Vermisst

Der Käsemacher von Beʼeri

Der Käsemacher aus Be’eri: Dror Or Foto: Sabine Brandes

Vermisst

Der Käsemacher von Beʼeri

Dror Or und seine Frau Yonat wurden ermordet

von Sabine Brandes  18.06.2025 13:10 Uhr

Das Schicksal der Familie Or aus dem Kibbuz Beʼeri ist eines der schrecklichsten der verheerenden Hamas-Massaker: Yonat und Dror Or wurden von Terroristen ermordet, ihre Kinder Alma und Noam sowie ihr Neffe Liam gekidnappt. Liam und die Geschwister kamen am 25. November 2023 im Rahmen eines Geiselabkommens zwischen der Hamas und Israel frei. Alma und Noam als Waisen.

Ihr älterer Bruder Yaheli (18) überlebte das Blutbad, da er im Rahmen eines freiwilligen Jahres vor dem Wehrdienst im Norden Israels war. Auch die Hündin Nella konnte sich retten.

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Dror und Yonat Or waren kreative Menschen. In Beʼeri designten sie eine eigene Möbellinie. Der 49-jährige Dror war außerdem Käsemeister in der Molkerei des Kibbuz. Als ausgebildeter Koch stellte er Feinkostkäse her, der im ganzen Land beliebt war. Dror, der die Tadmor Culinary School mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, arbeitete in mehreren bekannten Restaurants in Tel Aviv, darunter im »Suzana«. »Dror war ein Koch mit den Händen eines Alchemisten und dem Geist eines Schafhirten«, sagte sein Freund Yaki im israelischen Fernsehen.

Als die Hamas in den frühen Morgenstunden des 7. Oktober 2023 den Kibbuz stürmte, suchten Dror, Yonat, Alma und Noam Schutz in ihrem Sicherheitsraum. Doch die Terroristen steckten das Haus in Brand. Die Kinder sprangen schließlich durch ein Fenster und versuchten, sich anderswo zu verstecken. Yonat wurde beim Versuch, den Flammen zu entkommen, ermordet. Alma und Noam wurden später von Terroristen nach Gaza verschleppt. Ebenso wie ihr Vater, der aber von seinen Kindern getrennt wurde. Am 2. Mai 2024 bestätigte der Kibbuz Be’eri, dass auch Dror bereits am 7. Oktober ermordet und seine Leiche nach Gaza verschleppt wurde.

»Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um Dror und die verbleibenden entführten Menschen nach Hause zu bringen«, fordert das Familienforum für Geiseln. »Die Überlebenden, um wieder gesund zu werden, und die Toten für eine würdige Beerdigung in ihrer Heimat.«

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