Israel

Der Terror ist zurück

Terroranschlag im Wetsjordanland: Mindestens 20-mal wurde auf das Fahrzeug von Michael Mark geschossen, bis es sich überschlug. Foto: Flash 90

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen gab es in Israel zwei brutale Terroranschläge. Nachdem am Donnerstag ein 13-jähriges Mädchen von einem palästinensischen Attentäter im Haus ihrer Familie im Westjordanland erstochen worden war, erschossen Terroristen am Freitag Michael »Miki« Mark (48) vor den Augen seiner Ehefrau und seiner Kinder.

Rabbi Mark war mit seiner Familie auf der Straße 60 im Westjordanland im Auto unterwegs, als ihn ein anderer Wagen überholte. Die Angreifer schossen mindestens 20-mal auf das Fahrzeug, bis es sich überschlug. Mark starb noch vor Ort, auch seine Frau und die zwei Kinder im Teenageralter wurden dabei verletzt.

Otniel Der Vater von zehn Kindern war Direktor der »Hesder Jeschiwa« der Siedlung Otniel und bei der Bevölkerung sehr beliebt. Seine Frau Chava und seine Kinder werden noch immer im Krankenhaus behandelt. Chava ist wegen ihrer schweren Verletzungen durch die Schüsse und den Unfall in ein künstliches Koma versetzt worden. Premierminister Benjamin Netanjahu verurteilt die Morde aufs Schärfste.

Staatspräsident Reuven Rivlin war bei der Beisetzung von Mark am Sonntag anwesend. Eine der Töchter von Mark rief die Bevölkerung auf, zur Beerdigung zu kommen. »Er war nicht nur unser Vater«, sagte sie in einer Videobotschaft, »er war der Vater von so vielen.«

Netanjahu ordnete währenddessen an, dass die Gelder, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde an die Familien von Terroristen gezahlt werden, umgehend von den Steuerrückzahlungen an die Palästinenser abgezogen werden. Er erläuterte, dass diese Zahlen Anreiz und Aufstachelung zum Mord seien. Dutzende von Siedlern protestierten am Sonntag an verschiedenen Orten im Westjordanland. Sie fordern von der Regierung schärfere Vergeltungsmaßnahmen für die Anschläge.

Kiriat Arba Am Donnerstag zuvor hatte bereits eine grauenvolle Tat ganz Israel geschockt: Die 13-jährige Hallel Yaffa Ariel war von einem palästinensischen Angreifer erstochen worden, während sie schlief. Der Terroranschlag ereignete sich in der jüdischen Siedlung Kiriat Arba im Westjordanland. Ein Sicherheitsmann wurde dabei ebenfalls schwer verletzt. Der 17-jährige Täter wurde erschossen.

Ebenfalls am Freitagmorgen gab es in Netanja nördlich von Tel Aviv einen weiteren Terroranschlag. Zwei Menschen wurden von einem Palästinenser mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Viele Israelis befürchten jetzt, dass die Terrorwelle, die vor mehr als einem Monat abgeebt war, jetzt von Neuem beginnt.

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