Tel Aviv

Die Chinesen kommen

Urlaub in Tel Aviv: Man stand am Strand. Foto: Flash 90

Hab’ teil am Erfolg» – unter diesem Motto wird die Internationale Mittelmeer-Tourismus-Börse (IMTM) in diesen Tagen in Tel Aviv veranstaltet. Die Kampagne des Tourismusministeriums will damit Unternehmer, Arbeiter und Freiwillige für die Branche begeistern und anlocken. Mehr als 40 Nationen sind in diesem Jahr bei der IMTM vertreten, darunter Marokko, Frankreich, Spanien, Russland, Japan, Indien, Rumänien, Bulgarien, Zypern, Griechenland, Tansania und Paraguay.

Minister Yariv Levin hob bei der Eröffnung das «Rekordjahr 2017 mit mehr als 3,6 Millionen Besuchern in Israel» hervor. «Das Wachstum ist das Ergebnis verschiedener Marketingaktivitäten in neuen Märkten mit innovativen Methoden.»

Eilat Man befinde sich zudem inmitten einer Luftfahrtrevolution; durch die finanziellen Anreize des Ministeriums für Fluggesellschaften würden in diesem Winter dreimal so viele Gäste nach Eilat kommen wie im Vorjahr. «Für jeden Schekel, den wir investieren, bekommt der Staat das Zwanzigfache zurück», frohlockte Levin. Die IMTM werde diesen positiven Trend in das laufende Jahr 2018 hinübertragen.

Zum dritten Mal in Folge wird auch wieder der sogenannte «Hackaton» veranstaltet, bei dem von Computerspezialisten und Hackern Apps entwickelt werden, die dem Tourismus zugutekommen. In diesem Jahr lautet das Thema «Reiseführung». Von 40 Teams haben in der Vorentscheidung sechs die letzte Etappe geschafft.

Effekt Die drei besten Apps werden am Ende der Messe mit Geldpreisen ausgezeichnet. Die israelische Tourismusindustrie wird zudem während der ITMT den UNWTO-Ethikcode unterzeichnen. Diese Verpflichtung der Welttourismusorganisation soll dazu beitragen, die schädlichen Effekte des Gewerbes weltweit zu minimieren. Ziel ist ein verantwortungsbewussterer Tourismus.

Besonders bereite man sich heute auf «Massen von chinesischen Touristen» vor, wie der Minister ausführte. In einem speziellen Panel mit Tourismusexperten wird dies während der Messe diskutiert. Dabei geht es vor allem darum, wie den chinesischen Touristen das Heilige Land so attraktiv wie möglich vorgestellt werden kann und die israelischen Produkte an die Vorlieben dieser Besuchergruppe angepasst werden können. Levin ist jetzt schon sicher: «Wir sind bereit für eine Million Chinesen!»

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