Tel Aviv

Bürgermeister gegen Hass und Antisemitismus

Die Vereinbarung wurde im Rahmen der »Muni World« getroffen, einem jährlich stattfindenden Kommunalkongress. Foto: PR

In Tel Aviv haben am Mittwoch Kommunalpolitiker aus verschiedenen Ländern die Gründung einer internationalen Koalition »zur Bekämpfung von Hass, Antisemitismus und der BDS-Bewegung« angekündigt. Wie Frankfurts Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker mitteilte, gehört er zu den ersten Unterzeichnern einer entsprechenden Erklärung.

»Die zentrale Botschaft ist, dass wir unmissverständlich alle Formen von Hass und Antisemitismus, die unser gesellschaftliches Miteinander vergiften, verurteilen«, sagte Becker. Gerade die Stadt Frankfurt besitze eine große jüdische Tradition. Sie verdanke in vielerlei Hinsicht ihre heutige Rolle und Bedeutung als Stadt der Kultur, der Wissenschaft und des Handels dem Wirken großer jüdischer Familien. »Umso mehr ist es Aufgabe und Verpflichtung der Stadt, engagiert gegen jeglichen Antisemitismus vorzugehen«, betonte der CDU-Politiker.

muni world Die Vereinbarung wurde im Rahmen der »Muni World« getroffen, einem jährlich stattfindenden Kommunalkongress, bei dem Vertreter von Städten aus der ganzen Welt zu einem globalen Gedankenaustausch zusammenkommen.

Entsprechend der in Tel Aviv verfassten Erklärung wollen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister einen ständigen und offenen Dialog auf der ganzen Welt ermöglichen, sie wollen gegen Diskriminierung, Voreingenommenheit sowie Hass gegen jeden aufgrund der Religion, der sexuellen Orientierung und der ethnischen oder nationalen Herkunft vorgehen. »Die kommunale Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg ist hierbei besonders wichtig, weil Organisationen wie die antisemitische BDS-Bewegung auch nicht vor Ländergrenzen haltmachen«, so Becker.  ja

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