mehrheit sieht keine Chance für friedliche Zwei-Staaten-Lösung

Eine friedliche Koexistenz ist für eine Mehrheit der Israelis und eine noch größere Mehrheit der Palästinenser im Westjordanland und in Ostjerusalem derzeit nicht vorstellbar

 22.09.2026

Alei Zahav

Terroranschlag im Westjordanland: Vater rettet seinem Sohn das Leben und stirbt

»Papa, ich möchte dir für 16 gemeinsame Jahre danken. Danke, dass du mir zugerufen hast, als der Terrorist kam«, sagte der 16-Jährige Yoav bei der Beerdigung seines Vaters

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Jerusalem

Ein toter Israeli bei Terroranschlag im Westjordanland

Kurz vor Beginn von Jom Kippur kommt es zu zwei Terroranschlägen im von Israel besetzten Westjordanland. Ein israelischer Zivilist und einer der angreifenden Palästinenser werden getötet

 20.09.2026

Jerusalem

Präsident Herzog begnadigt verurteilten Ex-Soldaten Elor Asaria

Israels Präsident lässt einen Strafregistereintrag des ehemaligen Soldaten löschen, der 2016 einen am Boden liegenden, palästinensischen Attentäter tötete. Die israelische Armee war laut Berichten dagegen

 20.09.2026